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Neugestaltung des Schwals

Blick vom Neu-Ulmer Donauufer auf die Parkanlage auf der Insel mit Kriegerdenkmal und das gegenüberliegende Donauufer in Ulm
Schwal mit Kriegerdenkmal
Am Schwörwochenende wird auf dem Schwal ausgiebig gefeiert.
Luftbild von Ulm und Neu-Ulm, der Schwal auf der Neu-Ulmer Insel ist grün markiert
Der Schwal, der östliche Teil der Neu-Ulmer Insel
Planzeichnung der Parkanlage auf der Neu-Ulmer Insel mit Rundweg, Uferweg und Sitzstufenanlage
Planungsvariante III "Außen – Innen"

Die in die Jahre gekommene Parkanlage auf der Insel, der Schwal, soll neu gestaltet und optisch aufgewertet werden.

Ziele:
Das Donauufer ist ein wertvoller Freiraum für die Bürger und Besucher von Neu-Ulm. Ziel ist es, das große Potential der Donau und ihres Ufers mitten in der Stadt zu nutzen. Die Insel mit dem Schwal ist dabei ein bedeutsamer Baustein. Mit der Neugestaltung des Schwals sollen die vorhandenen Qualitäten gestärkt und verbessert werden. Der Schwal soll für die Bürger und Besucher der Innenstadt attraktiv gestaltet werden.

Der Planungsprozess wird eingeleitet:
In seiner Sitzung am 16. Juni 2015 hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (SU) den Planungsprozess für die Neugestaltung des Schwals samt eines Uferwegs zwischen Schwal und Sparkasse eingeleitet. Für den Schwal wurden daraufhin erste Gestaltungsvorschläge entwickelt. Anschließend konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen und Ideen im Rahmen einer Bürgerbeteiligung in die Planungen einfließen lassen.

Die Eckpunkte der Neugestaltung:
Die verschiedenen Anregungen und Ergebnisse der Bürgerbeteiligung wurden dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am 19. Juli 2016 in öffentlichen Sitzung vorgestellt. Für die weitere Planung zur Neugestaltung des Schwals hat der Ausschuss in der Sitzung beschlossen,

  1. den Charakter eines Ortes der überwiegend ruhebezogenen Erholung zu wahren,
  2. die Idee des Uferweges zwischen Sparkasse und Schwal weiter zu verfolgen,
  3. Eingriffe in den wertvollen Baumbestand gering zu halten,
  4. den Steg über die Kleine Donau am bisherigen Standort zu belassen und
  5. die Zugänglichkeit zum Wasser großzügig zu verbessern.

Als räumliches Leitbild für den Schal wird der Vorschlag III (mit Rundweg, Sitzstufenanlage und Uferweg) weiter verfolgt.

Zeitliche Planung und Kosten:
Die bauliche Realisierung der Neugestaltung des Schwals setzt sich aus den Bausteinen a) neue Brücke über die Kleine Donau, b) Uferweg zur Sparkasse und c) Parkanlage zusammen.
Die Realisierung des Uferweges zwischen Sparkasse und Schwal ist für die 2. Jahreshälfte 2017 geplant. Die Neugestaltung der Parkanlage am Schwal und der Neubau des Steges über die Kleine Donau sollen dann 2018 angegangen werden. Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr 2019, dem 150-jährigen Stadtjubiläum, soll die Neugestaltung komplett abgeschlossen sein.

Die Stadtverwaltung rechnet für die Umgestaltung des Schwals mit Kosten von ca. 1.36 Millionnen Euro.

Ausführliche Sitzungsunterlagen im Rats- und Bürgerinfosystem:
Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, 19.07.2016
(TOP 2: Neugestaltung der Parkanlage am Schwal)

 

Rückblick: Bürgerbeteiligung

Um die Bürger bei diesem wichtigen Projekt frühzeitig in die Planung einzubeziehen, wurde im April 2016 eine Bürgerbeteiligung durchgeführt.  

Online-Umfrage
Wie bei alle wichtigen öffentlichen Bauprojekten wurde auch über die Website der Stadt über das Vorhaben am Schwal informiert. Vor dem Bürgerworkshop bestand die Möglichkeit via Internet an einer Bürgerumfrage teilzunehmen:
„Was bedeutet der Schwal für Sie? Ist der Neu-Ulmer Schwal für Sie ein Ort der Ruhe und Erholung oder ein Ort, an dem auch mal das ein oder andere Fest ausgerichtet werden sollte oder andere Aktivitäten stattfinden können?"

Ergebnis der Umfrage:

Umfrage zum Schwal
Der Schwal auf der Neu-Ulmer Insel ist für mich ein Ort der...
Ruhe und Erholung: 75.76%
 
Aktivität und Festivität: 24.24%
 
Bürgerinnen und Bürger hören beim Bürgerworkshop zur Neugestaltung des Schwals den Ausführungen eines Redners zu. Der Referent zeigt parallel dazu eine Powerpoint-Präsentation neben ihm an der Wand.
Bürgerworkshop zur Neugestaltung des Schwals

Bürgerworkshop
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurde am 28. April 2016 auch ein Bürgerworkshop durchgeführt. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger verfolgten mit Interesse die Vorträge der Fachplaner zum Uferweg und zur Neugestaltung des Schwals. In der darauf folgenden Diskussionsrunde wurde der wertvolle alte Baumbestand hervorgehoben, der erhalten werden sollte. Die Planungen für einen neuen Uferweg als Flaniermöglichkeit zwischen dem Schwal und dem Brückenhaus stießen bei den Teilnehmern auf Ablehnung. Der Schwal solle ein Ort der Ruhe und Erholung bleiben, so der allgemeine Tenor. Veranstaltungen könnten stattfinden, aber eher in ruhigerem Rahmen.

Anschließend ging es um die konkreten zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten. Wie soll der Schwal gestaltet werden? Welche Funktionen soll dieser Ort erfüllen? Die Ideen waren vielfältig und reichten vom Bootsanleger für Boote auf der Kleinen Donau bis zur Stärkung der Biotope in diesem Bereich. Angesprochen wurden auch Themen wie der Zugang zum Wasser, die Lage der Brücke oder der Standort des Spielplatzes. 

Weitere Hintergründe

Qualitative Verbesserungen am Donauufer
Das Neu-Ulmer Donauufer ist ein Ort der Begegnung, des Flanierens und Schauens, ein Ort für kulturelle Ereignisse und Feste, ein Ort der (täglichen) Erholung, der Aktivitäten und auch der Ruhe. Ein Ort, dessen Bedeutung für die Gesamtstadt kaum hoch genug eingeschätzt werden kann.
Der Neu-Ulmer Stadtrat hat dies erkannt. Mehrere Planungen und Projekte wurden angeschoben, um am Donauufer qualitative Verbesserungen zu erreichen: Als übergeordnete strategische Planung wurde die Aufstellung des „Masterplans Innenstadt“ in die Wege geleitet. Als erster wichtiger Schritt soll der Lückenschluss der Uferpromenade unter der Gänstorbrücke realisiert werden. Im Bereich des Jahnufers und am Donaucenter sollen die öffentlichen Räume im kommenden Jahr erneuert und attraktiver gestaltet werden.
Auf der Insel wurde mit den Neubauten der Sparkasse und der Neugestaltung der Straßen und Wege bereits viel erreicht. In diesem Zusammenhang ist die Neugestaltung des Schwals ein wichtiges Glied in einer Kette von Maßnahmen zur Verschönerung und Attraktivitätssteigerung des Neu-Ulmer Donauufers.

Gestaltungsvorschläge des Planungsbüros
Für den Schwal wurden daraufhin erste Gestaltungsvorschläge entwickelt:
Gestaltungskonzept Schwal (PDF, 3 MB) - Quelle: Büro Köber-Landschaftsarchitektur, Stuttgart

Planungsvariante III "Außen – Innen"
"Der Schwal formt an seinem östlichen Ende einen besonderen Inselkopf, der einen kleinen Park einschließt. Ein Rundweg umfasst die grüne Insel und führt entlang der Kleinen und der großen Donau. Der Weg führt zu differenzierten Ufern, zu einem den Weg begleitenden Spielband, zu einer Sitzstufenanlage entlang der großen Donau und weiter zum Uferweg in Richtung Westen. Das Konzept baut auf der ursprünglichen Idee einer grünen Insel im Herzen des Schwals auf." (Büro Köber-Landschaftsarchitektur, Stuttgart)

Vorschlag der Stadtverwaltung mit Begründung:
Als räumliches Leitbild für den Schwal wird vorgeschlagen, die Variante Außen – Innen weiter zu verfolgen.
Der konzeptionelle Ansatz passt bei diesem Vorschlag am besten zur begrenzten Fläche auf dem Schwal. Die einfache und klare Grundstruktur ermöglicht eine große Flexibilität für unterschiedliche Nutzungsanforderungen. Ein Abrücken des Spielbereichs von einem künftig leicht und gut zugänglichen Donauufer erscheint aus Gründen der Sicherheit sinnvoll.

Der Schwal als Ort der Ruhe und Erholung
Wegen der geringen Größe des Schwals und der Seltenheit von Orten der Ruhe in der belebten und belasteten Innenstadt soll der Charakter des Schwals bewahrt werden. Dies schließt gelegentliche größere Veranstaltungen nicht aus. Sie sollten auf wenige Tage im Jahr beschränkt sein (Schwör-Wochenende, Donaufest). Zudem sollten kleinere Kulturveranstaltungen ermöglicht werden. Dies setzt aber eine minimale Infrastruktur voraus, die geschaffen werden müsste. Inwieweit diese Infrastruktur in das Gestaltungskonzept integriert werden kann, wird im weiteren Planungsprozess untersucht. Gebäude und Außenflächen für eine durchgängig zu betreibende Gastronomie sind mit dem Charakter und dem Flächenangebot des Ortes nicht vereinbar.

Uferweg
Der Uferweg dient der ruhebezogenen Nah- und Kurzzeiterholung und kann dazu beitragen, sowohl den Hof der Sparkasse als auch den Schwal in einer Weise zu beleben, die der Situation angemessen ist.
 

Der Schwal auf der Neu-Ulmer Insel an der Donau, Parkanlage mit Wiese, Bäumen und Bänken