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Einfacher Bebauungsplan M 130 „Beim Amsel- und Zeisigweg“, Ludwigsfeld

Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Geltungsbereich des Bebauungsplans M 130 im Stadtteil Ludwigsfeld östlich des Illerkanals und westlich der Memminger Straße

Der Planungs- und Umweltausschuss hat in seiner Sitzung am 09.03.2021 die Aufstellung des Einfachen Bebauungsplanes M 130 „Beim Amsel- und Zeisigweg“, Ludwigsfeld gemäß § 2 Abs. 1 BauGB und die Durchführung des Verfahrens gemäß § 13 a BauGB im beschleunigten Verfahren beschlossen. Zudem hat der Planungs- und Umweltausschuss in dieser Sitzung die öffentliche Auslegung des Einfachen Bebauungsplanes M 130 „Beim Amsel und Zeisigweg“ mit Stand vom 08.02.2021 beschlossen.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes ist im Übersichtslageplan dargestellt. Er liegt im Neu-Ulmer Stadtteil Ludwigsfeld westlich der den Stadtteil in Nord-Süd-Richtung querenden Hauptverbindungsstraße „Memminger Straße“ sowie östlich des Illerkanals. Er liegt zwischen dem Fasanenweg im Norden, dem Meisenweg im Osten, einer Grundstückstiefe südlich des Zeisigwegs im Süden
sowie dem Drosselweg im Westen.

Das vorliegende Bebauungsplanverfahren mit der Bezeichnung M 130 „Beim Amsel- und Zeisigweg“ ersetzt ein Bebauungsplanverfahren unter der Bezeichnung einfacher Bebauungsplan M 130 “Für den Bereich Fasanenweg im Norden, Meisenweg im Osten, eine Grundstückstiefe südlich des Zeisigwegs im Süden und Drosselweg im Westen, Ludwigsfeld“, für das der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am 15.05.2018 einen Aufstellungsbeschluss gefasst hat.
 

Ziele und Zwecke der Planung

Das Plangebiet weist eine Größe von ca. 2,82 ha auf. Es ist vollständig bebaut. Die vorhandenen Nutzungen im Plangebiet sind durch Wohngebäude bestimmt. Das Gebiet ist geprägt durch eine lockere Einzelhaus- und teilweise Doppelhausbebauung aus den 1950er und 1960er Jahren auf überwiegend großzügigen Baugrundstücken mit meistens 1-2 Wohneinheiten je Gebäude und Gärten. Vereinzelt existieren auch Mehrfamilienhäuser. Darüber hinaus existieren entlang des Meisenwegs wenige Gebäude mit einer gemischten Nutzung aus Büros, Handwerkern, Dienstleistern, freiberuflich Tätigen und Wohnen, die allesamt wohngebietstypisch und -verträglich sind.

Die Grundzüge und Ziele der Planung lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Städtebauliche Sicherung und Gliederung des Charakters des Gebietes mit Steigerung der Attraktivität des Gebietes für moderne Wohnformen, Schaffung von städtebaulich verträglichen Erweiterungsmöglichkeiten und einer angemessenen Verdichtung der vorhandenen Bebauung bei gleichzeitiger Bewahrung der kleingliedrigen Baustruktur
  • Zulassung einer für das Gebiet verträglichen Baudichte zur Einfügung von Neubaumaßnahmen in die Umgebungsbebauung

Zur Umsetzung der Ziele der Planung ist die Aufstellung des Bebauungsplanes erforderlich.
 

Umweltbezogene Informationen/Verfahren

Der Bebauungsplan wird als Bebauungsplan der Innenentwicklung gemäß § 13 a Abs. 1 Nr. 1 BauGB im beschleunigten Verfahren aufgestellt. Es wird auf die Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB und eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB verzichtet.

Zur Planung liegen in einem Gutachten (Bestandteil der Begründung) folgende Arten umweltbezogener Informationen vor:
Schutzgut Tiere/Pflanzen/biologische Vielfalt zu Themen Änderung Grünbestand und spezieller Artenschutz

Im Bebauungsplan werden Vermeidungsmaßnahmen festgesetzt u.a. zu:

  • Einfügen neuer Vorhaben in die Eigenart der näheren Umgebung nach Vorgaben des § 34 BauGB
  • Begrenzung des Grades der Überbauung und Versiegelung durch Festsetzung einer Grundflächenzahl i.V.m. Baugrenzen
  • Festsetzung von Baugrenzen zum Erhalt bzw. zur Neuschaffung von Hausgartenflächen
  • Festsetzung von kleintiergängigen Einfriedungen
  • Festsetzung zu Erhalt und Pflege bestehender Bäume
  • Standort- und qualitätsgerechte Ersatzpflanzungen für natürlich abgegangene und gerodete Bäume
  • Festsetzung von Vermeidungsmaßnahmen zur Umsetzung von artenschutzfachlichen Detailuntersuchungen vor Baumaßnah-men bezüglich möglicher relevanter Vorkommen von Säugetiere, Vögel, Kriechtiere oder Käfer

Die naturschutzfachlichen Eingriffe sind nach § 34 BauGB bereits jetzt, d.h. vor der planerischen Entscheidung gemäß des vorliegenden Bebauungsplanes zulässig. Naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen sind folglich nicht erforderlich.

Im Rahmen eines artenschutzrechtlichen Fachbeitrages zur Durchführung einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) des Bebauungsplanes wurden Maßnahmen in Bezug zu § 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ausgewiesen, die im Bebauungsplan festgesetzt sind (Bezeichnung Fachbeitrag siehe Angaben zu vorliegenden wesentlichen umweltbezogenen Stellungnahmen).

Bereits vorliegende wesentliche umweltbezogene Stellungnahmen und Gutachten sind:

  • Stellungnahmen: keine vorliegend
  • Gutachten: Planung, Landschaft, Arten, Natur Dipl. Biol. Reinhard Utzel: Naturschutzfachliche Angaben zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) Einfacher Bebauungsplan M 130 „Beim Amsel- und Zeisigweg“ vom 20.11.2020
     

Beteiligung der Öffentlichkeit

Der Entwurf des Bebauungsplanes mit Stand 08.02.2021 einschließlich seiner Begründung und das v.g. Gutachten liegen in der Zeit

von Dienstag, den 27. April 2021 bis einschließlich Donnerstag, den 27. Mai 2021

im Rathaus Neu-Ulm, Augsburger Str. 15, im Foyer im Erdgeschoss während der Öffnungszeiten des Rathauses öffentlich aus:

  • Montag bis Dienstag 8:00-12:00 Uhr und 13:30-16:00 Uhr
  • Mittwoch 8:00-12:00 Uhr
  • Donnerstag 8:00-12:00 Uhr und 13:30-18:00 Uhr
  • Freitag 8:00-13:00 Uhr.

Es besteht Gelegenheit, sich während der Auslegung über die Planungsabsichten zu informieren und Anregungen zu äußern. Die Einsichtnahme ist möglich. Anregungen können schriftlich oder per E-Mail eingereicht werden. Darüber hinaus besteht während der Auslegungszeit nach telefonischer Terminvereinbarung die Gelegenheit zu einem Erörterungstermin im Rathaus beim Dezernat 3, Abt. Stadtplanung. Dabei können Stellungnahmen zu dem Bebauungsplanentwurf schriftlich oder zur Niederschrift beim Dezernat 3, Abt. Stadtplanung vorgebracht werden.

Zusätzlich können die Unterlagen der Öffentlichkeitsbeteiligung bis einschließlich Donnerstag, den 27.05.2021 auf der städtischen Internetseite www.auslegungen.neu-ulm.de abgerufen werden.
 

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i.V.m. § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern eine Stellungnahme ohne Absenderangabe abgegeben wird, erhält der Einwender keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen sind dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren“ zu entnehmen, das mit den Bebauungsplanunterlagen öffentlich ausliegt.
 

Hinweise

Die fristgemäß vorgebrachten Stellungnahmen werden vom Planungs- und Umweltausschuss in öffentlicher Sitzung im Rahmen der Abwägung behandelt. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können gemäß § 4a Abs. 6 BauGB bei der Beschlussfassung des Bebauungsplanes unberücksichtigt bleiben.
 

Unterlagen der öffentlichen Auslegung

Kontakt

Wenn Sie eine Stellungnahme abgeben möchten, senden Sie zur betreffenden Planung eine E-Mail oder ein Schreiben mit Ihren Absenderangaben an:

Stadt Neu-Ulm
Abteilung Stadtplanung
Augsburger Str. 15
89231 Neu-Ulm

E-Mail: stadtplanung@neu-ulm.de