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Neu-Ulm auf dem Weg zur demenzfreundlichen Kommune
Großes Interesse bei Auftaktveranstaltung des geförderten Projekts
13. August 2026 – Wie kann Neu-Ulm demenzfreundlicher werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Stadt Neu-Ulm in den kommenden Monaten im Rahmen des Projekts „Aufbau einer demenzfreundlichen Kommune in Neu-Ulm“. Das vom Bayerischen Demenzfonds geförderte Vorhaben ist jetzt mit einer Auftaktveranstaltung gestartet.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte, Ehrenamtliche sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und sozialen Einrichtungen nahmen daran teil.
In der letzten von insgesamt drei Informationsveranstaltungen gab Dr. med. Frank Hettler von den ADK Geriatrischen Kliniken Ehingen in seinem Vortrag „Demenz verstehen – Wissen verbindet“ einen Einblick in das Krankheitsbild. Er zeigte auf, was Demenz für Betroffene und ihre Angehörigen bedeutet und wie das Umfeld im Alltag unterstützen kann. Im Anschluss konnten die Besucherinnen und Besucher Fragen stellen und eigene Erfahrungen und Anregungen einbringen.
Für einen besonderen Höhepunkt sorgte das Theater Luftschloss mit der Fabel „Nein, ich habe kein Zement“. Das Stück wurde eigens zum Thema Demenz entwickelt und bei der Veranstaltung erstmals aufgeführt. Mit Humor und gleichzeitig viel Feingefühl näherte sich das Theater dem Leben mit Demenz und eröffnete dem Publikum neue Perspektiven. Die Aufführung stieß auf große Resonanz.
„Die große Resonanz zeigt, wie wichtig das Thema für unsere Kommune ist. Gemeinsam möchten wir dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen die Unterstützung und Wertschätzung erfahren, die sie benötigen“, sagt Dezernent Ralph Seiffert.
In einem anschließenden Austausch wurden erste Ideen für die weitere Arbeit gesammelt. Dazu gehören unter anderem eine stärkere Sensibilisierung für das Thema Demenz, die bessere Vernetzung bestehender Angebote und die Weiterentwicklung von Begegnungs- und Unterstützungsangeboten.
Mit der Auftaktveranstaltung ist der Startschuss für einen gemeinsamen Prozess gefallen. Nach der Sommerpause wird das Projekt mit weiteren Veranstaltungen und Beteiligungsformaten fortgesetzt. Ziel ist es, gemeinsam mit den Menschen vor Ort Strukturen zu schaffen, die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen im Alltag unterstützen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stärken.
