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ISEK – Integriertes Stadtentwicklungskonzept Neu-Ulm

Wie kann und soll sich die Stadt Neu-Ulm in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Wie sieht die Neugestaltung und Weiterentwicklung so wichtiger Themen wie Wohnen, Bildung, Mobilität, Umwelt oder Klima in unserer Stadt aus?

Die Stadtverwaltung hat einen Prozess angestoßen, in dem die städtebauliche Entwicklung für die nächsten Jahre geplant wird. Gemeinsam mit den Neu-Ulmer Bürgerinnen und Bürgern möchte die Verwaltung ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) erarbeiten, das die Leitplanken für die Entwicklung der kommenden zehn Jahre setzt.

Bürgerbeteiligung ist abgeschlossen

Am 30. November 2020 endete das Bürgerbeteiligungsverfahren zum ISEK. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie gab es im Beteiligungsprozess statt der geplanten Präsenzveranstaltungen zwei Livestreams und die Möglichkeit, sich über ein Onlinetool zu beteiligen. An den Livestreams im Oktober und November nahmen jeweils gut 150 Personen teil. Online hat es insgesamt über 1.000 Beiträge sowie knapp 1.800 Kommentare gegeben. Auch während der Livestreams gingen zahleiche Vorschläge und Ideen per Mail ein.
 

Anregungen zu Themen wie Mobilität und Klima

Gut ein Drittel aller Beiträge bezog sich auf die Neu-Ulmer Innenstadt. Ein knappes Drittel auf die Entwicklungsachse Süd (Weststadt, Wiley, Ludwigsfeld), etwas mehr als 20 Prozent auf die Entwicklungsachse Ost (Offenhausen, Pfuhl, Burlafingen), knapp 20 Prozent auf die dörflichen Stadtteile (Gerlenhofen, Hausen, Jedelhausen, Reutti, Holzschwang, Finningen, Steinheim) und gut 5 Prozent auf die gewerbliche Entwicklung (Gewerbegebiet Schwaighofen Süd).

Eines der Schwerpunktthemen war die „Mobilität“. Mehr als ein Drittel aller Eingaben setzte sich mit dieser Thematik auseinander. Mehr als die Hälfte dieser Kommentare wiederum bezog sich auf den Radverkehr in der Stadt. Beliebte Themenkomplexe waren darüber hinaus die Bereiche „Grün/Umwelt/Natur/Klima“ sowie „Wohnen“, „Stadtgesellschaft“, „Bildung“ und „Soziales Leben“.
 

So geht es nun weiter

Die ISEK-Beteiligung war überwältigend. Über 1.000 Beiträge, fast doppelt so viele Kommentierungen und über 31.000 zustimmende oder ablehnende Bewertungen zu den Bürgerbeiträgen. Für die Verwaltung bedeutet dies viel Arbeit und in der Folge, dass für die Bearbeitung weitaus mehr Zeit erforderlich ist als ursprünglich angenommen. Zu jedem Beitrag soll eine Antwort oder zumindest ein kurzer Kommentar erfolgen. Darüber hinaus sind die Beiträge zu strukturieren und für den Stadtrat aufzubereiten, damit die Beiträge, soweit sie für den ISEK-Prozess relevant sind, in den politischen Diskurs eingebracht werden können.

Am Mittwoch, 23. Juni 2021 sollen die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung im Stadtrat vorgestellt werden. Außerdem soll das ISEK beschlossen werden. Die Sitzung ist öffentlich und findet um 16.30 Uhr im Edwin-Scharff-Haus statt. Im Herbst ist dann eine abschließende öffentliche Veranstaltung zum ISEK-Prozess geplant.
 

Danke an die Bürgerinnen und Bürger

Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger zieht nach dem Abschluss der ISEK-Onlinebeteiligung ein Fazit und bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern fürs Mitmachen:

Onlinebeteiligung über interaktiven Stadtplan

Über einen interaktiven Stadtplan konnten die Bürgerinnen und Bürger vom 1. Oktober bis 30. November 2020 rund um die Uhr Ideen und Anregungen einbringen und eingestellte Beiträge kommentieren. Die Anregungen, die aus dem Beteiligungsprozess hervorgehen, werden durch die Verwaltung geprüft und bearbeitet. Am Ende können diese in das Neu-Ulmer ISEK einfließen.

Für die Nutzung im Vollbildmodus klicken Sie bitte hier.

Livestreams statt Bürgerworkshops

Aufgrund des dynamischen Corona-Geschehens mussten die geplanten Vor-Ort-Veranstaltungen leider abgesagt werden. Statt der Präsenzveranstaltungen hat die Verwaltung kurzerhand zwei Livestreams organisiert. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich auf diesem Weg am Prozess beteiligen.
 

Online-Bürgerforum

Am Montag, 16. November 2020, fand das Online-Bürgerforum zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) statt. Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, Stadtbaudirektor Markus Krämer sowie Fachleute aus der Verwaltung präsentierten via Livestream die bis dahin eingegangenen Ideen und Anregungen aus der Online-Beteiligung und beantworten Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich im Chat live an der Diskussion beteiligen konnten.

Dokumentation Online-Bürgerforum 16.11.2020 (PDF, 80 KB)

Digitale Auftaktveranstaltung

Am 27. Oktober 2020 gaben Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger, Stadtbaudirektor Markus Krämer sowie Jörg Oberle und Raimund Heckmann aus der Abteilung Stadtplanung einen ersten Überblick über den aktuellen Stand des ISEK. Bürgerinnen und Bürger konnten via Chat Fragen zum ISEK zu stellen.

Dokumentation Digitale Auftaktveranstaltung 27.10.2020 (PDF, 9 MB)

Impulsvortrag „Einblicke in die Stadt der Zukunft“

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Mit welchen Herausforderungen sieht sich die Stadtentwicklung in der heutigen Zeit konfrontiert? Mit welchen Entwicklungen können wir in den nächsten 15-30 Jahren rechnen? Und was bedeutet das für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Neu-Ulm? Claudius Schaufler, Teamleiter Smart Urban Environments beim Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), gibt einen Impuls zur Stadtentwicklung der Zukunft.

Der Vortrag war ursprünglich im Rahmen der ISEK-Auftaktveranstaltung geplant. Da coronabedingt keine Präsenzveranstaltungen stattinden können, wurde der Vortrag aufgezeichnet und zunächst dem Neu-Ulmer Stadtrat und nun auch allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt:

5 Schwerpunkträume

Im Zentrum des Bürgerdiskurses stehen Neu-Ulms 5 Schwerpunkträume:

  • Innenstadt
  • Entwicklungsachse Süd
  • Entwicklungsachse Ost
  • Gewerbliche Entwicklung Schwaighofen Süd
  • Dörfliche Stadtteile

Jedem Schwerpunktraum sind individuelle Handlungsfelder zugeordnet, für die einzelne Maßnahmen vorgeschlagen werden. Bei der digitalen Auftaktveranstaltung am 27. Oktober wird das ISEK vorgestellt. Bei der Online-Bürgerdiskussion am 16. November geht es um die Leitlinien, Handlungsfelder und mögliche Maßnahmen in den jeweiligen Schwerpunkträumen, die wir mit Ihnen diskutieren und weiterentwickeln wollen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
Neu-Ulms 5 Schwerpunkträume
 

Stadtplan Neu-Ulm mit den 5 Schwerpunkträumen

ISEK – vier Buchstaben für einen verbindlichen städtebaulichen Rahmen bis 2030

Ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept, kurz ISEK, ist in vielen Kommunen bereits bewährte Praxis. Ein ISEK schafft konkrete, langfristig wirksame und vor allem lokal abgestimmte Lösungen für eine Vielzahl von Herausforderungen und Aufgabengebieten wie etwa städtebauliche, funktionale oder sozialräumliche Defizite und Anpassungserfordernisse. Die Stadt Neu-Ulm setzt mit dem ISEK für die kommenden zehn Jahre die Leitplanken für die städtebauliche Entwicklung.

Die Grundlagen für Neu-Ulms ISEK hat die Stadtplanung bereits geschaffen: Sie hat für die 5 Schwerpunkträume, die im Zentrum des ISEK stehen, vorhandene Konzepte und bereits umgesetzte städtebauliche Maßnahmen erfasst und analysiert sowie darauf aufbauend einen Maßnahmenkatalog erstellt. Der Stadtrat hat in einer Klausur einen ISEK-Vorentwurf diskutiert.

Spannend und für die Zukunft relevant: Der ISEK-Entwurf ist jetzt Grundlage für die nun folgende öffentliche Besprechung und Weiterentwicklung des Konzepts, zu der alle Neu-Ulmer Bürgerinnen und Bürger im Herbst 2020 herzlich eingeladen sind. Bringen Sie sich und Ihre Vorstellungen ein.

Hier können Sie den gesamten ISEK-Entwurf als PDF-Datei einsehen:
ISEK-Entwurf, Stand 01.09.2020 (PDF, 30 MB)

Ausführliche Informationen zu den Schwerpunkträumen sowie den geplanten Zielen und Maßnahmen finden Sie auf der Seite zu den Schwerpunkträumen.

Portraitfoto von Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger

Bringen Sie Ihre Ideen für die Zukunft Neu-Ulms im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept ein.

Lassen Sie uns Neu-Ulm gemeinsam neu denken. Ihre Meinung ist die Basis für ein nachhaltiges und tragfähiges städtisches Zukunftskonzept.

Ich freue mich auf einen offenen Dialog und viele interessante Gespräche bei den einzelnen Veranstaltungen im Oktober und November. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Neu-Ulm auch in Zukunft für uns alle eine lebens- und liebenswerte Heimat bleibt, in der es sich gut leben und arbeiten lässt. Zusammen können wir das Beste für Neu-Ulm herausholen und unsere Stadt fit für die Zukunft machen.

Ihre
Katrin Albsteiger
Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm

Kontakt

Für Rückfragen und Hinweise rund um das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und die Bürgerforen wenden Sie sich bitte an:

Raimund Heckmann
Abteilung Stadtplanung
Tel. (0731) 7050-3103
E-Mail: r.heckmann@neu-ulm.de 

Stadt Neu-Ulm
Augsburger Straße 15
89231 Neu-Ulm

Die Öffentlichkeitsarbeit für das ISEK der Stadt Neu-Ulm wird gefördert durch das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt".

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