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Fairtrade

Die Stadt Neu-Ulm will Fairtrade-Stadt werden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat der Verwaltung im Juni 2016 den Auftrag erteilt, an der europaweiten Kampagne Fairtrade-Towns teilzunehmen und die Auszeichnung Fairtrade-Stadt anzustreben.

Was steht hinter dem Begriff "Fairtrade" beziehungsweise "Fairer Handel"?
Der Faire Handel hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Produzenten und Arbeitern in Entwicklungsländern menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu sichern. Wie viele andere Gemeinschaften und Kommunen unterstützt auch die Stadt Neu-Ulm diese Idee aktiv. Die Stadt und die eigens dafür eingesetzte Steuerungsgruppe arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die notwendigen Bedingungen zu erfüllen.

Auf dem Weg zur Fairtrade-Town Neu-Ulm

Schon 460 deutsche Kommunen wurden mit dem begehrten Zertifikat als Fairtrade-Town ausgezeichnet. Vergeben wird es von der unabhängigen Initiative „TransFair Deutschland“, die die Vergabe des Siegels von fünf Bedingungen abhängig macht.

Das sind die Bedingungen:

  1. Ratsbeschluss
    Den erforderlichen Ratsbeschluss haben die Neu-Ulmer Stadträte 2016 gefällt.

  2. Steuerungsgruppe
    Im Herbst 2016 wurde eine Steuerungsgruppe für dieses Vorhaben Fairtrade-Stadt Neu-Ulm gebildet. Die Teilnehmer der Gruppe koordinieren die lokalen Aktivitäten und vernetzen die Akteure miteinander. Mit dabei sind Vertreter aus Wirtschaft, Kirche, Schule, Hochschule, Landwirtschaft und Politik. Die Gruppe hat auch den Dialog mit der Stadt Ulm aufgenommen, um künftig gemeinsam Deutschlands erste Fairtrade-Doppelstadt zu bilden. Ulm ist bereits seit 2014 Fairtrade-Town.

  3. Fairtrade-Produkte im Sortiment
    Die Neu-Ulmer Wirtschaft und Bevölkerung wird mit ins Boot geholt: Einzelhändler und Gastronomen bieten mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel an, auch öffentliche Institutionen und Vereine verwenden eine Auswahl fair gehandelter Erzeugnisse.
    Im Neu-Ulmer Rathaus wird fair gehandelter Kaffee angeboten. Hinzukommen wird fair gehandelter Zucker.

  4. Zivilgesellschaft
    Zum Programm gehören außerdem Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel, beispielsweise Projekte an Schulen. Um das Fairtrade-Siegel zu erlangen, ist es nötig, dass in mindestens einer Schule, einem Verein, und einer Kirchengemeinde Neu-Ulms ebenfalls Fairtrade-Produkte verwendet werden.
    Eine Fairtrade-Schule gibt es in Neu-Ulm bereits: Das Lessing-Gymnasium. Hier setzen sich die Schüler bereits seit Jahren für gerechtere Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt ein. Das Lessing Gymnasium wurde bereits als Fairtrade-School ausgezeichnet.

  5. Öffentlichkeitsarbeit
    Um das Fairtrade-Label zu erhalten, ist es auch wichtig, dass lokale Medien über Hintergründe und Aktionen der Fairtrade-Bemühungen Neu-Ulms berichten.

INFO:
Bürger, die die Stadt Neu-Ulm auf ihrem Weg zur Fairtrade-Stadt mit eigenen Initiativen, Aktionen oder als Helfer unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen, sich bei der Verwaltung zu melden.
Nicht nur die Stadt Neu-Ulm strebt übrigens das Fairtrade-Siegel an, sondern auch auf Landkreisebene werden solche Pläne diskutiert.

Stadt Neu-Ulm
Augsburger Straße 15
89231 Neu-Ulm

Tel. (0731) 7050-0 
Fax (0731) 7050-6198
E-Mail: info@neu-ulm.de

Weitere Informationen:
www.fairtrade-towns.de