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Fairtrade-Stadt Neu-Ulm

Banner mit dem Schriftzug "Fairtrade Stadt Neu-Ulm" und dem Fairtrage-Logo

Seit dem 8. Dezember 2017 darf sich die Stadt Neu-Ulm offiziell „Fairtrade-Stadt“ nennen.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hatte der Neu-Ulmer Stadtverwaltung im Jahr Juni 2016 den Auftrag erteilt, an der europaweiten Kampagne Fairtrade-Towns teilzunehmen und die Auszeichnung Fairtrade-Stadt anzustreben. Um die Auszeichnung zu erhalten, war es nötig, eine Steuerungsgruppe zu bilden. Diese wurde im Herbst 2016 ins Leben gerufen und besteht aus Vertretern der Verwaltung, der Wirtschaft, der Kirche, der Schulen, der Hochschule und der Politik. Die Steuerungsgruppe hat die Aufgabe, die lokalen Aktivitäten und die beteiligten Akteure zu koordinieren.

Eine weitere Voraussetzung: Es mussten mindestens 23 Partner in der Stadt gefunden werden, die zwei oder mehr fair gehandelte Produkte dauerhaft in ihr Sortiment aufnehmen. Die Zahl der geforderten Partner orientiert sich an der Größe der Kommune. Gefordert sind explizit: 13 Geschäfte, eine Schule, eine Kirchengemeinde, ein Verein und sieben Gastronomiebetriebe

Die Bemühungen der Gruppe waren bereits binnen kürzester Zeit erfolgreich: 27 Einzelhändler, Gastronomen, die öffentliche Verwaltung und Vereine in Neu-Ulm haben sich dem Vorhaben „Fairtrade-Stadt“ bis dato angeschlossen. Hierunter befindet sich auch die Hochschule Neu-Ulm, die sich gerade selbst auf dem Weg befindet, Fairtrade University zu werden, das Lessing Gymnasium, der Verein „Wir in Neu-Ulm“ (WIN) und die Diakonie.

Darüber hinaus hat es die Steuerungsgruppe auch geschafft, die von Transfair geforderten Bildungsaktivitäten, wie beispielsweise Informationsveranstaltungen an Schulen oder Informationsstände in der Öffentlichkeit, zu organisieren.

Im Dezember 2017 wurde der Stadt Neu-Ulm das Fairtrade-Siegel verliehen und die Stadt wurde in die Gemeinschaft der fairen Städte Deutschlands und weltweit aufgenommen.

Aktuelle Meldungen

Neu-Ulm und Ulm arbeiten in Sachen Fairtrade enger zusammen

22. Oktober 2018   -   Die Städte Ulm und Neu-Ulm wollen im Bereich Fairtrade künftig noch enger zusammenarbeiten. Das haben die beiden Steuerungsgruppen diesseits und jenseits der Donau kürzlich bei einem gemeinsamen Arbeitstreffen vereinbart.

Bei der Vertiefung der Zusammenarbeit liegt der Fokus vor allem darauf, gemeinsame Interessen zusammenzuführen, sich regelmäßig inhaltlich auszutauschen und auch die Manpower auf beiden Seiten der Donau so zu bündeln, dass sie effektiver für den Fairtrade-Gedanken beider Städte eingesetzt werden kann.

Zu den Details

Hintergrundinformationen

Was steht hinter dem Begriff "Fairtrade" bzw. "Fairer Handel"?

Der Faire Handel hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Produzenten und Arbeitern in Entwicklungsländern menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu sichern. Wie viele andere Gemeinschaften und Kommunen unterstützt auch die Stadt Neu-Ulm diese Idee aktiv.

Wie wird eine Stadt Fairtrade-Town?

Schon über 500 deutsche Kommunen wurden mit dem begehrten Zertifikat als Fairtrade-Town ausgezeichnet. Vergeben wird es von der unabhängigen Initiative „TransFair Deutschland“, die die Vergabe des Siegels von fünf Bedingungen abhängig macht. Das sind die Bedingungen:

  1. Ratsbeschluss
    Den erforderlichen Ratsbeschluss haben die Neu-Ulmer Stadträte 2016 gefällt.

  2. Steuerungsgruppe
    Im Herbst 2016 wurde eine Steuerungsgruppe für dieses Vorhaben Fairtrade-Stadt Neu-Ulm gebildet. Die Teilnehmer der Gruppe koordinieren die lokalen Aktivitäten und vernetzen die Akteure miteinander. Mit dabei sind Vertreter aus Wirtschaft, Kirche, Schule, Hochschule, Landwirtschaft und Politik. Die Gruppe hat auch den Dialog mit der Stadt Ulm aufgenommen, um künftig gemeinsam Deutschlands erste Fairtrade-Doppelstadt zu bilden. Ulm ist bereits seit 2014 Fairtrade-Town.

  3. Fairtrade-Produkte im Sortiment
    Die Neu-Ulmer Wirtschaft und Bevölkerung wird mit ins Boot geholt: Einzelhändler und Gastronomen bieten mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel an, auch öffentliche Institutionen und Vereine verwenden eine Auswahl fair gehandelter Erzeugnisse.
    Im Neu-Ulmer Rathaus wird fair gehandelter Kaffee angeboten. Hinzukommen wird fair gehandelter Zucker.

  4. Zivilgesellschaft
    Zum Programm gehören außerdem Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel, beispielsweise Projekte an Schulen. Um das Fairtrade-Siegel zu erlangen, ist es nötig, dass in mindestens einer Schule, einem Verein, und einer Kirchengemeinde Neu-Ulms ebenfalls Fairtrade-Produkte verwendet werden.
    Eine Fairtrade-Schule gibt es in Neu-Ulm bereits: Das Lessing-Gymnasium. Hier setzen sich die Schüler bereits seit Jahren für gerechtere Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt ein. Das Lessing Gymnasium wurde bereits als Fairtrade-School ausgezeichnet.

  5. Öffentlichkeitsarbeit
    Um das Fairtrade-Label zu erhalten, ist es auch wichtig, dass lokale Medien über Hintergründe und Aktionen der Fairtrade-Bemühungen Neu-Ulms berichten.

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen zur Kampagne Fairtrade-Towns gibt es unter www.fairtrade-towns.de.

Kontakt

Bürger, die die Stadt Neu-Ulm auf ihrem Weg zur Fairtrade-Stadt mit eigenen Initiativen, Aktionen oder als Helfer unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen, sich bei der Verwaltung zu melden.
Nicht nur die Stadt Neu-Ulm strebt übrigens das Fairtrade-Siegel an, sondern auch auf Landkreisebene werden solche Pläne diskutiert.

Stadt Neu-Ulm
Augsburger Straße 15
89231 Neu-Ulm

Tel. (0731) 7050-0 
Fax (0731) 7050-6198
E-Mail: info@neu-ulm.de