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ENDE // ANFANG: Neu-Ulm 1945

Ausstellung und Programm
zum 75. Jahrestag der Zerstörung Neu-Ulms durch die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg

Banner mit Text "Ende // Anfang: Neu-Ulm 1945 - ab sofort online", bei Klick auf dem Banner öffnet sich die digitale Ausstellung in einem neuen Fenster

Vor allem durch die Luftangriffe der alliierten Streitkräfte am 1. und 4. März 1945 wurde Neu-Ulm zu mehr als zwei Drittel zerstört. Eine Ausstellung in der Stadtbücherei mit umfangreichem Rahmenprogramm erinnert an die Zerstörung Neu-Ulms vor 75 Jahren. Der Blick wird dabei auch auf die unmittelbare Nachkriegszeit geworfen sowie auf das, was heute noch im Stadtbild davon abzulesen ist.
 

Ausstellung ab sofort digital verfügbar

Leider hat die Corona-Pandemie für ein verfrühtes Ende der Ausstellung „ENDE // ANFANG: Neu-Ulm 1945“ gesorgt. Das Neu-Ulmer Stadtarchiv hat inzwischen eine Lösung gefunden, um die Ausstellung auch weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen: Die Inhalte der Ausstellung stehen ab sofort online auf folgender Website zur Verfügung:

www.nu1945.neu-ulm.de

Impressionen von der Ausstellung in und an der Stadtbücherei Neu-Ulm

Ausstellungswände in der Stadtbücherei
Ausstellungswände in der Stadtbücherei
Gebäude der Neu-Ulmer Stadtbücherei
Ein Teil der Ausstellung befindet sich an den Außenfenstern des Gebäudes.

Fotos: Oleg Kuchar

Bombenangriffe auf Ulm und Neu-Ulm

Die Städte Neu-Ulm und Ulm wurden neben vielen kleineren Angriffen durch drei Großangriffe zerstört. Noch heute läuten die Glocken des Ulmer Münsters am 17. Dezember jeden Jahres, um an den ersten Großangriff von 1944 zu erinnern. Auch Neu-Ulm erfuhr an diesem Tag schwerwiegende Treffer. Die für Neu-Ulm folgenschwersten Angriffe folgten im März 1945.

Am 1. März 1945 um 13.15 Uhr startete der zweite Großangriff mit etwa 420 Flugzeugen. In 45 Minuten warfen sie 1.950 Sprengbomben, 10 Minenbomben und 100.000 Brandbomben auf beide Städte. 472 Menschen verloren ihr Leben, 181 wurden verletzt und 17.500 Menschen wurden obdachlos.

Der dritte Schlag gegen die Doppelstadt ereilte die Bürgerinnen und Bürger bereits drei Tage später. Am 4. März fielen in 58 Minuten 200 Sprengbomben, 10 Minenbomben und 65.000 Brandbomben auf Neu-Ulm und Ulm. Weitere 154 Tote, 321 Verletzte und 11.500 Obdachlose sind zu beklagen.

Der 4. März 1945 gehört zu den schwärzesten Tagen in der Geschichte der jungen Stadt Neu-Ulm. Vor genau 75 Jahren wurde die Stadt durch einen Bombenhagel aus der Luft nahezu dem Erdboden gleich gemacht. Die Angriffe an diesem Tag dauerten eine Stunde. Anschließend war nichts mehr, wie es war und Neu-Ulm war kaum mehr wiederzuerkennen. 43 Prozent der Wohnhäuser, 86 Prozent der gewerblichen Wohnhäuser und ganze Straßenzüge waren zerstört. Die Brücken über die Donau und somit die Verbindung zwischen Neu-Ulm und Ulm wurden durch die deutsche Wehrmacht infolge der Luftangriffe gesprengt.

Insgesamt waren 757 Männer Neu-Ulmer in den Kriegswirren gefallen oder als vermisst gemeldet worden. Rund 9.590 Menschen wurden während des Kriegs in das Umland evakuiert. Am Ende lebten nur noch 4.000 Menschen in Neu-Ulm. Vor Kriegsbeginn waren es noch rund 14.000. Neu-Ulm gehörte zu den am stärksten zerstörten Städten in Bayern.

Schwarz-Weiß-Foto von der zerstörten Straße mit brennendem Gebäude
Brand Augsburger Straße, 1945 (Foto: Stadtarchiv Neu-Ulm)

Verborgene Schätze

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Das Stadtarchiv freut sich auf diese Schätze in Privatbesitz!

E-Mail: stadtarchiv@neu-ulm.de