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Fairtrade-Stadt Neu-Ulm: Aktuelle Meldungen

9. Oktober 2019   

Neu-Ulm ist für weitere zwei Jahre „Fairtrade-Stadt“

Die Stadt Neu-Ulm erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Dezember 2017 durch TransFair e.V. verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

Oberbürgermeister Gerold Noerenberg freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Neu-Ulm. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Es ist absolut lobenswert, dass sich in Neu-Ulm Bürgerinnen und Bürger in diesem Bereich engagieren und durch ihr Engagement ein wichtiges Zeichen setzen.“

Vor zwei Jahren zeichnete der gemeinnützige Verein TransFair e.V. die Stadt Neu-Ulm erstmalig für ihr Engagement zum fairen Handel aus. Seitdem darf sie den Titel offiziell tragen. Zum 8. Dezember 2019 wird die Auszeichnung nun um weitere zwei Jahre verlängert.

Um den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen zu dürfen, müssen nachweislich fünf Kriterien erfüllt werden:

  • Im Rathaus müssen fair gehandelte Produkte angeboten werden. In Neu-Ulm wird beispielsweise fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt.
  • Der Stadtrat hält die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest.
  • Eine Steuerungsgruppe wird installiert und koordiniert alle Aktivitäten.
  • In den Geschäften der Stadt sowie gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten.
  • Die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

All diese Kriterien erfüllt die Stadt Neu-Ulm seit zwei Jahren und auch weiterhin. Das Engagement im Fairtrade-Bereich ist vielfältig: So gab es in Neu-Ulm bereits eine Althandy-Sammelaktion, Informations- und Verkaufsstände bei diversen Neu-Ulmer Veranstaltungen sowie gemeinsame Aktionen mit der Fairtrade-Steuerungsgruppe in Ulm. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement!“, sagt Katrin Albsteiger, die Vorsitzende der Fairtrade-Steuerungsgruppe Neu-Ulm.

INFO:
Neu-Ulm ist eine von über 630 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Weiter Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne gibt es unter www.fairtrade-towns.de.

Pressemitteilung 09.10.2019 (PDF)

Urkunde mit dem Titel "Urkunde - Neu-Ulm bleibt Fairtrade-Stadt"
Gemeinsames Logo Fairtrade Stadt Ulm & Neu-Ulm "Wir machen mit!"

24. Mai 2019     

Gemeinsames Fairtrade-Logo für Ulm und Neu-Ulm

Die Städte Ulm und Neu-Ulm machen in vielerlei Hinsicht gemeinsame Sache. Auch die Fairtrade Steuerungsgruppen beider Städte möchten künftig noch enger zusammenarbeiten und ihre Aktivitäten bündeln. Die Verantwortlichen erhoffen sich so, in der Öffentlichkeit noch besser wahrgenommen zu werden. Um die Aufmerksamkeit innerhalb der Bevölkerung noch zu verstärken, haben sich die beiden Steuerungsgruppen entschieden, künftig unter dem Dach eines gemeinsamen Logos aufzutreten.

Entworfen und umgesetzt wurde dieses von Sabine Daßler, einer Studentin der Hochschule Neu-Ulm. „Wir sind überzeugt davon, dass die beiden Fairtrade-Steuerungsgruppen über die Donau hinweg viel für die Städte Ulm und Neu-Ulm erreichen können. Ein gemeinsames Logo hilft uns dabei, unsere Einheit und unser Engagement in die Öffentlichkeit zu tragen“, sagt Katrin Albsteiger, die Vorsitzende der Fairtrade-Steuerungsgruppe Neu-Ulm.

Das neue Logo wird künftig auf einer Infotheke und einem Pavillon der Gruppe zu sehen sein. Mit diesen werden sich die Mitglieder in der Öffentlichkeit präsentieren und hierbei über die Aktivitäten der Fairtrade-Stadt Neu-Ulm, über fairen Handel und faire Themen allgemein informieren. Darüber hinaus sollen auch Give-Aways produziert werden.

Pressemitteilung 24.05.2019 (PDF)

10. Mai 2019

Fairtrade-Infostand auf dem Neu-Ulmer Wochenmarkt

Am Samstag, 11. Mai, ist der Tag des fairen Handels. Aus diesem Grund ist die Fairtrade-Steuerungsgruppe Neu-Ulm von 8.30 bis 12 Uhr mit einem Informationsstand auf dem Neu-Ulmer Wochenmarkt vertreten. Die Mitglieder informieren auf dem Petrusplatz über die Aktivitäten der Fairtrade-Stadt Neu-Ulm, über fairen Handel und faire Themen allgemein. Interessierte sind herzlich an den Stand eingeladen.

Pressemitteilung 10.05.2019 (PDF)

Gebrauchte Althandys

27. März 2019    

Althandy-Sammelaktion abgeschlossen

Die Althandy-Sammelaktion der Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Neu-Ulm, der Hochschule Neu-Ulm, des Vereins Wir in Neu-Ulm e.V. (WIN), der Diakonie und einiger Neu-Ulmer Schulen war ein voller Erfolg. Gut drei Monate lang hatten Bürgerinnen  und Bürger die Möglichkeit, defekte und nicht mehr benötigte Handys in spezielle Sammelboxen an insgesamt acht Standorten im gesamten Stadtgebiet zu werfen. Mehr als 200 Handys wurden während der Sammelaktion abgegeben.

„Das ist ein großer Erfolg“, sagt Katrin Albsteiger von der Neu-Ulmer Fairtrade-Steuerungsgruppe. „Unser Anliegen war und ist es klar zu machen, dass ausgediente Handys kein normaler Müll sind. In jedem Handy stecken wertvolle Rohstoffe. Gleichzeitig wollten wir mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass auch bei den Handys auf die gesamte Wertschöpfungskette geachtet werden muss. Denn viele dieser Rohstoffe werden unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen gewonnen und weiterverarbeitet“, so Albsteiger.

Durch fachgerechtes Recyceln der Geräte sollen eben diese Rohstoffe gewonnen, aufbereitet und wiederverwertet werden. Darüber hinaus gehen pro Handy 0,70 Euro an internationale Bildungsprojekte. Gut erhaltene Geräte werden nach Möglichkeit auch als Secondhand-Ware weiterverkauft.

Die eingesammelten Handys werden nun an die Deutsche Telekom übergeben. Die Telekom ist Kooperationspartner der Handy-Aktion Bayern, die zusammen mit dem evangelischen Centrum Mission EineWelt und dem Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. zum Sammeln von Althandys aufgerufen hatte. Nach der Übergabe werden die Altgeräte fachgerecht recycelt.

INFO:
Weitere Informationen zur Sammelaktion gibt es unter https://mission-einewelt.de/kampagnen/handyaktion-bayern/.

Pressemitteilung 27.03.2019 (PDF)

Gruppenfoto mit fünf Personen, von denen zwei symbolisch jeweils ein Handy in eine Althandy-Sammelbox werfen.

21. Dezember 2018  

Ausgediente Handys abgeben und Gutes tun

Auf Initiative der Neu-Ulmer Fairtrade-Steuerungsgruppe und der Hochschule gibt es ab sofort Sammelstellen für Althandys in der Stadt

Ausgediente, defekte und nicht mehr benötigte Handys können in Neu-Ulm künftig in spezielle Sammelboxen geworfen werden. Die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Neu-Ulm organisiert gemeinsam mit der Hochschule Neu-Ulm, dem Verein Wir in Neu-Ulm e.V. (WIN), der Diakonie und dem Lessing-Gymnasium eine Althandy-Sammelaktion. Das Ziel: Die abgegebenen Handys werden fachgerecht recycelt. Gleichzeitigt gehen pro eingesammelten Handy 0,70 Euro an internationale Bildungsprojekte. Falls möglich, werden die Althandys auch als Secondhand-Ware weiterverkauft.

Standorte:
Entsprechende Sammelboxen stehen am Lessing-Gymnasium (Augsburger Straße 75), am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Pfuhl, bei REGIO frisch in Pfuhl, am städtischen Wertstoffhof in der Breitenhofstraße, bei der Hochschule Neu-Ulm, an der WIN-Geschäftsstelle in der Gartenstraße und bei der Diakonie in Neu-Ulm (Eckstraße 25) bereit.

Die Aktion läuft ab sofort und bis Ende Februar 2019.

Der Datenschutz wird laut Katrin Albsteiger, der Vorsitzenden der Neu-Ulmer Fairtrade-Steuerungsgruppe, beim Recyclingvorgang und bei einem möglichen Weiterverkauf selbstverständlich gewährleistet. Darüber hinaus sind die Boxen entsprechend verschlossen, so dass eingeworfene Handys nicht mehr entnommen werden können.

Professor Dr. Julia Kormann, Vizepräsidentin der Hochschule Neu-Ulm, ist begeistert von dem Projekt: „Mit der Sammelaktion wollen wir darauf aufmerksam machen, dass alte Handys kein Müll sind, sondern wertvolle Rohstoffe, die sich zu recyceln lohnen. Durch die Sammlung der Altgeräte kann eine fachgerechte Entsorgung und Wiederaufbereitung von seltenen Erden und Rohstoffen gewährleistet werden und gleichzeitig Geld an soziale Einrichtungen fließen.“

Die Sammelaktion in Neu-Ulm ist Teil der Handyaktion Bayern, des evangelischen Centrums Mission EineWelt und dem Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

Pressemitteilung 21.12.2018 (PDF)

Logo "Wir sind Fairtrade Stadt" mit dem Fairtrade-Siegel

22. Oktober 2018

Neu-Ulm und Ulm arbeiten in Sachen Fairtrade enger zusammen

Die Städte Ulm und Neu-Ulm wollen im Bereich Fairtrade künftig noch enger zusammenarbeiten. Das haben die beiden Steuerungsgruppen diesseits und jenseits der Donau kürzlich bei einem gemeinsamen Arbeitstreffen vereinbart.

Erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit haben die Neu-Ulmer und Ulmer Fairtrade-Engagierten heuer im  Rahmen des Donaufests beim gemeinsamen Donaubrückenfrühstück auf der Herdbrücke gesammelt. Sowohl Württemberger als auch Bayern waren sich einig: das gemeinsame Engagement soll künftig intensiviert werden. Bei der Vertiefung der Zusammenarbeit liegt der Fokus vor allem darauf, gemeinsame Interessen zusammenzuführen, sich regelmäßig inhaltlich auszutauschen und auch die Manpower auf beiden Seiten der Donau so zu bündeln, dass sie effektiver für den Fairtrade-Gedanken beider Städte eingesetzt werden kann.

Beide Gruppen waren in der Vergangenheit bereits unabhängig voneinander aktiv. Die Ulmer veranstalten beispielsweise Infoabende zu Fairtrade, organisierten in Kooperation mit dem Ulmer Weltladen und der Hochschulgruppe Nachhaltigkeit einen Aktionstag "Mode fair & nachhaltig" und entwickelten eine „Faire Shoppingtour“ durch die Münsterstadt. Eine eigens entwickelte Website und ein Flyer informieren über Hintergründe und Bezugsquellen für fair gehandelte Produkte in Ulm. Die Neu-Ulmer informierten mit Promoständen bei Neu-Ulmer Veranstaltungen, waren mit einem Verkaufsstand auf dem Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt vertreten und planen derzeit eine Althandy-Sammelaktion. Künftig sollen all diese Aktivitäten noch enger verzahnt werden.
In einem ersten Schritt wollen sich die beiden Steuerungsgruppen nach außen einheitlich präsentieren. Geplant ist ein gemeinsames Fairtrade-Logo für beide Städte. Auch einen gemeinsamen Flyer zur Information der Neu-Ulmer und Ulmer ist in Planung. Darüber hinaus soll es auch eine gemeinsame Diskussionsveranstaltung geben.

INFO:
Die Stadt Neu-Ulm hat sich im Jahr 2016 aufgemacht, Fairtrade-Stadt zu werden. Seit dem 8. Dezember 2017 ist sie offiziell in die Reihe der Fairtrade-Städte aufgenommen und darf den Titel tragen.
Die Stadt Ulm wurde bereits im Jahr 2014 Fairtrade-Stadt und ist seitdem in vielfältiger Weise im Sinne des fairen Gedanken aktiv.

Pressemitteilung 22.10.2018 (PDF)

Zehn Personen stehend mit Blick in die Kamera, in der Mitte von ihnen ein Banner mit dem Logo "Kampagne Fairtrade Towns",  im Hintergrund Besucher und Marktstände des Mittelalterlichen Weihnachtsmarktes auf dem Neu-Ulmer Rathausplatz

6. Dezember 2017    

Neu-Ulm wird Fairtrade-Stadt

Die Bemühungen der Stadt Neu-Ulm, das Fairtrade-Siegel der Organisation Transfair e.V. zu erlangen, waren erfolgreich: Am kommenden Freitag, 8. Dezember, erhält die Stadt feierlich die Auszeichnung und darf sich fortan „Fairtrade-Stadt“ nennen.

Die Stadt Neu-Ulm ist die 519. Stadt in Deutschland, die mit dem „Fairtrade-Titel“ ausgezeichnet wird.

Hintergrund:
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat der Neu-Ulmer Stadtverwaltung im Jahr Juni 2016 den Auftrag erteilt, an der europaweiten Kampagne Fairtrade-Towns teilzunehmen und die Auszeichnung Fairtrade-Stadt anzustreben. Um die Auszeichnung zu erhalten, war es nötig, eine Steuerungsgruppe zu bilden. Diese wurde im Herbst 2016 ins Leben gerufen und besteht aus Vertretern der Verwaltung, der Wirtschaft, der Kirche, der Schulen, der Hochschule und der Politik. Die Steuerungsgruppe hat die Aufgabe, die lokalen Aktivitäten und die beteiligten Akteure zu koordinieren.

Eine weitere Voraussetzung: Es mussten mindestens 23 Partner in der Stadt gefunden werden, die zwei oder mehr fair gehandelte Produkte dauerharft in ihr Sortiment aufnehmen. Die Zahl der geforderten Partner orientiert sich an der Größe der Kommune. Gefordert sind explizit: 13 Geschäfte, eine Schule, eine Kirchengemeinde, ein Verein und sieben Gastronomiebetriebe

Die Bemühungen der Gruppe waren bereits binnen kürzester Zeit erfolgreich: 27 Einzelhändler, Gastronomen, die öffentliche Verwaltung und Vereine in Neu-Ulm haben sich dem Vorhaben „Fairtrade-Stadt“ bis dato angeschlossen. Hierunter befindet sich auch die Hochschule Neu-Ulm, die sich gerade selbst auf dem Weg befindet, Fairtrade University zu werden, das Lessing Gymnasium, der Verein „Wir in Neu-Ulm“ (WIN) und die Diakonie.

Darüber hinaus hat es die Steuerungsgruppe auch geschafft, die von Transfair geforderten Bildungsaktivitäten, wie beispielsweise Informationsveranstaltungen an Schulen oder Informationsstände in der Öffentlichkeit, zu organisieren.

Transfair e.V., die unabhängige Initiative zur Förderung des fairen Handels, würdigt dieses Engagement und die Bewerbung der Stadt Neu-Ulm nun mit der Verleihung des Fraitrade-Siegels und die Aufnahme der Stadt Neu-Ulm in die Gemeinschaft der fairen Städte Deutschlands und weltweit.

Carina Bischke von Transfair e.V. wird die entsprechende Urkunde am kommenden Freitag, 8. Dezember, um 17 Uhr auf der Bühne des Mittelalterlichen Weihnachtsmarktes auf dem Rathausplatz offiziell an Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg und die Vertreter der Neu-Ulmer Steuerungsgruppe übergeben.

Nach der offiziellen Übergabe der Urkunde ist die Stadt Neu-Ulm berechtigt, sich „Fairtrade-Stadt Neu-Ulm“ zu nennen.

INFO:
Die Fairtrade-Steuerungsgruppe ist mit einem eigenen Stand auf dem Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt vertreten. Alle Interessierten und Besucher erhalten hier Informationen zu fairem Handel und natürlich auch ausgewählte Fairtrade-Produkte.

Pressemitteilung 06.12.2019 (PDF)

Fairtrade-Stand auf dem Weihnachtsmarkt

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe war im Dezember 2017 mit einem eigenen Stand auf dem Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt vertreten. Alle Interessierten und Besucher konnten sich am Stand über den fairen Handel informieren und natürlich auch ausgewählte Fairtrade-Produkte kaufen.

Ein Korb mit Fairtrade-Produkten
Marktstand auf dem Weihnachtsmarkt mit fair gehandelten Produkten wie Kaffee und Infomaterial zum Thema "Fairtrade"
Fairtrade-Produkte am Weihnachtsmarkt-Stand
Oberbürgermeister Gerold Noerenberg sitzt an einem Tisch und unterzeichnet einen Vertrag, hinter ihm stehend 7 Personen

25. Juli 2017 

Stadt Neu-Ulm reicht Fairtrade-Bewerbung ein

Die Stadt Neu-Ulm will Fairtrade-Stadt werden. Eine entsprechende Bewerbung auf Erteilung des Zertifikats hat Oberbürgermeister Gerold Noerenberg am Mittwoch unterzeichnet. Wird Neu-Ulms Bewerbung angenommen, könnte die Stadt bereits in drei bis vier Monaten offiziell Fairtrade-Stadt sein.

Der Neu-Ulmer Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat der Verwaltung im Juni 2016 den Auftrag erteilt, an der europaweiten Kampagne Fairtrade-Towns teilzunehmen und die Auszeichnung Fairtrade-Stadt anzustreben. Im Herbst 2016 wurde daher eine Steuerungsgruppe gebildet, die die lokalen Aktivitäten koordiniert und die beteiligten Akteure miteinander vernetzt. Der Steuerungsgruppe gehören Vertreter der Verwaltung, der Wirtschaft, der Kirche, der Schulen, der Hochschule und der Politik an.

In den vergangenen Monaten hat sich die Gruppe viermal getroffen, um die Bewerbungsmappe der Stadt vorzubereiten. Um Fairtrade-Stadt zu werden, ist es neben einem nötigen Ratsbeschluss und der Gründung einer Steuerungsgruppe auch nötig, Einzelhändler, Gastronomen, die öffentliche Verwaltung und Vereine zu gewinnen, die mindestens zwei fair gehandelte Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Darüber hinaus müssen auch Bildungsaktivitäten, wie beispielsweise Informationsveranstaltungen an Schulen oder Informationsstände in der Öffentlichkeit, angeboten werden.

Die Steuerungsgruppe hat im Rahmen des Aktionstages „Neu-Ulm spielt“ über ihr Anliegen informiert und konnte bis jetzt insgesamt 14 Lebensmitteleinzelhändler und 7 Gastronomiebetriebe in Neu-Ulm ausfindig machen, die bereits dem Fairtrade-Gedanken folgen und fair gehandelte Produkte in ihren Sortimenten anbieten. Auch die Hochschule Neu-Ulm, die sich gerade selbst auf dem Weg befindet, Fairtrade University zu werden, das Lessing Gymnasium, der Verein Wir in Neu-Ulm (WIN) und die Diakonie beteiligen sich.

Die Partner, die die Steuerungsgruppe bisher gewinnen konnte, reichen bereits aus, um die Anforderungen der Organisation Fairtrade-Towns, die das Zertifikat verleiht, zu erfüllen. Darüber hinaus bestehen zahlreiche weitere Kontakte zu Gastronomen und Einzelhändler, die sich in den kommenden Wochen der Bewegung anschließen möchten.

Nach der Unterschrift durch den Oberbürgermeister wird die Bewerbung der Stadt Neu-Ulm in den kommenden Tagen an die Kampagne Fairtrade-Towns weitergeleitet. Die Stadt erhofft sich eine positive Rückmeldung noch in diesem Jahr.

Pressemitteilung 25.07.2019 (PDF)

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