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Entwürfe der neuen Gänstorbrücke ausgestellt

Entwurf der neuen Gänstorbrücke über die Donau

So könnte die neue Gänstorbrücke einmal aussehen. (Visualisierung: © KLÄHNE BUNG Ingenieure)

17. Februar 2020   –   Die Gänstorbrücke, die die Städte Ulm und Neu-Ulm über die Donau hinweg verbindet, muss neu gebaut werden. Aufgrund der Bedeutung des Bauwerks und der Ansprüche an seine Gestaltung wurde ein Realisierungswettbewerb initiiert. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden jetzt bei einer Ausstellung im Ulmer Stadthaus am Münsterplatz und in der Neu-Ulmer Glacis-Galerie öffentlich präsentiert.

Gezeigt werden insgesamt zehn eingereichte Modelle mit den zugehörigen Plänen. Mit dabei sind auch die drei erstplatzierten Entwürfe, die ein Preisgericht, bestehend aus Architekten, Ingenieuren Gemeinde- und Stadträten aus Ulm und Neu-Ulm ausgewählt hat.
 

Ausstellung der Entwürfe

19. bis 25. Februar 2020 im Stadthaus Ulm:
Die Ausstellung wird am Mittwoch, 19. Februar, um 12 Uhr von Ulms Baubürgermeister Tim von Winning  und Neu-Ulms 2. Bürgermeisterin, Antje Esser, eröffnet. Die Modelle und Pläne sind bis einschließlich 24. Februar im Stadthaussaal zu sehen. Das Stadthaus ist montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. 

2. bis 11. März 2020 in der Glacis-Galerie Neu-Ulm:
Nach der Ausstellung im Stadthaus wandert die Ausstellung über die Donau in die Neu-Ulmer Glacis-Galerie und ist hier vom 2. bis zum 11. März zu den üblichen Öffnungszeiten des Centers zu sehen.
 

Reminiszenz an das alte Bauwerk

"Der Siegerentwurf fügt sich unaufdringlich in das Stadtbild ein und entwickelt die bestehende Brücke technisch weiter", sagt Roswitha Schömig, Leiterin des Sachgebiets Ingenieurbauwerke der Stadt Ulm. Die extrem schlanke Figur der Brücke soll beibehalten werden, ebenso die Widerlager- und Bastionswände, die zu Aussichtbastionen weiterentwickelt werden könnten. Ziel ist ein Bauwerk, "das Ort und Geschichte nicht negiert, sondern fortschreibt und dem Betrachter vermittelt", wie es das Berliner Ingenieurbüro formuliert.

Dies gilt auch hinsichtlich des Ingenieursgeists des Bauingenieurs Ulrich Finsterwalder, dem sich die Planerinnen und Planer verpflichtet fühlen. Mit der Gänstorbrücke baute Finsterwalder Anfang der 1950er Jahre eine der ersten Spannbetonbrücken Deutschlands. Die künftige Brücke soll, neuen Anforderungen und effektiverem Materialeinsatz geschuldet, eine Stahlkonstruktion sein.
 

Auswahlverfahren

Den Beschluss zum Ersatzneubau werden der Ulmer Gemeinderat und der Neu-Ulmer Stadtrat, voraussichtlich bis zum Herbst 2020, treffen. Die Stadt Ulm ist federführend in dem Projekt und hatte den Realisierungswettbewerb ausgelobt, aus dem die jetzigen Entwürfe ausgewählt wurden.

Für die Auswahl waren unter anderem folgende Kriterien ausschlaggebend: städtebauliche Einbindung in die Umgebung, architektonische Gestaltung, statisch-konstruktive Konzeption, technische Realisierbarkeit, Funktionalität, Eingriffe in den Verkehr, verkehrsplanerische Funktion sowie die Wirtschaftlichkeit hinsichtlich Herstellung, Erhaltung und Unterhalt.
 

Zeitplan

Der Baubeginn der neuen Brücke ist für das Jahr 2024 anvisiert. Bis dahin müssen verschiedene Gutachten und Prüfungen, etwa hinsichtlich Umwelt und Wasserrecht, durchgeführt werden. Der Bau der neuen und der Abbau der alten Brücke sollen stückweise so erfolgen, dass der Verkehr aufrechterhalten werden kann. Während eine Seite der alten Brücke abgerissen wird, kann der Verkehr noch auf der anderen Seite fließen. Zeitgleich wird der erste Strang des Neubaus errichtet. Gänzlich in Betrieb genommen werden soll der Neubau dann 2025.
 

Extra Fahrspur für Busse und Rettungskräfte

Mitte Februar 2020 wurde die Breitenbegrenzung auf der Gänstorbrücke in Betrieb genommen. Die Spur steht über eine Schleusenanlage ausschließlich PKW mit einer maximalen Breite von 2,10 m (gemessen inklusive der Außenspiegel) zur Verfügung. Die Überfahrt durch LKW soll damit zuverlässig unterbunden werden, um die Lebensdauer und damit die Nutzbarkeit der Brücke bis zum Neubau ab 2024 garantieren zu können.

Busse und Rettungskräfte erhalten eine extra Fahrspur. Hier ist die Durchfahrt mit einer Schranke geregelt, die sich durch die zugelassenen Fahrzeuge öffnen lässt. Die Schrankenlage ging am 27. Februar 2020 in Betrieb. Sie ermöglicht Bussen, Rettungskräften der Feuerwehr und des THW sowie anderen Berechtigten, die im Dienst der Allgemeinheit unterwegs sind, die Überfahrt.

(Aktualisiert am 27.02.2020)

 

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