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Aufbruch in die Welt der Moderne: Neue Ausstellung im Kunstmuseum

Das Edwin Scharff Museum Neu-Ulm zeigt ab 23. November die Mitbegründer der Hamburgischen Sezession, das Künstlerpaar Dorothea Maetzel-Johannsen und Emil Maetzel

Expressionistisches Gemälde mit zwei weiblichen Akten mit verschränkter Körperhaltung

Bedeutend im Hamburger Expressionismus: Dorothea Maetzel-Johannsens Gemälde "Überredung", 1919 (© Sammlung Tobeler, Foto: Michael Hensel)

25. Oktober 2019   –   Ein Künstlerpaar, das Anfang des 20. Jahrhunderts gemeinsam in die Moderne aufbrach, zeigt das Edwin Scharff Museum am Neu-Ulmer Petrusplatz vom 23. November 2019 bis 15. März 2020.

Emil Maetzel (1877-1955), gelernter Architekt, war als Maler Autodidakt, ebenso wie seine Frau Dorothea Maetzel-Johannsen (1886-1930). Sie besuchte zwar eine Zeichenschule, verfügte als Künstlerin aber auch über keine professionelle Ausbildung. Wie das norddeutsche Künstlerehepaar Dorothea Maetzel-Johannsen und Emil Maetzel zur künstlerischen Avantgarde Hamburgs avancierte und maßgeblich an der Gründung der Hamburger Sezession beteiligt war, zeichnet die Ausstellung „Ein Künstlerpaar der Moderne. Emil Maetzel und Dorothea Maetzel-Johannsen“ nach.

Mit über 150 Gemälden, Plastiken, graphischen Arbeiten und Fotografien ermöglicht die 2017 vom Kunstmuseum Stade erarbeitete und Anfang diesen Jahres im August-Macke-Haus in Bonn gezeigte Ausstellung den bislang umfassendsten Einblick in das Werk des Künstlerpaares und in ein bedeutsames Kapitel des Hamburger Expressionismus. Die sehenswerte Ausstellung speist sich aus dem Bestand des Hamburger Sammlers Tim Tobeler. Er erforscht seit Jahren das Werk der beiden und verfügt neben dem Nachlass der Familie Maetzel über den größten Werkkomplex der beiden Künstler.

Hamburg hatte schon vor 1914 zahlreiche Förderer des Expressionismus und besonders der Künstlergemeinschaft der „Brücke“ zu verzeichnen. Mit der Gründung der Hamburgischen Sezession 1919 kommt es zur Weiterentwicklung der expressionistischen Formensprache in der Kunst der Hansestadt, an dem das Malerpaar Maetzel einen entscheidenden Anteil hat. 1958, drei Jahre nach Maetzels Tod, zeigte der Hamburger Kunstverein eine erste umfassende Retrospektive des Künstlerpaars, die alle Phasen seines Werkes umfasste. Die Ausstellung „Ein Künstlerpaar der Moderne“ knüpft an diese Retrospektive an.

Ausstellungseröffnung:
Ein erster, kostenloser Blick ist am Freitag, 22. November, ab 18.30 Uhr bei der Vernissage möglich. Oberbürgermeister Gerold Noerenberg und Museumsleiterin Dr. Helga Gutbrod werden die Ausstellung eröffnen. Anschließend führt Professor Dr. Rüdiger Joppien, ehemaliger Leiter der Sammlung Moderne des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg und Autor des Ausstellungskatalogs, in die Ausstellung ein. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Claudia Bertele (Gesang) mit Galina Khan am Klavier.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Vermittlungsprogramm begleitet, wie etwa einer Sammler-Führung mit Tim Tobeler am 26. Januar 2020, literarischen Rundgängen oder Führungen mit einer Schriftdolmetscherin. Einen gender-bewussten Blick auf die Maetzels wirft am Weltfrauentag (8. März 2020) Silke Tobeler, Betreiberin des Blogs „female gaze“. Als neues Vermittlungsangebot wird es ab 11. Dezember „Kunst am Mittag“ mit Dr. Helga Gutbrod geben. Nach einer halbstündigen Betrachtung ausgewählter Bilder um 12.30 Uhr folgt eine genussvolle Mittagspause im Museumscafé.

Daten zur Ausstellung:
Eröffnung: 22. November 2019 um 18.30 Uhr
Ausstellungsdauer 23. November 2019 bis 15. März 2020

„Ein Künstlerpaar der Moderne. Emil Maetzel und Dorothea Maetzel-Johannsen“. ist vom 23. November 2019 bis 15. März 2020 dienstags und mittwochs von 13 bis 17, donnerstags und freitags von 13 bis 18, sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.
Die Ausstellung wird begleitet von einem Katalog mit vielen Abbildungen.

Folder zur Ausstellung:
Ein Künstlerpaar der Moderne (PDF, 800 KB)

Edwin Scharff Museum
Petrusplatz 4
89231 Neu-Ulm

Tel. 0731-7050-2555
www.edwinscharffmuseum.de