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Treffen der Neu-Ulmer Feldgeschworenen in Finningen

Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg spricht an einem Pult stehend zu den an Tischen sitzenden Feldgeschworenen in der Gemeinschafshalle.

Oberbürgermeister Gerold Noerenberg dankte den Feldgeschworenen für ihre wichtige ehrenamtliche Tätigkeit. (Foto: Stadt Neu-Ulm)

11. Dezember 2019   –   Ende November trafen sich die Feldgeschworenen der Neu-Ulmer Gemarkung in der Finninger Gemeinschaftshalle. Das Treffen der Feldgeschworenen hat Tradition: Bereits zum vierten Mal kamen die Ehrenamtlichen zusammen, zuletzt vor sieben Jahren in Holzschwang.

Eröffnet wurde der Abend durch Alois Jeckel, dem Feldgeschworenen-Obmann der Gemarkung Finningen. Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg dankte den 43 aktiven und acht passiven Geschworenen für ihren wichtigen Dienst für die Allgemeinheit. Vermessungsdirektor Peter Lauber vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Günzburg gab den Anwesenden einen Überblick über das Feldgeschworenenwesen, das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern. Dennoch sei es keine Selbstverständlichkeit, dass eine Kommune auf ehrenamtlich tätige Feldgeschworene zurückgreifen kann. Gerade deshalb könne den Aktiven für ihren Dienst nicht genug gedankt werden.

Die Stadt Neu-Ulm ist, was die Anzahl der Feldgeschworenen anbelangt, sehr gut aufgestellt. Dieser Umstand, so lobte Lauber, sei vor allem dem Einsatz von Reiner Gauß, dem Leiter der Abteilung Geoinformation und Vermessung im Neu-Ulmer Rathaus zu verdanken.

Dem offiziellen Teil des Treffens folgte ein amüsantes Abendprogramm. Die Humoristin Maria Breitinger aus Silheim sowie Christa Schweigart und Anni Wild aus Gerlenhofen strapazierten die Lachmuskeln der gut 80 geladenen Gäste aufs Äußerste. Das nächste Treffen der Neu-Ulmer Feldgeschworenen findet in sieben Jahren, also im Jahr 2026, statt.

INFO:
Feldgeschworene werden oftmals auch als „Siebner“ bezeichnet. Die Bezeichnung geht auf den Umstand zurück, dass laut Feldgeschworenenordnung pro Gemarkung sieben Feldgeschworene zur Verfügung stehen sollten. Feldgeschworene unterstützen das staatliche Vermessungsamt bei Grundstücksvermessungen und wachen über die Grenzen. Seit 2016 zählt das Feldgeschworenenwesen in Bayern zum immateriellen Kulturerbe.