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Oberbürgermeister Noerenberg fordert: Mehr Polizisten für die Stadt Neu-Ulm

Gruppenfoto der Teilnehmer des Sicherheitsgespräches im Treppenhaus des Neu-Ulmer Rathauses

Die Teilnehmer des Sicherheitsgespräches im Neu-Ulmer Rathaus (Foto: Stadt Neu-Ulm)

5. Juni 2019   –   Ende Mai trafen sich Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, Vertreter des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West und Vertreter des Landkreises Neu-Ulm im Rathaus zu dem jährlich stattfindenden gemeinsamen Sicherheitsgespräch. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die aktuelle Sicherheitslage in der Stadt Neu-Ulm.

Gespräche zeigten, dass die Kriminalitätszahlen in der Stadt im vergangenen Jahr stark angestiegen sind. Die Häufigkeitszahl betrug im Jahr 2017 in der Stadt Neu-Ulm noch 6.629. Im Jahr 2018 wurden 7.574 Fälle verzeichnet. Zum Vergleich hierzu: Die Häufigkeitszahl in Kempten lag im Jahr 2018 bei 6.294, in Memmingen bei 6.023 und in Ulm bei 7.380.

„Die Stadt Neu-Ulm ist, was die Kriminalitätshäufigkeit anbelangt, führend im gesamten Gebiet Schwaben Süd/West. Eine traurige Spitzenreiterrolle, die ich so nicht hinnehmen kann und will“, sagt Oberbürgermeister Noerenberg. Aus diesem Grund fordert er nun zum wiederholten Male, zuletzt in Zusammenhang mit der geplanten Einrichtung einer Anker-Dependance  im Neu-Ulmer Starkfeld, und auch mit Blick auf die Kriminalität an der Caponniere 4 und in Bezug auf die Asyl-Gemeinschaftsunterkunft in der Reuttier Straße, die Aufstockung der Polizeikräfte in der Stadt.

„Es kann nicht sein, dass wir hier in Neu-Ulm mit dieser Problematik allein gelassen werden. Wenn keine zusätzlichen Polizeikräfte für die Inspektion in Neu-Ulm zur Verfügung stehen, bestehe ich darauf, dass Kräfte aus Städten abgeordnet werden, die weniger drastische Kriminalitätszahlen haben“, so das Stadtoberhaupt.

Mit Blick auf die Vorkommnisse mit Minderjährigen an der  Neu-Ulmer Caponniere 4 griff Noerenberg den Vorschlag von Landrat Thorsten Freudenberger dankend auf, hier koordiniert noch stärker tätig zu werden. Denkbar sei es, neben Streetworkern auch eine Art Runden Tisch des Landkreises, der Stadt und der Polizei einzurichten. „Es macht absolut Sinn, hier vernetzt an die Sache ranzugehen. Da hier vermehrt Jugendliche auffällig und auch straftätig werden, sehe ich an dieser Stelle aufgrund seiner Zuständigkeit den Landkreis und alle anderen Beteiligten in der Pflicht, sich Gedanken über aufsuchende Jugendsozialarbeit zu machen“, so Noerenberg. Er werde in dieser Sache in den kommenden Tagen sowohl auf das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West als auch auf den Landkreis nochmals zugehen und weitere Gespräche suchen.

Den Polizistinnen und Polizisten der Neu-Ulmer Polizeiinspektion spricht Noerenberg Dank und Anerkennung aus. „Es ist absolut bemerkenswert, was die Beamtinnen und Beamten tagtäglich leisten. Sie sind quasi chronisch unterbesetzt. Schon allein deshalb gebührt ihnen unser Dank für ihren Einsatz in der stetig wachsenden Stadt Neu-Ulm“.