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Stadt bekämpft Eichenprozessionsspinner in Holzschwang

Ein mit den Larven des Eichenprozessionsspinners befallener Stamm

Befall einer Eiche durch den Eichenprozessionsspinner (Foto: Stadt Neu-Ulm)

11. Mai 2018   -   Sie sind klein, haarig und können unangenehmen Juckreiz und allergische Reaktionen verursachen: die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Genauer gesagt: die Haare der Raupe. Die Stadt Neu-Ulm will den Tierchen jetzt auf befallenen Bäumen an den Kragen gehen.

Die Grünflächenabteilung der Neu-Ulmer Stadtverwaltung hat bei den Kontrollen der Eichen im Stadtgebiet einen starken Befall in Holzschwang festgestellt. Im Weiler Weg in der Nähe des Ortsteils Weiler sind insgesamt 15 Eichen mit Larven des Eichenprozessionsspinners befallen. Die Eichen hatten die vergangenen Jahre bereits einen kräftigen Befall mit steigender Tendenz. Aus diesem Grund will die Stadt jetzt mit einem Spritzmittel gegen den Befall vorgehen, um die Ausbreitung einzudämmen. In der kommenden Woche sollen die betroffenen Eichen mit dem Mittel „NeemProtect“ behandelt werden, um die Ausbreitung einzudämmen. Der genaue Tag der Behandlung wird abhängig von der Witterung bestimmt.

„NeemProtect“ ist ein Extrakt aus Neemsamen, der auch im ökologischen Landbau eingesetzt wird. Das Mittel wird großzügig auf die Blätter der zu behandelnden Bäume aufgesprüht. Es wird von den Raupen durch das Fressen der Blätter aufgenommen und bewirkt einen Fraß- und Entwicklungsstopp. Weitere Eiablagen werden verhindert, die gefährlichen Brennhaare können sich nicht mehr ausbilden und die Raupen sterben nach einigen Tagen ab.

Während der Ausbringung und bis zum Antrocknen des Spritzbelages dürfen die Flächen unter den behandelten Bäumen nicht betreten werden. Der Bereich ist während dieser Zeit gesperrt, Passanten werden durch Warnschilder entsprechend informiert.

Über den Eichenprozessionsspinner:
Der Eichenprozessionsspinner, eine Schmetterlingsart, legt seine Eier in Eichen ab. Je nach Witterung ab Ende April bzw. Anfang Mai schlüpfen dann die Larven, die nach der dritten Häutung giftige Brennhaare ausbilden. Diese Haare bleiben an den Larvennestern im Baum hängen und erhalten auch noch nach Jahren ihre giftige Wirkung. Kommen diese Brennhaare mit den Schleimhäuten der Augen, der oberen Atemwege oder der Haut in Kontakt, kann es zu starkem Juckreiz und auch zu Pustelbildungen kommen. Bei empfindlichen Menschen können auch allergische Reaktionen ausgelöst werden.