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Allgäuer Ring: Umlaufsperren sollen die Verkehrssicherheit verbessern

Bauarbeiter an der begonnen Baumaßnahme am Allgäuer Ring

Ein Bagger und eine Baggerschaufel am Kreisverkehr Allgäuer Ring in Neu-Ulm

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit installiert die Stadt am Allgäuer Ring sogenannte Umlaufsperren. Die Einbauarbeiten haben Anfang der Woche begonnen.

11. April 2017   -   Der Allgäuer Ring gehört zu den unfallträchtigsten Punkten im Neu-Ulmer Stadtgebiet. Vor allem Fahrradfahrer sind hier oft in Unfälle verwickelt. Im Schnitt werden am Allgäuer Ring jährlich rund zehn Radler teilweise schwer verletzt. Der Grund für die Unfälle liegt häufig darin, dass Vorfahrtsregelungen nicht eingehalten werden.

Kraftfahrzeuge haben Vorfahrt
Entsprechend der Beschilderung am Ring haben die aus dem Ring aus- und einfahrenden Kraftfahrzeuge Vorfahrt vor querenden Radfahrern. Leider setzen sich Radler oft über diese Wartepflicht hinweg und queren die Ein- und Ausfahrten zum Allgäuer Ring, ohne sich dabei offenbar der Gefährlichkeit der Querungsstellen bewusst zu sein. Schwere Unfälle sind die Folge.

Verkehrsversuch: Stadt will Sicherheit durch Umlaufsperren erhöhen
Im Interesse der Verkehrssicherheit installiert die Stadt Neu-Ulm im Rahmen eines Verkehrsversuches jetzt versetzte Querabschrankungen, sogenannte Umlaufsperren. Diese werden an der östlichen Einfahrt und der westlichen Ausfahrt des Rings angebracht. Die Abschrankungen sollen vor allem das Geschwindigkeitsniveau des querenden Radverkehrs verringern und gleichzeitig die Aufmerksamkeit für den übrigen Verkehr erhöhen. Die Stadt erhofft sich, dass Radfahrer die Querungsstellen künftig mit einer der Verkehrssituation angepassten Geschwindigkeit passieren.

„Uns ist bewusst, dass dieser Versuch, den Verkehrsfluss der Radfahrer beeinträchtigen wird. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass diese Maßnahme die Verkehrssicherheit am Ring verbessern kann und es in der Folge hoffentlich zu weniger Unfällen kommt“, sagt Neu-Ulms Pressesprecherin Sandra Lützel.
Neben den rot-weiß-reflektierenden Umlaufsperren wird zur besseren Erkennbarkeit der Elemente auch eine zusätzliche Beleuchtung eingebaut. Die Einbauarbeiten haben Anfang der Woche begonnen und dauern die ganzen Osterferien über an.

Umbau des Allgäuer Rings
Die Erkenntnisse des Verkehrsversuchs werden in die weiteren Planungen zum Umbau des Allgäuer Rings einfließen. Derzeit gibt es drei mögliche Varianten, wie der Allgäuer Ring im Sinne der Verkehrssicherheit umgebaut werden könnte. Die vorliegenden Varianten werden in einem nächsten Schritt anhand des Neu-Ulmer Verkehrsmodells vertieft betrachtet. Das Verkehrsmodell wird derzeit mit den aktuell vorliegenden Verkehrszahlen fortgeschrieben.