Haupt Inhalt

Geburt von Kindern in Neu-Ulm

Zuständig für die Beurkundung einer Geburt ist das Standesamt, in dessen Bezirk das Kind geboren wird, unabhängig vom Wohnsitz der Eltern.
  

Anzeige der Geburt

Bei einer Hausgeburt im Stadtgebiet Neu-Ulm müssen die Eltern oder die Hebamme, die Geburt innerhalb einer Woche beim Standesamt Neu-Ulm melden.

Kontakt:

Standesamt Neu-Ulm
Augsburger Str. 15
89231 Neu-Ulm

Tel. (0731) 7050-7410
Fax (0731) 7050-7499
E-Mail: standesamt@neu-ulm.de

Öffnungszeiten Standesamt:

Montag u. Dienstag: 08.00 – 12.00 Uhr   
13.30 – 16.00 Uhr
Mittwoch:08.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag:08.00 – 12.00 Uhr
13.30 – 18.00 Uhr
Freitag:08.00 – 13.00 Uhr

Bei Geburt eines Kindes in der Donauklinik Neu-Ulm leitet das Krankenhaus die Anzeige an das Standesamt Neu-Ulm weiter. Hierzu erhalten Sie vom Krankenhaus ein Formblatt, auf dem Sie zur Beurkundung notwendige Angaben machen müssen. Je nach persönlicher Situation müssen der Geburtsanzeige des Krankenhauses ergänzend Dokumente und Unterlagen beigefügt werden. Diese geben Sie bitte im Original im Krankenhaus ab. Mit der Geburtsurkunde für Ihr Kind erhalten Sie diese wieder zurück.

Sollten Sie ein Stammbuch der Familie haben, sind die notwendigen Urkunden in der Regel hierin enthalten.

Gebühren

Die Beurkundung der Geburt ist in Neu-Ulm gebührenfrei.
Nach der Beurkundung erhalten Sie kostenfreie Geburtsbescheinigungen für die Anträge auf Kindergeld und Elterngeld für die Krankenkasse.
Geburtsurkunden sind gebührenpflichtig und kosten 10,00 EUR pro Stück.

Erforderliche Unterlagen zur Beurkundung der Geburt

Im Einzelnen werden benötigt:
- Kopie des Personalausweises beider Elternteile bei deutschen Staatsangehörigen
- Kopie des Reisepasses beider Elternteile bei ausländischen Staatsangehörigen
- Geburtsurkunden schon geborener, vorheriger Kinder

darüber hinaus

bei miteinander verheirateten Eltern:
- bei Eheschließung vor dem 01.01.2009: Heiratsurkunde zusammen mit der Erklärung zur Namensführung in der Ehe  
- bei Eheschließung nach dem 01.01.2009: Eheurkunde und Geburtsurkunden beider Eltern oder beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister

bei NICHT miteinander verheirateten Eltern:
- Geburtsurkunde beider Elternteile
- Urkunde über die Vaterschaftsanerkennung im Original  
- eventuell Urkunde über gemeinsames Sorgerecht (nur soweit Erklärung vorliegt)

bei Elternteilen, die geschieden sind, zusätzlich:
- beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister der Vorehe mit Vermerk über die Scheidung oder Ehe-/Heiratsurkunde der Vorehe und Scheidungsurteil sowie Bescheinigung über die Namensführung bei Eheschließung vor dem 01.01.2009  

bei Elternteilen, die verwitwet sind, zusätzlich:
- beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister der Vorehe mit Vermerk über den Tod oder Ehe-/Heiratsurkunde der Vorehe und Sterbeurkunde bei Eheschließung vor dem 01.01.2009

Bei Urkunden aus dem Ausland benötigen wir die fremdsprachigen Urkunden im Original mit Apostille / Legalisation und die zugehörigen Übersetzungen ebenfalls im Original.

Der Familienname

Der Name Ihres Kindes richtet sich grundsätzlich nach seiner Staatsangehörigkeit. Ein Kind führt seinen Namen nach deutschem Recht, wenn mindestens ein Elternteil Deutscher ist. 

Ist ein Elternteil Ausländer oder Mehrstaater, so können Sie auch bestimmen, dass das Kind seinen Namen nach dem Recht des Staates erhält, dem ein Elternteil angehört.

Sind Sie beide ausländische Staatsangehörige können Sie auch deutsches Recht wählen, wenn einer von Ihnen seinen gewöhnlichen Aufenthalt hier in Deutschland hat. Da das Namensrecht in den einzelnen Staaten unterschiedlich ist, können bei der Anerkennung der Namensführung nach deutschem Recht durch die Heimatbehörden Probleme entstehen. Auskunft, welche Namensführung nach ausländischem Recht möglich ist, erhalten Sie bei uns im Standesamt und bei den Auslandsvertretungen (Botschaften und Konsulaten der Heimatländer).

Familienname bei verheirateten Eltern
Wenn die Eltern des Kindes miteinander verheiratet sind und einen Ehenamen führen, erhält das Kind nach deutschem Recht den Ehenamen als Geburtsnamen. Existiert kein Ehename, müssen Sie bei der Geburt Ihres gemeinsamen Kindes den Familiennamen der Mutter oder des Vaters zum Geburtsnamen des Kindes bestimmen. Die Bestimmung können Sie in Verbindung mit der Geburtsanzeige treffen. Wollen Sie die Erklärung nicht mit der Geburtsanzeige abgeben, können Sie das Standesamt bitten, die Beurkundung zunächst zurückzustellen.

Familienname bei unverheirateten Eltern
Ein Kind nicht miteinander verheirateter Eltern kann den Familiennamen der Mutter oder des Vaters als Geburtsnamen erhalten. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge bestimmen die Eltern gemeinsam die Namensführung des Kindes. Die elterliche Sorge steht Ihnen gemeinsam zu, wenn sie gegenüber dem Jugendamt erklärt haben, die Sorge gemeinsam übernehmen zu wollen. Liegt keine Sorgeerklärung vor, hat die Mutter die elterliche Sorge und ist allein berechtigt, den Familiennamen des Kindes zu bestimmen.
In diesem Fall kann die Mutter dem Kind auch den Namen des Vaters erteilen. Hierzu ist aber eine gesonderte Namenserklärung notwendig, die beide Eltern persönlich beim Standesamt abgeben müssen.
Bitte bedenken Sie auch, dass eine solche Erklärung später nicht widerrufen werden kann.

Vaterschaftsanerkennung

Eine Vaterschaftsanerkennung ist notwendig, wenn Vater und Mutter des Kindes nicht miteinander verheiratet sind. Beide Elternteile müssen hierzu persönlich im Standesamt oder Jugendamt erscheinen und eine Erklärung zur Anerkennung der Vaterschaft unterschreiben.
Die Anerkennungserklärung durch den Vater bedarf der Zustimmung der Mutter.

Durch die Anerkennung wird die Vaterschaft rechtlich festgestellt. Damit verbunden sind verschiedene zivilrechtliche Auswirkungen wie beispielsweise Unterhaltsverpflichtungen oder Erbansprüche. Sollten Sie Fragen hierzu haben, können Sie sich gerne an uns oder das Jugendamt Ihres Wohnorts wenden.

Die Vaterschaftsanerkennung ist auch schon vor der Geburt des Kindes möglich, ebenso wie die Sorgerechtserklärung. Wir empfehlen Ihnen, diese Möglichkeit, zu nutzen, da dies die Beurkundung der Geburt erheblich vereinfacht und beschleunigt.

Tipp: Um Wartezeiten zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen zur Beurkundung einer Vaterschaftsanerkennung eine vorherige Terminvereinbarung beim Standesamt Neu-Ulm.

Sorgerecht

Bei einem Kind, dessen Eltern nicht miteinander verheiratet sind, wird die elterliche Sorge nach bisheriger Rechtslage allein von der Mutter ausgeübt. Alle Entscheidungen, die für das Kind bis zu seiner Volljährigkeit zu treffen sind, liegen damit allein bei der Mutter. Wollen Sie als nicht miteinander verheiratete Eltern die Sorge gemeinsam ausüben, müssen Sie eine Erklärung über das gemeinsame Sorgerecht bei dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Jugendamt abgeben. Voraussetzung für die gemeinsame Sorge ist aber die vorherige Anerkennung der Vaterschaft. Auch die Vaterschaftsanerkennung kann beim Jugendamt erklärt werden.

Die Wahl des Vornamens

Die Wahl des richtigen Vornamens ist keine leichte Entscheidung. Dieser Vorname wird Ihr Kind sein Leben lang begleiten.

Manche Eltern möchten bei der Vornamensgebung besondere Kreativität beweisen. Das Ergebnis davon sind dann Vornamen wie Pumuckl, Waldmeister, oder Joghurt. Um Nachteile für das Wohl des Kindes zu vermeiden, sind grundsätzlich keine herabwürdigenden, lächerlichen oder das Wohl des Kindes beeinträchtigenden Vornamen zulässig. Auch Titel wie „ Graf“ oder „Gräfin“ oder „Lord“ oder „Lady“ sowie Familiennamen sind nicht als Vornamen zulässig.

Auch wenn Ihr Favoritenname sehr ausgefallen, aber prinzipiell erlaubt ist, sollten Sie sich daran erinnern, wie Kinder mit ungewöhnlichen Namen in Ihrer eigenen Kindheit behandelt wurden. Ein möglichst individueller Vorname ist nicht immer die beste Lösung.

Weitere Informationen zum Vornamen erhalten Sie bei der Gesellschaft für deutsche Sprache, Wiesbaden oder der Vornamensberatung der Universität Leipzig.

Namensänderungen

Behördliche Namensänderungen
Wenn eine Geburt durch das Neu-Ulmer Standesamt beurkundet wurde, ist auch die Namensführung fixiert. Das heißt gemäß deutschem Recht ist die Namensführung nicht mehr frei wählbar oder veränderbar. In gesetzlich bestimmten Fällen kann der Name verändert werden zum Beispiel wegen einer Eheschließung oder Einbürgerung.

In allen andern Fällen sind Namensänderungen dann nur noch auf der Grundlage des Namensänderungsgesetzes möglich. Hierfür müssen gravierende Gründe vorliegen beispielsweise lächerliche Namen oder Namen, die zu Hänseleien führen. Wenn keine wichtigen Gründe vorliegen, wird der Namen auch nicht verändert. Um Problemen vorzubeugen sollte daher bei der Namensgebung sorgfältig überlegt werden.

Für die behördliche Namensänderung werden Gebühren zwischen 250,00 bis 600,00 EUR erhoben.

Zuständig für behördliche Namensänderung der Neu-Ulmer Bürger ist die Namensänderungsbehörde des Landratsamtes Neu-Ulm. Weitere Auskünfte zu den Voraussetzungen und Kosten einer behördlichen Namensänderung erhalten Sie dort.

Zivilrechtliche Namenserklärungen
In gesetzlich bestimmten Einzelfällen kann die Namensführung veränderten Verhältnissen angepasst werden. Dies trifft zu bei:  

  • Eheschließung
  • Anerkennung der Vaterschaft
  • Begründung gemeinsamer Sorge
  • Anerkennung als Spätaussiedler  oder
  • Einbürgerung in die deutsche Staatsangehörigkeit

Namenserklärungen nach deutschem Recht sind unwiderruflich und können nicht rückgängig gemacht werden. Bitte überlegen Sie sich daher vorher gründlich, welche Möglichkeiten auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen sinnvoll und tragbar sind.

Im Einzelnen sind folgende Erklärungen gesetzlich möglich:

Namensführung in der Ehe oder einer Lebenspartnerschaft

  • Bestimmung eines gemeinsamen Ehenamens nach Eheschließung – auch nachträglich oder bei Eheschließung im Ausland
  • Einmalige Hinzufügung eines Begleitnamens zum Ehenamen bzw. einmalige Ablegung eines solchen Begleitnamens
  • Ablegung eines Ehenamens und Wiederannahme des eigenen Geburts- oder Familiennamens nach Auflösung einer Ehe

Namenserklärungen für Kinder

  • Erteilung des Namens des Vaters bei nichtehelich geborenen Kindern und Anerkennung der Vaterschaft
  • Bestimmung des Geburtsnamens von Kindern, nach erstmaliger Begründung gemeinsamer Sorge, innerhalb von drei Monaten
  • Änderung des Familiennamens von angeheirateten Kindern / Stiefkindern in den neuen Ehenamen bei Eingehung einer neuen Ehe (Einbenennung durch Ehegatten)

Namenserklärungen bei Änderungen in der Staatsangehörigkeit

Wirksamkeit
Namenserklärungen können grundsätzlich bei jedem Standesamt abgegeben werden. Wirksam werden die Erklärungen, je nach Art, erst mit Eingang bei den Standesämtern, welche die entsprechenden Ehe- und Geburtenregister führen. Dies ist entweder das Standesamt des aktuellen Wohnorts oder das Standesamt I Berlin, wenn Register im Ausland geführt werden.

Unterlagen
Für die Namenserklärungen sind je nach Fall verschiedene Dokumente und Urkunden erforderlich. Auskünfte darüber,  was Sie im Detail benötigen erhalten Sie beim Neu-Ulmer Standesamt.

Gebühren
Für Namenserklärungen werden Gebühren erhoben, die bei 25,00 EUR liegen. Für Urkunden und Bescheinigungen können weitere Auslagen entstehen.
Erklärungen nach § 94 BVFG (Spätaussiedler- und Vertriebenennamenserklärungen) sind gebührenfrei.

Weitere Themen

Kindergeld
Informationen zum Thema Kindergeld finden Sie im Bereich Lebenslagen/Kinder

Elterngeld
Hier finden Sie Informationen zum Thema Elterngeld.