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Stadtteilplätze in Neu-Ulm

Der öffentliche Raum ist der Raum, der die Stadt zusammen hält. Die Stadt und ihre Stadtteile benötigen Orte, an denen Gesellschaft erlebbar ist. Der Neu-Ulmer Stadtrat hat daher ein Programm zur Entwicklung von Stadtteilplätzen beschlossen. In den Stadtteilen Wiley-Süd, Ludwigsfeld und Pfuhl sollen nach und nach neue Stadtteilplätze unter Beteiligung der Bürgerschaft entstehen. Der Stadtteilplatz Offenhausen wurde im Herbst 2014 fertiggestellt.

Stadtteilplatz Wiley-Süd

In Wiley-Süd soll ein Stadtteilplatz als lebendiges Zentrum des Wohngebietes entstehen. Bereits im Mai 2014 waren interessierte Bürger zu einer Informations- und Beteiligungsveranstaltung eingeladen, um Anregungen und Vorschläge zur Gestaltung des Platzes einzubringen. Es konnten erste Kriterien zur Platzgestaltung erarbeitet werden, die den Planungsbüros für die Erarbeitung unterschiedlicher Konzepte zur Verfügung gestellt wurden.

Die Entwürfe der Planungsbüros wurden anschließend im Neu-Ulmer Rathaus ausgestellt. Mit dem 1. Platz wurde das Büro Köber Landschaftsarchitektur aus Stuttgart ausgezeichnet. Der 1. Platz wurde im Dezember 2014 im Rahmen einer Infoveranstaltung von Herrn Jochen Köber vom gleichnamigen Landschaftsarchitekturbüro der Öffentlichkeit vorgestellt.

Luftbild vom Wohngebiet Wiley-Süd in Neu-Ulm, eine rot markierte Fläche an der Edisonallee zeigt die Lage des künftigen Stadtteilplatzes.
Perspektivischer Entwurfsplan Stadtteilplatz Wiley-Süd (Quelle: Landschaftsarchitekturbüro Köber, Stuttgart)

Hintergrund:

Im Jahr 1998 wurde mit der Besiedelung des einstigen Militärareals begonnen. Heute ist Wiley-Süd ein eigenständiges Stadtviertel mit über 3.000 Einwohnern. Die baulichen Tätigkeiten sind nahezu abgeschlossen. Als eine der letzten Maßnahmen im öffentlichen Raum soll nun der von Anfang an im städtebaulichen Konzept vorgesehene Stadtteilplatz entwickelt werden.

Luftbild vom Wohngebiet Wiley-Süd in Neu-Ulm, eine rot markierte Fläche an der Edisonallee zeigt die Lage des künftigen Stadtteilplatzes.
Lage des künftigen Stadtteilplatzes Wiley-Süd an der Edisonallee

Stadtteilplatz Offenhausen

Die Schillerstraße in Offenhausen im Bereich zwischen der St.- Albert-Kirche und der Oststadt-Grundschule wurde zu einem Stadtteilplatz ausgebaut.
Der Stadtteilplatz besteht aus zwei Flächen, die den Anfang und das Ende der neuen Ortsmitte definieren. Verbunden werden die Platzflächen durch einen Wegeraum, der in Form einer Welle zum südlich gelegenen Rasen abgegrenzt ist. Die mit einem hellen Betonpflaster belegten Platzflächen bilden einen Kontrast zu der angrenzenden dunkleren Asphaltfläche.   

Der neue Stadtteilplatz soll als Ort der Begegnung, als Treffpunkt für Jung und Alt dienen, hier sollen verschiedene Veranstaltungen stattfinden können. So bieten die vier Sitzbänke auf dem Platz die Möglichkeit zum Verweilen. Im östlichen Bereich können das Offenhausener Sommerfest und der Adventsbasar stattfinden. Es gibt genug Platz, um ein Zelt aufzustellen, sowie Strom- und Wasseranschlüsse.
Damit die Tradition von Weihnachts- und Maibaum in Offenhausen beibehalten werden kann, wurde auf der westlichen Seite ein Baumhalter eingebaut.
Im östlichen Platzbereich wurden in der Nähe des Eingangs zum Kindergarten drei Stellplätze ausgewiesen. Dort können Eltern, die ihre Kinder bringen oder abholen, kurz parken.
Der vorhandene Baumbestand konnte fast vollständig erhalten bleiben, im Frühjahr werden zusätzlich drei Bäume gepflanzt.

Die Bauarbeiten wurden  im September 2014 abgeschlossen.
Die Stadt hat für die Maßnahme Mittel in Höhe von 300.000 Euro bereitgestellt.

Im Oktober 2015 luden die Stadt Neu-Ulm und die Offenhausener InteressensGemeinschaft (OIG) zur feierlichen Einweihung des Stadtteilplatzes ein.

Der Stadtteilplatz in Offenhausen mit Sitzmöglichkeiten und Bäumen
Der neue Stadtteilplatz in Offenhausen

Hintergrund:

Offenhausen ist mit rund 6.500 Einwohnern einer der größten Stadtteile Neu-Ulms. Als Wohnstandort ist Offenhausen sehr beliebt. Das zeigt das stetige Wachstum des Stadtteils über Jahrzehnte und auch die Nachfrage nach Bauland.
Eine eigentliche Ortsmitte hat sich bei diesem Wachstum, das sich baulich in vielen kleinen Schritten vollzogen hat, nicht entwickeln können. Hier bestand Nachholbedarf. Der neue Stadtteilplatz wurde als Ort der Begegnung gestaltet, um diese Lücke zu schließen.