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Stadt Neu-Ulm unterstützt den Neu-Ulmer Tafelladen

3. April 2020   –   Der Tafelladen in Neu-Ulm ist, wie auch die übrigen Tafelläden in der Region, aufgrund der Corona-Pandemie seit gut zwei Wochen geschlossen. Die Verteilung von Lebensmitteln und Produkten wurde eingestellt. Durch die Schließung sollten sowohl die Kunden, als auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ansteckungen geschützt werden.

Um bedürftige Personen auch weiterhin mit Lebensmitteln und wichtigen Produkten versorgen zu können, hat das Bayerische Rote Kreuz als Träger des Neu-Ulmer Tafelladens in Zusammenarbeit mit der Stadt Neu-Ulm nach einer Lösung gesucht – und diese auch gefunden: Die Stadt Neu-Ulm stellt für die Ausgabe von Lebensmitteln die Mensa in der alten Fachhochschule zur Verfügung. Die Räumlichkeit bietet ausreichend Platz, um unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln tätig zu sein. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer packen hier für die Kundinnen und Kunden des Tafelladens ab sofort Tüten mit Lebensmitteln und anderen Produkten. Jede fertig gepackte Tüte kostet 2 Euro. Die Ausgabe der Tüten erfolgt immer mittwochs von 13 bis 15 Uhr direkt vor Ort in der Steubenstraße.

Für Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg war es eine Selbstverständlichkeit, dass sich die Stadt Neu-Ulm unterstützend bei der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit einbringt. „Wir erleben eine außergewöhnliche Zeit, die uns als Gesellschaft einiges abverlangt. Nur wenn wir zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, kann es uns gelingen, die vor uns liegende Herausforderung zu bewältigen. Die Tafelläden sind für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger eine große Hilfe und im täglichen Leben unentbehrlich. Diese Hilfe darf einfach nicht wegbrechen. Die Mensa der alten Fachhochschule ist frei und geeignet, also stellen wir diese auch gerne unentgeltlich zur Verfügung“, so Noerenberg.

Stefan Kast, der Geschäftsführer des BRK Neu-Ulm, ist ebenfalls froh, eine schnelle und unbürokratische Lösung gefunden zu haben. „Das BRK ist sich seiner Verantwortung für die Schwächeren unserer Gesellschaft bewusst und tut alles, um bestmöglich zu helfen. Wir haben außergewöhnliche Zeiten, also suchen wir nach außergewöhnlichen und praktikablen Lösungen“.

INFO:
Bürgerinnen und Bürger, die mit wenig Geld auskommen müssen, erhalten von der Stadt Neu-Ulm eine Kundenkarte für den Tafelladen. Mit dieser Karte können Angebote der Tafelläden in Neu-Ulm und Ulm genutzt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Auch die Aktion 100.000 der Südwest Presse unterstützt die Tafelläden in der Region. In den vergangenen Tagen wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Inzwischen sind bereits mehr als 70.000 Euro für die Tafelläden in den Städten Neu-Ulm und Ulm, dem Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Neu-Ulm zusammengekommen.