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Klimaanpassungskonzept

Die Stadt Neu-Ulm stellt sich auf die Folgen des Klimawandels ein und erarbeitet ein Klimaanpassungskonzept für das gesamte Stadtgebiet.

Klimatische Bedingungen haben einen großen Einfluss auf die Anforderungen an die Stadtentwicklung sowie an Planung, Bau und Unterhaltung der kommunalen Infrastruktur. Bereits heute treten in Neu-Ulm vermehrt längere Hitzeperioden und Trockenphasen im Wechsel mit Starkregen- und Hochwasserereignissen auf.

Durch die Auswirkungen des Klimawandels gewinnen klimaangepasste Freiräume und Gebäude zunehmend an Bedeutung für die Gesundheit der Bevölkerung sowie die Aufenthalts- und Lebensqualität.

Um die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegenüber den erwarteten Folgen des Klimawandels zu stärken und die Lebensqualität in Neu-Ulm zu sichern, soll bis Anfang 2027 ein Klimaanpassungskonzept erstellt werden. Darin soll aufgezeigt werden, wie Neu-Ulm mit den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels umgehen und sich frühzeitig auf veränderte Bedingungen einstellen kann. 

Onlinebeteiligung über interaktiven Stadtplan

Vom 23. September bis zum 30. Oktober 2026 können Bürgerinnen und Bürger über einen interaktiven Stadtplan eigene Ideen für Maßnahmen zur Klimaanpassung in Neu-Ulm einbringen.

Denkbar sind beispielsweise Vorschläge für Entsiegelungs- oder Begrünungsmaßnahmen im öffentlichen Raum, zusätzliche Verschattungsmöglichkeiten oder Informationsangebote zur Klimaanpassung. Dabei geht es ausdrücklich auch um Erfahrungen aus dem persönlichen Wohn- und Arbeitsumfeld: Wo wird es im Sommer besonders heiß? Wo fehlt Schatten oder Grün?

Die Anregungen lassen sich in einer virtuellen Karte räumlich verorten. 

Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung fließen in die Ausarbeitung konkreter Handlungsfelder und Maßnahmen für das Klimaanpassungskonzept ein. Der Beschluss des Konzeptes erfolgt voraussichtlich Anfang 2027 im Planungs- und Umweltausschuss des Stadtrats.
 

Jetzt mitmachen und eigene Anregungen einbringen!

Über folgenden Link gelangen Sie zur Onlinebeteiligung (die interaktive Karte öffnet sich in einem neuen Fenster):

Zur Onlinebeteiligung (gisserver.de)

 

Sie können Ihre Anregungen auch direkt in der untenstehenden Karte eintragen. 
Klicken Sie dazu bitte auf das Plus-Symbol rechts unten (+). Sie können eine neue Anregung erstellen, indem Sie anschließend den entsprechenden Ort in der Karte anklicken und Ihre Idee eintragen und abschicken.

Bausteine des Klimaanpassungskonzepts

Vorgesehene Bausteine des Klimaanpassungskonzeptes sind:

  1. Stadtklimaanalyse für das gesamte Stadtgebiet:
    - Berechnung der Temperaturunterschiede im Stadtgebiet an einem Sommertag und Darstellung der Wärmebelastung in Karten
    - Berechnung der nächtlichen Abkühlung bzw. Überwärmung
    - Berechnung von Kaltluftproduktion und Kaltluftströmen

    Eine wichtige Grundlage für das Klimaanpassungskonzept ist die inzwischen vorliegende Stadtklimaanalyse. Darin wurde unter anderem untersucht, wo sich im Sommer besonders stark erwärmte Bereiche, sogenannte Hitzehotspots, im Stadtgebiet befinden. Die Zwischenergebnisse der Analyse können im interaktiven Stadtplan zur Bürgerbeteiligung eingesehen werden: 
    Interaktiver Stadtplan inkl. Klimaanalysekarte (gisserver.de)
     
  2. Folgen- und Vulnerabilitätsanalyse:
    - Ermittlung räumlicher Hot-Spot-Bereiche mit hoher Hitzebelastung (z.B. sensible Nutzungen, hohe Zahl älterer Bevölkerung und fehlende Entlastungsräume)
     
  3. Strategie:
    - Definition von Handlungsfeldern und Leitlinien
    - Maßnahmenkatalog und Projektmaßnahmen

Die Konzepterstellung erfolgt durch die Büros GEO-NET Umweltconsulting GmbH und berchtoldkrass space+options Raumplaner, Stadtplaner. Partnerschaft.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen zum Klimaanpassungskonzept wenden Sie sich bitte an:

Chris Häußler
Abteilungsleiter
Dezernat 3, Abteilung Stadtplanung
Tel. (0731) 7050-3100
E-Mail: c.haeussler@neu-ulm.de

Stadt Neu-Ulm
Augsburger Straße 15
89231 Neu-Ulm

Die Erstellung des Klimaanpassungskonzepts wird im Rahmen der Förderrichtlinien Kommunaler Klimaschutz (KommKlimaFöR 2023) durch den Freistaat Bayern gefördert.