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Bisherige Verlegungen von Stolpersteinen in Neu-Ulm

4. Verlegung am 2. April 2019

Broschüre zur 4. Stolperstein-Verlegung in Neu-Ulm

Am 2. April 2019 wurden vom Künstler Gunter Demnig sechs weitere Stolpersteine in Neu-Ulm verlegt.

Die erste Verlegung fand am Haus Wallstraße 22 statt. Hier erinnern ab sofort drei Stolpersteine an Emanuel, Emilie und Eva Rosenthal. Drei weitere Stolpersteine sollen das Andenken an Siegfried, Frida und Ilse Neumann bewahren und wurden in der Schützenstraße 38 verlegt.

Vor der Verlegung der Stolpersteine war es nötig, die Biografien der Personen zu rekonstruieren. Koordiniert haben diese Rekonstruktionsarbeit Mareike Kuch, Abteilungsleiterin für den Bereich Schule, Sport und Kultur im Neu-Ulmer Rathaus, sowie Stadtarchivarin Dr. Larissa Ramscheid. Unterstützt wurden sie von ehrenamtlich Tätigen und den Schülerinnen und Schülern der Inge-Aicher-Scholl-Realschule und der Christoph-Probst-Realschule. Die feierliche Verlegung der Stolpersteine wurde von den Schülerinnern und Schülern mitgestaltet.

„Wir dürfen die Opfer des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten lassen und müssen die Erinnerungen an jene aufrechterhalten“, sagte Neu-Ulms dritte Bürgermeisterin Rosl Schäufele im Rahmen der feierlichen Verlegung. Anschließend dankte sie den beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie den ehrenamtlich Tätigen, die durch ihr Engagement und ihre tatkräftige Recherchearbeiten die Verlegung der Stolpersteine möglich gemacht haben.

 

3. Verlegung am 12. Oktober 2017

Flyer zur 3. Stolperstein-Verlegung in Neu-Ulm am 12.10.2017

Am 12. Oktober wurden vom Künstler Gunter Demnig zum dritten Mal Stolpersteine in Neu-Ulm verlegt. Es kamen acht weitere Steine hinzu:

Am Haus Augsburger Straße 45 erinnern ab sofort zwei Stolpersteine an Elisabetha und Dr. Ludwig Stoß. Stolperstein Nummer drei und vier wurden an der Insel 2 verlegt und sollen das Andenken an Pauline und Arthur Strauß bewahren. In der Schützenstraße 38 folgten die Stolpersteine für Paula und Emil Neumann sowie Cilli und Paul Schulmann.

Sechs der acht Neu-Ulmerinnen und Neu-Ulmer haben die Gräueltaten des Nationalsozialismus überlebt, weil sie vor den Nazis geflohen sind und ihre Heimat verlassen haben. Zwei weitere sind in einem Versteck untergekommen.

Die feierliche Verlegung der Stolpersteine wurde von den Schülerinnern und Schülern der Inge-Aicher-Scholl-Realschule und der Christoph-Probst-Realschule mitgestaltet und von der Musikschule Neu-Ulm musikalische begleitet. Die Schüler sowie ehrenamtlich Tätige hatten das Projekt zudem durch umfangreiche Recherchearbeiten unterstützt.

Zwei Stolpersteine liegen vor der Verlegung auf dem Gehweg
Stolperstein für Dr. Ludwig Stoß
Stolperstein für Elisabetha Stoß
Bild vor der Verlegung vom Gehweg, auf dem neben den beiden Stolpersteinen auch Eimer, Handschuhe und Werkzeuge des Künstlers für die Verlegung bereit liegen.
Die beiden Stolpersteine werden in den Fußweg eingesetzt.
Aus einer Kanne wird Wasser über die Stolpersteine gegossen.
Der Künstler füllt mit Spachtelmasse die Lücke zwischen Stolpersteinen und dem Trottoir aus.
Der Künstler kehrt das überschüssige Füllmaterial mit einem Besen ab.
Mit einem Besen wird die überschüssige Erde von den Steinen gekehrt.
Mit einer Gießkanne wird Wasser über die Stolpersteine gegossen.
Bürgermeisterin Rosl Schäufele spricht ins Mikrofon
Die Stadtarchivarin spricht ins Mikrophon, daneben zwei Personen mit Instrumenten.
Eine Frau und ein Junge stehen vor einem Notenständer und musizieren mit ihren Flöten.
Die beiden verlegten Stolpersteine mit zwei weißen Rosen
Die beiden verlegten Stolpersteine mit zwei weißen Rosen

2. Verlegung am 29. Oktober 2016

Am 29. Oktober 2016 wurden durch den Kölner Künstler Gunter Demnig in Neu-Ulm zum zweiten Mal Stolpersteine verlegt.

Bevor der Opfer in Form von Stolpersteinen gedacht werden konnte, war es nötig, die Biografien der Personen ausführlich und lückenlos zu rekonstruieren. Koordiniert haben diese Rekonstruktionsarbeit Mareike Kuch und Kevin Geilen von der Neu-Ulmer Stadtverwaltung. „Dass wir die Biografien der fünf Neu-Ulmer Opfer tatsächlich alle bis ins letzte Detail rekonstruieren konnten, haben wir den Schülerinnen und Schülern der Inge-Aicher-Scholl-Realschule, der Christoph-Probst-Realschule und des Lessing-Gymnasiums zu verdanken. Sie und Hans-Peter Hartmann von der Stolperstein-Initiative Neu-Ulm haben in den vergangenen Monaten sehr viel Zeit und Mühe investiert, um das Leben der Opfer zu beleuchten“, sagte Mareike Kuch Kuch anerkennend.

Ein Teil der Schülerinnen und Schüler war bei der feierlichen Verlegung der Stolpersteine dabei und gestaltete die Veranstaltung mit. Die Musikschule Neu-Ulm begleitete die Gedenkveranstaltung musikalisch.

Die Stolpersteine sollen an folgende ehemalige Neu-Ulmer Bürgerinnen und Bürger erinnern:

Zwei Personen beim Musizieren mit Gitarre und Flöte, im Hintergrund Zuhörer
Der Künstler Gunter Demnig während der Stolpersteinverlegung am Boden kniend beim Arbeiten mit einer Spachtel, im Hintergrund Besucher der Gedenkveranstaltung
Der Künstler Gunter Demnig setzt einen Stolperstein in den Gehweg ein, im Hintergrund Besucher der Gedenk
Eine rote und eine weiße Rose neben einem in den Gehweg eingelassenen Stolperstein
Eine rote und eine weiße Rose neben einem in den Gehweg eingelassenen Stolperstein
Eine junge Frau musiziert mit einer Querflöte, im Hintergrund Zuhörer
Zwei in den Trottoir eingelassene Messingtafeln während von Schmutz befreit.
Zwei in den Gehweg eingelassene Stolpersteine, einer für Alfred Neuburger und einer für Frieda Wurmser, daneben eine rote und eine weiße Rote
 

1. Verlegung am 14. September 2015

Am 14. September 2015 wurden die ersten zehn Stolpersteine in Neu-Ulm verlegt. Zehn kleine Steine, die versuchen, die Erinnerung an Menschen am Leben zu erhalten, die ihr Leben unter der Nazi-Herrschaft im zweiten Weltkrieg verloren haben. Jeder Stein soll die Menschen dazu auffordern, nicht zu vergessen.

Der Künstler Gunter Demnig hat jeden der zehn Steine nicht nur selbst gestaltet, sondern auch selbst an insgesamt vier Stellen in der Stadt verlegt. Im Vorfeld hatte ein Team um die Rathausmitarbeiter Mareike Kuch und Kevin Geilen die Biographien der zehn Opfer ausführlich und lückenlos recherchiert. „Mühevolle Kleinstarbeit“ sei das teilweise gewesen, sagen die beiden und verweisen auf all diejenigen, die die Mammutarbeit „Recherche“ gestemmt haben: Die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe der Christoph-Probst-Realschule und der Inge-Aicher-Scholl-Realschule sowie der Neu-Ulmer Hans-Peter Hartmann.

Die verlegten Stolpersteine sollen erinnern an:

Bilder von der Erstverlegung