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Bodenverunreinigungen im Gebiet "Ulmer Riedteile"

Ergebnisse des städtebaulichen Ideenwettbewerbs zu den "Ulmer Riedteilen"

31. Juli 2017 - Im Nordwesten Ludwigsfelds entwickelt die Stadt Neu-Ulm das neue Baugebiet „Ulmer Riedteile“. Rund 400 neue Wohneinheiten sollen hier in den kommenden Jahren entstehen. Das Bauleitplanverfahren für das Gebiet läuft seit Anfang 2017. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde nun geprüft, ob im Plangebiet Altlasten oder schädliche Bodenveränderungen vorhanden sind.

Entsprechende Oberbodenuntersuchungen im Bereich des Biotops inmitten des Gebiets haben ergeben, dass der Boden mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, sogenannten PAK, belastet ist. Diese stammen vermutlich aus unvollständigen Verbrennungsprozessen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass an dieser Stelle in der Nachkriegszeit Müll abgelagert und verbrannt worden ist.
Eine Gefahr für die Anwohner und ihre Grundstücke besteht nicht, da die festgestellten Schadstoffe nicht ausgasen. Direkter Bodenkontakt innerhalb der Biotopfläche sollte jedoch vermieden werden, damit verunreinigte Bodenpartikel weder über den Mund noch über die Atemwege in den Körper gelangen.
Die Stadtverwaltung hat daher eine entsprechende Beschilderung angebracht und weist darauf hin, dass das Biotop nicht betreten werden darf.

Aufgrund der Schadstoffbelastung müssen Bäume und Sträucher im betreffenden Gebiet im kommenden Winter gerodet und anschließend der Boden ausgetauscht werden. „Wir bedauern sehr, dass wir diesen alten und ortsbildprägenden Baumbestand nicht erhalten können. Um die Altlasten zu entfernen, bleibt uns allerdings nichts anderes übrig, als das Gehölz zu roden. Umweltbelange, also der Schutz von Mensch, Umwelt und Grundwasser gehen einfach vor“, sagt Karen Bounaga, verantwortliche städtebauliche Planerin im Neu-Ulmer Rathaus. Für die Entfernung der Gehölze wird im Rahmen der Umsetzung des Bebauungsplans ein entsprechender Ausgleich erfolgen.
In der vergangenen Woche gab es im Gebiet der Ulmer Riedteile auch Kampfmitteluntersuchungen, um zu klären ob noch gefährliche Hinterlassenschaften aus dem 2. Weltkrieg im Boden zu finden sind. Diese Untersuchungen ergaben keine relevanten Funde.

Ein zeitlicher Verzug wird aufgrund der Altlastenbeseitigung derzeit nicht erwartet. Die Verwaltung geht nach wie vor davon aus, dass im Jahr 2020 mit den Erschließungsarbeiten für das Gebiet begonnen werden können.

Weitere Informationen zu den "Ulmer Riedteilen"