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Bahnprojekt Ausbau-/Neubaustrecke Ulm – Augsburg: Landesplanerische Beurteilung des Raumordnungsverfahrens

Die DB Netz AG (Projektträgerin) plant, die Schienenverbindung zwischen Ulm/Neu-Ulm und Augsburg durch eine Ausbau-/Neubaustrecke leistungsfähiger zu machen. Das Projekt ist Teil der Magistrale für Europa Paris – Karlsruhe – Stuttgart – München – Wien – Bratislava / Budapest; es ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 mit dem Titel „ABS/NBS Ulm- Augsburg“ unter der Projektnummer „2-041-V02“ verankert und als vordringlicher Bedarf eingestuft. 

Das von der Regierung von Schwaben durchgeführte Raumordnungsverfahren Bahnprojekt Ausbau-/Neubaustrecke (ABS/NBS) Ulm – Augsburg wurde am 29. Mai 2024 abgeschlossen. 

Die landesplanerische Beurteilung ist auf der Internetpräsenz der Regierung von Schwaben eingestellt: Raumordnungsverfahren (regierung.schwaben.bayern.de)

Gegenstand des Raumordnungsverfahrens war die Planung der DB Netz AG, die Schienenverbindung zwischen Ulm/Neu-Ulm und Augsburg durch eine Ausbau-/Neubaustrecke leistungsfähiger zu machen. Das Projekt ist Teil der Magistrale für Europa Paris – Karlsruhe – Stuttgart – München – Wien Bratislava / Budapest. Es ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 mit dem Titel „ABS/NBS Ulm – Augsburg“ unter der Projektnummer „2-041-V02“ verankert und als vordringlicher Bedarf eingestuft.

Die möglichen Trassenvarianten sind intensiv geprüft worden. Dabei stellt die Regierung von Schwaben im Rahmen der landesplanerischen Beurteilung fest, dass zwei Trassenvarianten nicht den Erfordernissen der Raumordnung entsprechen und somit nicht weiter zu verfolgen sind. Die Variante Blau-Grün und die Variante Orange Tunnel Mindeltal können im Belang Wasserwirtschaft nicht mit den Erfordernissen der Raumordnung in Übereinstimmung gebracht werden und können damit nicht weiterverfolgt werden.

Die Trassenvarianten Violett (Durchfahrung Burlafingen, Umfahrung Burlafingen), Orange (Enge Bündelung A8, Tiefbahnhof Zusamtal) und Türkis entsprechen, bei Berücksichtigung der in der landesplanerischen Beurteilung vorgelegten Maßgaben, den Erfordernissen der Raumordnung und können damit weiterverfolgt werden.

Die Regierung von Schwaben weist in ihrer landesplanerischen Beurteilung besonders darauf hin, dass auch die Möglichkeit besteht, einzelne Trassenabschnitte als Kombinationslösung miteinander zu verknüpfen, um Eingriffe bestmöglich zu minimieren. Die Entscheidung, welche der positiv beurteilten Trassenvarianten weiter ausgearbeitet wird, liegt bei der DB Netz AG.

Für die Stadt Neu-Ulm bedeutet die Beurteilung der Regierung von Schwaben, dass im Stadtgebiet alle Streckenführungen der verschiedenen Trassenvarianten weiterhin möglich sind, da die ausgeschiedenen Varianten im Stadtgebiet deckungsgleich mit verbleibenden Varianten verlaufen. Es ist nun abzuwarten, wie sich die DB Netz AG zur landesplanerischen Beurteilung äußern wird und welche Trassenvariante sie weiter ausarbeiten und zur Umsetzung vorschlagen wird.

Die landesplanerische Beurteilung, Übersichtskarten zu den bewerteten Trassenvarianten sowie die Wiedergabe der wesentlichen Ergebnisse der Beteiligung können unter folgendem Link aufgerufen werden:

Raumordnungsverfahren Bahnprojekt ABS/NBS Ulm-Augsburg (regierung.schwaben.bayern.de)

Zusätzlich zur Veröffentlichung im Internet liegen die Unterlagen im Zeitraum von Montag, 17. Juni 2024 bis einschließlich Freitag, 19. Juli 2024 im Rathaus der Stadt Neu-Ulm, Augsburger Straße 15, Dezernat 3, Abteilung Stadtplanung, 3. Stock während der Öffnungszeiten öffentlich aus:

  • Montag: 8.00 – 13.00 Uhr (nur nach vorheriger Terminvereinbarung)
  • Dienstag: 8.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr
  • Mittwoch: 8.00 – 13.00 Uhr
  • Donnerstag: 8.00 – 13.00 Uhr und 14.00 – 18.00 Uhr
  • Freitag: 8.00 – 13.00 Uhr (nur nach vorheriger Terminvereinbarung)