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23. Neu-Ulmer Orchideentage

Große traditionelle Orchideenschau mit Verkauf 

Rückblick: Das waren die 23. Neu-Ulmer Orchideentage

Vom 13. bis zum 15. Februar 2026 verwandelte sich das Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus wieder in ein großes tropisches Gewächshaus. Die Besucherinnen und Besucher konnten liebevoll gestaltete Ausstellungsflächen und zahlreiche unterschiedliche Orchideenzüchtungen bestaunen. Die Blumenschau wurde durch eine Kunstausstellung, Verkaufsstände sowie eine Kinderschnitzeljagd ergänzt.

Im Rahmen der Eröffnung wurde traditionell auch wieder eine Neuzüchtung auf den Namen einer prominenten Frau getauft. In diesem Jahr übernahm Prof. Dr. Uta Faeser, Leiterin der Hochschule Neu-Ulm, diese besondere Patenschaft.

Am Samstag erfolgte die sogenannte Tischbewertung, bei der die Aussteller ihre interessantesten Orchideen-Exemplare präsentierten. Am Sonntag wurden die schönsten Züchtungen schließlich bei einer Preisverleihung prämiert.

Fotos: Stephan Zettler / Emotionphotos

Grußwort von Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger

Seit Generationen fasziniert der unerschöpfliche Farben- und Formenreichtum tropischer Orchideen. Vom 13. bis 15. Februar 2026 verwandelt sich das Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus wieder in ein exotisches Blütenparadies.

Zum 23. Mal präsentiert die Deutsche-Orchideen-Gesellschaft e.V. ein phantastisches Frühlingserwachen mit tausenden Orchideen, von regionalen, nationalen und internationalen Orchideenzüchtern gekonnt inszeniert und in prächtigen Schauständen arrangiert. Auch Liebhabergruppen der Deutschen-Orchideen-Gesellschaft e.V. zeigen liebevoll kultivierte Orchideen aus ihren privaten Sammlungen. 

Es ist mir deshalb eine besondere Freude, diese prachtvolle Schau am 13. Februar in Neu-Ulm zu eröffnen. Traditionell wird im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten auch wieder eine Neuzüchtung auf den Namen einer prominenten Frau getauft. Lassen Sie sich überraschen, wer dieses Mal die Namensgeberin ist. Zu dieser Taufe lade ich Sie herzlich in ein exotisches Paradies ein, in das sich das Edwin-Scharff-Haus verwandeln wird.

Unsere Orchideenschau gehört zu einer der größten in Deutschland und ich danke den Mitgliedern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen-Orchideen-Gesellschaft e. V., dass wir diese schönen Orchideen, die eine der artenreichsten und vielgestaltigsten Blütenpflanzen dieser Welt darstellen, hier in Neu-Ulm präsentieren können.

Von jeher haben Orchideen mit ihren phantastischen Blüten und biologischen Anpassungen, Botaniker und Naturfreunde fasziniert. Deshalb ist diese hochkarätige Schau ein großer Anziehungspunkt für viele Gäste aus der Region und ganz Deutschland. Zu dieser Neu-Ulmer Schau, die die Vielfalt und Farbenpracht tausender Orchideen zeigt, integriert im besonderen Flair des Edwin-Scharff-Hauses am bayerischen Donauufer, lade ich Sie recht herzlich ein.

Herzliche Grüße aus Neu-Ulm

Katrin Albsteiger
Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm

Veranstalter

Das Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus führt die Orchideentage in Zusammenarbeit mit der Deutschen Orchideen-Gesellschaft (D.O.G.) durch, die für den fachlichen Bereich zuständig ist.

Aussteller

Viele Orchideen-Fachleute aus dem In- und Ausland präsentieren im Rahmen der Neu-Ulmer Orchideentage ihre interessantesten, schönsten und wertvollsten Orchideenarten. Zu den Blumenausstellern gesellen sich auch Stände mit Orchideen-Literatur.

Die Information im Rahmen der Orchideentage Neu-Ulm ist so vielfältig wie das Blütenangebot. Von den Fachleuten erhält man Antworten auf so ziemlich alle Fragen, die im Zusammenhang mit Orchideen gestellt werden. Schon oft ist eine solche Veranstaltung für Besucherinnen und Besucher der Start zu einem neuen Hobby geworden: der Orchideenzucht.

Interview mit Orchideen-Patin Prof. Dr. Uta Feser

Am Freitag, 13. Februar 2026, werden im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus die 23. Neu-Ulmer Orchideentage eröffnet. Im Rahmen der Eröffnung findet traditionell die Taufe einer neuen Orchideenzüchtung auf den Namen einer prominenten Frau statt. In diesem Jahr übernimmt diese besondere Patenschaft Prof. Dr. Uta Faeser, Leiterin der Hochschule Neu-Ulm. 

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Feser, haben Sie mit Ihrem Namen eventuell schon bei etwas ähnlichem Pate gestanden?
Nein – mit meinem Namen noch nicht, aber ich habe vor Jahren einen ICE auf den Namen „Neu-Ulm“ getauft.

Was bedeuten Ihnen Blumen?
Eleganz, Schönheit, Natur, Freude, Wechsel der Jahreszeiten, Blühen und Vergehen

Würde Sie sagen, dass Sie einen grünen Daumen haben?
Ja – wenn ich die Zeit, die dafür nötig ist, aufbringen kann.

Welche Blume haben Sie als Ihre ganz persönliche Favoritin auserkoren?
Orchideen als Zimmerpflanzen und im Garten Rosen

Finden sich bei Ihnen im Büro oder auch zu Hause Orchideen?
Als Zimmerpflanzen habe ich Orchideen zu Hause, vor Corona hatte ich auch welche im Büro.

Waren Sie in den zurückliegenden Jahren schon einmal bei den Neu-Ulmer Orchideentagen zu Gast?
Leider nein – meistens Terminüberschneidungen

Was verbindet Sie persönlich mit Orchideen?
Schönheit, Stärke, Vielfalt, Eleganz, Sinnlichkeit, Zusammengehörigkeit

Welche Farben glauben Sie, wird die Orchidee, die auf Ihren Namen getauft wird, haben?
Purpur / rot-violette. Das ist unter anderem auch die Farbe der Weisheit/Wissenschaft

Herzlichen Dank für die Beantwortung unserer Fragen.

Bildergalerie

Treten Sie ein in die faszinierende Welt der Orchideen – bei den Neu-Ulmer Orchideentagen! Als Vorgeschmack auf die nächsten Orchideentage finden Sie hier Impressionen von der vergangenen Orchideenschau im Februar 2024:

Fotos: Stephan Zettler / Emotionphotos

Orchideen-Lexikon

Wussten Sie, dass es rund 25.000 verschiedenen Orchideenarten gibt, dass man Orchideen nicht in jede beliebige Blumenerde pflanzen darf und dass bisher keine giftige Orchideenart bekannt ist?

Interessantes rund um Orchideen finden Sie in unserem kleinen Orchideen-Lexikon:

  • Arten:
    An die 25.000 verschiedene Orchideenarten gibt es. Einige sind sehr selten und bereits ausgestorben, wenige dagegen findet man in großen Mengen.
     
  • Biotop:
    Orchideenzüchter bedienen sich künstlicher Biotope. Sozusagen im Labor bringen sie in mühevoller Kleinarbeit neue Pflänzchen hervor, die lange gehegt und gepflegt sein wollen, bis sie erstmals eine wunderschöne Blüte hervorbringen.
     
  • Chemie:
    Einfache Zusammenhänge der Chemie für das Wissen um Dünger und Wasser sind erforderlich.
     
  • Dünger:
    Selbstverständlich kann man auch Orchideen düngen. Allerdings benötigen sie maximal ein Viertel der üblichen Konzentrate, die man für Blumen im Handel bekommt.
     
  • Deutsche Orchideen-Gesellschaft (DOG):
    In ihr sind rund 4.000 Orchideenliebhaber(innen) der exotischen Pflanzen zusammengeschlossen.
     
  • Erde:
    Orchideen darf man nicht in jede beliebige Blumenerde pflanzen, sondern man sollte grobes Orchideensubstrat bevorzugen. Nur in Notfällen reinen Torf verwenden. Rindenstöcke oder ähnliches sind wesentlich vorteilhafter.
     
  • Fenster:
    Orchideen kann man durchaus als Wohnschmuck auf der Fensterbank halten. Dabei sollte man jedoch beachten, daß die Pflanzen ihren Platz dort haben, wo es aufgrund der Verglasung keinen beträchtlichen Kaltluftabfall gibt – also möglichst nur vor Doppelverglasungen. Zu empfehlen ist, die Pflanze auf einen Wasserbehälter zu stellen.
     
  • Gewächshaus:
    Wer die Orchidee als Steckenpferd für sich entdeckt hat, wird über kurz oder lang nicht mehr ohne Gewächshaus auskommen, um die verschiedenen Arten dort richtig pflegen zu können.
     
  • Gift:
    Gelegentlich hört man, daß Orchideen giftig sind. Das stimmt nicht. Bisher ist kein Fall von giftigen Orchideen bekannt geworden.
     
  • Hybride
    Bei den Orchideen werden inzwischen viele neue Pflanzen gezüchtet – das sind keine natürlichen Arten, sondern künstlich hervorgebrachte Orchideen. Inzwischen kennt man mehr als 100.000 Hybriden (Verbindung zweier verschiedener Arten von Orchideen).
     
  • Interesse:
    Zunehmend mehr Menschen interessieren sich inzwischen für Orchideen. Das hängt auch damit zusammen, daß manche Arten heute fast überall zu günstigen Preisen zu haben sind.
     
  • Juwelen
    Orchideen haben aufgrund ihres Aussehens viele Beinamen. So werden sie unter anderem auch als Juwelen oder Diamanten unter den Blumen bezeichnet.
     
  • Knabenkraut (Orchis):
    Zählt mit 20 Arten zu den umfangreichsten Gattungen der auf der nördlichen Halbkugel vorkommenden Orchideen. Fast alle haben purpurne oder fleischig-rote bis trüb-bräunliche oder rosafarbene Blüten, teils stark duftend. Das Knabenkraut ist keine Tropenpflanze, es wächst auch in Deutschland.
     
  • Luft:
    Orchideen mögen Frischluft, aber keinen Zug.
     
  • Motiv:
    Die Orchidee hat in vielen Bereichen der Kunst als Motiv Einzug gehalten, ob in der Malerei, bei der Gestaltung von Krawatten, Tüchern oder Tapeten, aber auch bei Schmuckkreationen. Davon können sich die Besucher der Neu-Ulmer Orchideentage überzeugen. Die Ulmer Goldschmiedin Gisela Dentler hat eigens für die Ausstellung an der Donau neue Schmuckstücke entworfen, bei denen ganze Orchideen oder Elemente davon als Motive zu finden sind.
     
  • Namen:
    Orchideen haben die Menschen seit jeher zur Bewunderung, zur Besessenheit, sogar zu verbrecherischen Handlungen hingerissen. So tragen sie auch die eigenartigsten Namen wie etwa Grüner Schwan, Drachenmaul, Froschorchidee, Heiliggeistblume, Frauen- oder Venusschuh, Waldvögelein, Nestwurz, Hosenlatz oder auch Schlotterhose.
     
  • Ohnsporn (abgeleitet von ohne Sporn):
    Eine Art des Knabenkrauts – auch “Hängendes Männchen“ – eine einheimische Orchidee – genannt. Der stark gekrümmte Helm und die schmale, unter dem Helm hängende Lippe erwecken den Eindruck eines in der Luft zappelnden Männchens.
     
  • Preis:
    Vor einigen Jahrzehnten kosteten Orchideen noch ein Mehrfaches von dem, was man heute zahlen muss. In den 50er Jahren musste man für eine blühende Pflanze ohne weiteres 50 Euro und mehr hinblättern. Heute bekommt man bei der Ausstellung bereits Orchideen für 8 bis10 Euro, etwa dem Preis eines Blumenstraußes entsprechend. Allerdings: ganz ausgefallene Orchideen – Raritäten – die man auch bei den Orchideentagen in Neu-Ulm sehen wird, sind oft Tausende von Euro wert. Aber die Züchter und Liebhaber geben sie meistens gar nicht ab.
     
  • Qualität:
    Bei der Orchideenausstellung im Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus steht Qualität im Vordergrund. Aufgrund dieser Tatsache hat die Veranstaltung auch international einen sehr hohen Stellenwert.
     
  • Regenwasser:
    Regenwasser ist als Gießwasser für Orchideen besonders gut geeignet, da es salzarm ist. Es kann meist bequem von Dachflächen aufgefangen werden. Allerdings sollte nach langer Trockenzeit der Schmutz und Staub vom Dach erst einmal ablaufen, bevor das Wasser zum Gießen aufgefangen verwendet wird.
     
  • Rebstöcke:
    Rebstöcke eignen sich besonders gut zum Aufbinden von epiphytisch wachsenden Orchideen.
     
  • Salep:
    Ist die Bezeichnung für einen „Sud“ aus mitteleuropäischen Orchideen-Knollen. Die Schleimdroge Salep wirkt reizmildernd und einhüllend. Daher fand und findet sie auch noch heute teilweise Verwendung bei der Herstellung von Tabletten und Dragees. Darüber hinaus glaubt man im asiatischen Raum an eine potenzsteigernde Wirkung von Salep, weswegen der Extrakt dort noch in größeren Mengen hergestellt wird.
     
  • Taufe
    Zur Eröffnung der Neu-Ulmer Orchideentage wird jeweils eine neue Orchideen-Hybride auf den Namen einer verdienten Persönlichkeit der Region Ulm/Neu-Ulm getauft. Meistens sind es Frauen. Wessen Name auf ewig mit einer Orchidee verbunden wird, ist noch nicht verraten worden.
     
  • Umpflanzen:
    Sollte man Orchideen nur, wenn der Pflanzstoff verrottet ist. ca. alle 2-3 Jahre. Dabei spielt die Qualität des Pflanzstoffes eine wesentliche Rolle.
     
  • Vanille
    Der Fruchtstand der Vanille wird als Aromastoff verwendet.
     
  • Wasser
    Mit Wasser sollte man bei Orchideen sparsam umgehen. Sie sollen feucht, aber nicht nass sein. Und vor allem: Salziges Wasser mögen Orchideen überhaupt nicht. Entweder Regenwasser verwenden oder Leitungswasser, das relativ viel Salz enthält, einige Tage stehen lassen und dann nur das obere Drittel des abgestandenen Wassers zum Gießen der Orchideen verwenden. Auch beim Besprühen der Pflanzen nur salzarmes Wasser verwenden.
     
  • X
    X steht bei Experten für Kreuzung. Elternname A X Elternname B werden zur Registrierung eines neuen Namens benötigt.
     
  • Yamadara:
    Ein Orchideenzüchter, dem es schon 1960 gelang, eine neue Orchidee aus 4 verschiedenen Gattungen zur Blüte zu bringen. Auch das ist bei Orchideen möglich.
     
  • Züchten
    Für viele Orchideenfreunde ist das Züchten neuer Hybriden ein begeisterndes Steckenpferd. Orchideensamen werden dabei nicht in Erde ausgesät, sondern unter sterilen Bedingungen – meistens in einem kleinen Labor – auf ganz spezielle künstliche Nährmedien ausgebracht. Züchterinnen und Züchter entwickeln da ganz besondere Zusammensetzungen, auf die sie schwören. Es ist ein sehr schwieriger Teil der Anzucht und zeitaufwendig zudem. Nach mehrmaligem sterilem Umpikieren – das dauert oft zwei Jahre und auch länger – können die winzigen Pflänzchen ihr künstliches Biotop verlassen. Sie werden dann in Töpfchen weiterkultiviert. Im Gewächshaus verbringen die Orchideenpflänzchen meistens nochmals drei bis fünf Jahre, ehe erstmals Blüten sichtbar werden. Jetzt erst weiß der Züchter, ob alles so gelungen ist, wie er es sich vorgestellt hat. Dann allerdings blühen die Pflanzen bei richtiger Pflege jedes Jahr wieder.

Kontakt

Edwin-Scharff-Haus
Silcherstraße 40
D-89231 Neu-Ulm

Telefon +49 731 / 7050-5055
Telefax +49 731 / 7050-5098
E-Mail: esh@neu-ulm.de 

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln


Mit dem Pkw:

Am Edwin-Scharff-Haus stehen ca. 300 Pkw-Parkplätze zur Verfügung.