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Bebauungsplan B 15 „Steigäcker Süd“, Burlafingen

Geltungsbereich Bebauunsgplan B 15 "Steigäcker Süd" Westen des Stadtteils Burlafingen

Öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Neu-Ulm hat in seiner Sitzung am 17.10.2019 die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans B 15 „Steigäcker Süd“, Stadtteil Burlafingen, auf Grundlage des Planentwurfs der Stadtplanung vom 18.09.2019 gemäß § 3 Abs. 2 BauGB beschlossen.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans ist in dem beiliegenden Übersichtsplan vom 02.09.2019 dargestellt. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans ist ca. 1,57 ha groß und umfasst die Flurstücke 438, 438/1, 439/1, 440/15, sowie Teilbereiche der Flurstücke 209/20, 209/23, 437/1, 455 und 455/1 (alle Gemarkung Burlafingen).

Ziel und Zweck der Planung

Das Hauptziel der Planung ist die Grundschule inklusive Sporthalle und Außensportanlagen im Plangebiet neuzubauen. Die Haupterschließung der Grundschule soll über die Adenauerstraße erfolgen. Das Grundschulgelände soll zu den angrenzenden Nutzungen sowie zur freien Landschaft eingegrünt werden.

Im Norden des Plangebietes ist zudem eine einreihige Einfamilienhausbebauung vorgesehen. Zur Erschließung der Baugrundstücke soll die Gerstmayrstraße verlängert werden und am westlichen Ende eine Wendeanlage erhalten.

Umweltbezogene Informationen

Zur Planung liegen im Umweltbericht (Bestandteil der Begründung), in Gutachten und Stellungnahmen folgende Arten umweltbezogener Informationen vor:

  • Schutzgut Boden:
    Die bauliche Nutzung von bisher landwirtschaftlich genutzter Flächen stellt für den Boden einen mittleren hohen Eingriff dar, da es durch Bodenversiegelungen zum Verlust der Bodenfunktion kommt. Weiterhin erfolgen Eingriffe durch Bodenaustausch und Aufschüttungen für Gründungsmaßnahmen.

  • Schutzgut Wasser:
    Durch Flächenversieglungen (Bodenverdichtung) kommt es zu geringfügigen Minderungen bei der Grundwasserneubildung. Aufgrund der Überbauung wird die Filter- und Pufferfunktion des Bodens beeinträchtigt. Versickerungsmaßnahmen (Stellplätze mit wasserdurchlässigen Belägen, Dachneigung) verringern die Eingriffe in den Naturhaushalt und, dass das Niederschlagswasser dem natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt wird. Durch Außensportanlagen wie das Rasenspielfeld bleiben jedoch große Bereiche unversiegelt. Insgesamt betrachtet handelt es sich beim Schutzgut Wasser um ein geringes bis mittleres Eingriffspotenzial.

  • Schutzgut Klima und Luft:
    Durch Flächenversieglungen wird die Wärmeausgleichfunktion durch Verlust von bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen (Verringerung Frischluftproduktion) beeinträchtigt. Der durch die Bebauung nach sich ziehende Verlust an Kaltluftmenge ist im Verhältnis der Kaltluftproduktionsrate des angrenzenden Offenlandes als gering einzustufen. Die beabsichtigte Überbauung von Offenland hat nur geringfügige Auswirkungen auf das Klima. Die Ortsrandeingrünung, Dachbegrünung sowie das Rasenspielfeld tragen zur kleinklimatischen Aufwertung durch Wasserrückhaltung und Verdunstung bei. Von einer negativen Beeinflussung auf das Stadtklima ist nicht auszugehen. Insgesamt handelt es sich beim Schutzgut Klima und Luft um einen gering bis mittleren Eingriff.

  • Schutzgut Arten und Biotope:
    Durch die neue Ortsrandeingrünung sowie Gehölzpflanzungen innerhalb des Plangebietes werden ökologisch wertvolle Grünzusammenhänge geschaffen. Für das Schutzgut Arten und Biotope stellt die Planung insgesamt ein geringes Eingriffspotenzial dar, vor allem werden neue Lebensräume für Flora und Fauna geschaffen.

  • Schutzgut Landschaft und Erholung:
    Mit der Entwicklung des Plangebietes wird der Siedlungsrand etwas weiter nach Süden verschoben. Zur Einbindung in die Landschaft wird im Westen eine private Grünfläche (Ortsrandeingrünung) mit Gehölzpflanzungen festgesetzt. Durch die vorgesehenen grünordnerischen Festsetzungen wird eine angemessene Eingrünung des Plangebietes sichergestellt. Insgesamt stellt die Planung bezogen auf das Schutzgut Landschaftsbild und Erholung einen geringen Eingriff dar.

  • Schutzgut Mensch:
    Die neue Grundschule ist positiv für das Schutzgut Mensch. Durch die Lärmthematik betreffenden im Bebauungsplan aufgenommen Maßnahmen wird sichergestellt, dass es zu keinen ungesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen durch Lärmimmissionen an schützenwerten Nutzungen (Wohnen, Klassenzimmern, etc.) kommt. Durch die Baumaßnahmen kommt es temporär zu Lärmemissionen. Der Großteil der Fläche ist für die Grundschule vorgesehen, womit es anders als in klassischen Neubaugebieten nicht zu einer Vielzahl von zeitlich versetzten Baustellen kommt. Das Eingriffspotenzial ist insgesamt als gering einzustufen.

  • Schutzgut Kultur- und Sachgüter:
    Es sind keine negativen Auswirkungen zu erwarten, somit ist der Eingriff als gering einzustufen.

Darüber hinaus ist im Umweltbericht die Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung einschließlich der innerhalb und außerhalb des Plangebiets erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen dargestellt.

Öffentliche Auslegung

Der Entwurf des Bebauungsplans einschließlich Begründung und die wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Gutachten und Stellungnahmen liegen in der Zeit von

Montag, den 09.12.2019 bis einschließlich Freitag, den 17.01.2020

im Rathaus Neu-Ulm, Augsburger Str. 15, Fachbereich 3, Abteilung Stadtplanung, 3. Stock
während der Öffnungszeiten des Rathauses öffentlich aus:
-    Montag bis Dienstag 8:00-12:00 Uhr und 13:30-16:00 Uhr
-    Mittwoch 8:00-12:00 Uhr
-    Donnerstag 8:00-12:00 Uhr und 13:30-18:00 Uhr
-    Freitag 8:00-13:00 Uhr.

Sie haben Gelegenheit, sich während der Auslegung über die Planungsabsichten zu informieren und Anregungen zu äußern. Darüber hinaus können Sie Ihre Stellungnahmen zum Bebauungsplanentwurf innerhalb der Auslegungszeit schriftlich oder zur Niederschrift beim Fachbereich 3, Abt. Stadtplanung, vorbringen.

Datenschutz:
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i. V. mit § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren“ das eben¬falls öffentlich ausliegt.

Hinweise:
Die fristgemäß vorgebrachten Stellungnahmen werden vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in öffentlicher Sitzung im Rahmen der Abwägung behandelt. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung des Bebauungsplans unberücksichtigt bleiben.

Download / Unterlagen

Bebauungsplan B 15 "Steigäcker Süd" (PDF, 2 MB)

Auflistung der Stellungnahmen und Gutachten (PDF, 15 KB)

Stellungnahmen und Gutachten:

1 Schalltechnische Stellungnahme (PDF, 290 KB)

2 Erschließung Wohngebiet, Baugrundbeurteilung (PDF, 2.0 MB)

3 Stellungnahme Landratsamt Neu-Ulm (PDF, 840 KB)

4 Stellungnahme Deutsche Bahn (PDF, 850 KB)

5 Datenschutzrechtliche Informationen (PDF, 50 KB)

 

Stadt Neu-Ulm
Fachbereich 3, Abt. Stadtplanung

Kontakt

Wenn Sie eine Stellungnahme abgeben möchten, senden Sie zur betreffenden Planung eine E-Mail oder ein Schreiben mit Ihren Absenderangaben an:

Stadtverwaltung Neu-Ulm
Fachbereich 3, Abteilung Stadtplanung
Augsburger Str. 15
89231 Neu-Ulm

E-Mail: stadtplanung@neu-ulm.de