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390 neue Parkplätze in der Innenstadt

Foto vom Einfahrtsbereich des Parkhauses am Bahnhof mit Absperrband und Sperrschildern

Das Parkhaus am Bahnhof wurde im Mai 2016 aus Sicherheitsgründen von der Stadt Neu-Ulm gesperrt. (Bild: Stadt Neu-Ulm)

14. Juli 2016   -   Am 10. Mai musste die Stadt Neu-Ulm das Parkhaus am Bahnhof kurzfristig wegen mangelnder Standsicherheit schließen. Als Ersatz für die weggefallenen 392 Parkplätze will die Stadt im Wohnquartier „Grüne Höfe“ eine Tiefgaragenebene erstellen lassen. Läuft alles nach Plan, könnten die öffentlichen Parkplätze in der Tiefgarage ab Ende 2018 genutzt werden.

Das Wohnquartier "Grüne Höfe"
Die Grünen Höfe in Neu-Ulm sind ein Wohnbauprojekt des Bauträgers Realgrund nördlich der Bahnlinie und westlich der Hermann-Köhl-Straße. Hier sollen in den kommenden Jahren neue Wohnungen und Räumlichkeiten für Dienstleistungen entstehen.

390 neue Parkplätze
Auf der Suche nach neuen und dauerhaften Ersatzparkmöglichkeiten für das geschlossene Parkhaus am Bahnhof hat die Stadtverwaltung das Gespräch mit Realgrund gesucht. Schlussendlich wurden sich Verwaltung und Bauträger handelseinig: In einer dritten unterirdischen Parkebene sollen 390 öffentliche Stellplätze entstehen. Die Kosten pro Platz wurden auf maximal 30.000 Euro festgesetzt. Die Tiefgaragenebene wird über eine eigene Zu- und Abfahrt, separate Zugänge und ein eigenes Fahrstuhlsystem verfügen. Die Gesamtkosten für die Parkebene werden sich auf rund 11,7 Millionen Euro belaufen. Finanziert werden soll das Ganze über Rücklagen, die die Stadt in den vergangenen Jahren gebildet hat. „Von Vorteil ist auch das niedrige Zinsniveau“, so Stadtkämmerer Berthold Stier. „Zudem steht die Stadt Neu-Ulm glücklicherweise finanziell gut da.“

Nutzung der Parkplätze voraussichtlich ab Ende 2018 möglich
Die Stadtverwaltung hat nun die Aufgabe, die bisher verhandelten Details in unterschriftsreife Verträge zu fassen. Läuft alles nach Plan, könnten die öffentlichen Parkplätze in der Tiefgarage von Dauerparkern und Pendlern ab Ende 2018 genutzt werden.

Parkhaus am Bahnhof wird abgerissen
Gedanken machen muss sich die Verwaltung nun auch über das Areal, auf dem das nicht mehr nutzbare Parkhaus am Bahnhof steht. „Das Parkhaus wird über kurz oder lang abgerissen“, sagt Oberbürgermeister Gerold Noerenberg. Solange jedoch noch nicht sicher ist, welche Nutzungsmöglichkeiten bestehen, tendiere er dazu, das Gebäude stehen zu lassen. „Es ist nicht einsturzgefährdet. Die Sicherheit ist also gegeben. Und ein abgesperrtes Gebäude sieht immer noch besser aus als eine brachliegende und unbebaute Fläche“. 

Künftige Nutzung des Grundstücks an der Bahnhofstraße
Die Verwaltung lotet in den kommenden Wochen aus, welche Nutzungsmöglichkeiten für das Grundstück in Frage kommen und stellt diese anschließend dem Neu-Ulmer Stadtrat zur Beschlussfassung vor.
Denkbar wäre laut Noerenberg und Stier ein ansprechendes Gebäude, in dem im Erdgeschoss Einzelhandel und in den Obergeschossen Büros und Dienstleistungen untergebracht werden können. Es wäre auch möglich, hier Teile der Neu-Ulmer Stadtverwaltung unterzubringen, denn „das Rathaus platzt sprichwörtlich aus allen Nähten. Wir haben nicht einen einzigen Schreibtisch mehr frei“, beschreibt Noerenberg die angespannte Platzsituation im Neu-Ulmer Rathaus an der Augsburger Straße.
Die Verwaltung geht davon aus, dem Stadtrat im zweiten Halbjahr Alternativen für die Bebauung des Areals vorlegen zu können.