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1. Stolperstein-Verlegung am 14. September 2015

Ein Zeichen gegen das Vergessen: Die ersten Stolpersteine in Neu-Ulm

Zehn Stolpersteine gibt es seit Montag, 14. September 2015, in der Stadt Neu-Ulm. Zehn kleine Steine, die versuchen, die Erinnerung an Menschen am Leben zu erhalten, die ihr Leben unter der Nazi-Herrschaft im zweiten Weltkrieg verloren haben. Jeder Stein steht für ein Opfer des Nationalsozialismus. Jeder Stein steht für das unsagbare Leid, das diesen Menschen widerfahren ist. 

Jeder Stein soll die Menschen dazu auffordern, nicht zu vergessen.

Auf der Messingplatte der Stolpersteine sind die persönlichen Daten der Opfer, Name, Geburts- und Sterbejahr sowie Ort des Todes, eingraviert. In Neu-Ulm wurden am 14. September 2015 zehn dieser Steine zum Gedenken an zehn jüdische und während des Holocaust ermordete Mitbürger in den Bordstein eingelassen. Der Künstler Gunter Demnig hat jeden der zehn Steine nicht nur selbst gestaltet, sondern auch selbst an insgesamt vier Stellen in der Stadt verlegt.

Im Vorfeld hatte ein Team um die Rathausmitarbeiter Mareike Kuch und Kevin Geilen die Biographien der zehn Opfer ausführlich und lückenlos recherchiert. „Mühevolle Kleinstarbeit“ sei das teilweise gewesen, sagen die beiden und verweisen auf all diejenigen, die die Mammutarbeit „Recherche“ gestemmt haben: Die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe der Christoph-Probst-Realschule und der Inge-Aicher-Scholl-Realschule sowie der Neu-Ulmer Hans-Peter Hartmann.

Die 10 verlegten Stolpersteine sollen erinnern an:

   Familie Bissinger
   (Heinrich Leopold, Berta, Max. Sofie, Daniel und Betty Bissinger, Augsburger Straße 34)
   Jakob und Regina Karnowski (Beethovenstraße 11)   
   Siegmund Liebermann (Ludwigstraße/Ecke Bahnhofstraße)   
   Alfred Neuburger (Schützenstraße 38).

Bilder von der Erstverlegung