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Einweihung und Nachbarschaftsfest in der Münsterblickstraße

33 vom Freistaat geförderte Sozialwohnungen können Anfang 2018 bezogen werden

Foto vom neuen vierstöckigen Wohngebäude in der Münsterblickstraße, der Bereich rund um das Gebäude befindet sich noch im Bau

Das Wohnbauprojekt Münsterblickstraße

Drei Männer stehend vor dem neuen Wohngebäude in der Münsterblickstraße, Neu-UlmsOberbürgermeister Noerenberg (in der Mitte) zerschneidet mit einer Schere ein vor ihnen gespanntes blau-weiß-kariertes Eröffnungsband.

Andreas F. Heipp, Geschäftsführer der NUWOG, Oberbürgermeister Gerold Noerenberg und Architekt Axel Nething (v.l.) durchtrennen feierlich das Eröffnungsband. (Fotos: Stadt Neu-Ulm)

27. November 2017   –   August 2016 in der Neu-Ulmer Münsterblickstraße: Spatenstich für das Wohnbauprojekt Münsterblickstraße. Und das bei strahlendem Sonnenschein und zahlreichen Gästen. Am Freitag, 24. November, nach lediglich gut 15 Monaten Bauzeit, konnte der erste Bauabschnitt des Projekts mit einem Nachbarschaftsfest eingeweiht werden. Ebenfalls im Beisein vieler Gäste und ebenfalls bei schönem Wetter.

Petrus scheint es gut mit dem Neu-Ulmer Wohnbauprojekt in der Münsterblickstraße zu meinen. Auch zur Einweihungsfeier nebst Nachbarschaftsfest hat er die Sonne über der Stadt scheinen lassen. Für die Stadt als Gastgeber wie auch die zahlreichen Gäste ein Grund mehr, sich über den raschen Baufortschritt des Vorhabens zu freuen. Denn auch in Neu-Ulm ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Das Bauvorhaben soll den Druck auf dem Wohnungsmarkt etwas lindern. 110 neue Wohnungen werden hier entstehen, in insgesamt drei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt des Bauvorhabens gehört zu den ersten Projekten in Bayern, die nach dem kommunalen Wohnraumförderprogramm „KommWFP“ bezuschusst wurden. Der Pakt wurde von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr initiiert, um Städte und Gemeinden in ihren Vorhaben zu unterstützen, dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum  zu schaffen.

Bauträger des Projekts ist die Stadt Neu-Ulm. Die NUWOG-Unternehmensgruppe mit ihrer Gesellschaft NUWOG-Dienst plant und errichtet die Gebäude als Generalplanerin und Generalunternehmerin und wird sie künftig auch bewirtschaften.

Seit dem Spatenstich im Sommer 2016 sind 33 geförderte und barrierefreie Wohnungen in zwei Gebäudekomplexen entstanden. Die Wohnungen werden voraussichtlich im Februar 2018 bezogen. Der Wohnraum ist für Menschen mit geringeren Einkünften in allen Lebenslagen und Altersklassen gedacht.

Für Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg ist das kommunale Wohnraumförderprogramm ein „immens wichtiger Baustein, um in Städten und Gemeinden weiteren dringend benötigten Wohnraum zu schaffen“. Denn die Kosten hierfür könnten nicht allein von den Kommunen getragen werden. Dennoch sehe er es aktuell und auch künftig als Pflicht der Stadt Neu-Ulm an, bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zur Verfügung zu stellen. Mit dem Projekt Münsterblickstraße sei dies gelungen. „Ich hoffe, dass sich die künftigen Mieter hier wohlfühlen werden und es im neuen Wohngebiet ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis geben wird“, so Noerenberg.

Ministerialrat Gottfried Weiß von der Regierung von Schwaben, der eigens zur Einweihung nach Neu-Ulm gekommen war, lobte die innovative Planung und den Mut der Stadt Neu-Ulm, im Bereich des geförderten Wohnungsbaus neue Wege zu gehen. Mit einem in die Zukunft gerichteten Blick hoffe er, dass das Wohnbauprojekt in der Neu-Ulmer Münsterblickstraße anderen Städten als Vorbild dienen werde.

Nach Bezug der ersten 33 Wohnungen werden im Rahmen des Modellvorhabens „effizient bauen – leistbar wohnen“ der Obersten Bayerischen Baubehörde in einem zweiten Schritt bis 2019 weitere 40 geförderte Wohnungen umgesetzt. Die Mehrfachbeauftragung hat das Wiener Architekturbüro STUDIOVLAY ZT GMBH gewonnen. „Der Städtebau überzeugt mit einer sich öffnenden Bebauung, die gemeinschaftlich nutzbare Flächen entlang der fußläufigen Erschließung anbietet“, erläutert NUWOG-Geschäftsführer Andreas F. Heipp die Gedanken des Architekten. Im dritten und letzten Bauabschnitt kommen bis zum Jahr 2020 etwa 30 freifinanzierte Eigentumswohnungen mit einer Tiefgarage hinzu. „Damit leistet die NUWOG über das Modellvorhaben einen Beitrag zur kostengünstigen Eigentumsbildung“, so Heipp. Mit den drei Bauabschnitten soll so eine Mischung aus geförderten Mietwohnungen und günstigen Eigentumswohnungen gelingen. Das Stadtquartier kann somit zur neuen Heimat für Menschen aller Einkommensklassen werden.

Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt (inklusive Grundstück) belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Euro. Die reinen Baukosten liegen bei rund 5,8 Millionen Euro. Der Zuschuss aus dem Kommunalen Wohnraumförderprogramm beträgt 1,95 Millionen Euro.

Hintergrundinformationen:
Die Stadt Neu-Ulm will gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft NUWOG im kommunalen Wohnbauprogramm bis zum Jahr 2020 ca. 400 neue Wohnungen schaffen. Neben der Münsterblickstraße sollen diese unter anderem auch in Ludwigsfeld (Baugebiet Ulmer Hofgut), in den Ulmer Riedteilen, in der Alten Stadtgärtnerei und in Wiley-Nord entstehen. Insgesamt sind bis 2019 sieben Baumaßnahmen in Arbeit, um dem wachsenden Bedürfnis nach Wohnraum gerecht zu werden.

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