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„Neu-Ulm – Was zählt?“ geht in die zweite Runde
Stadt Neu-Ulm macht Verantwortung bei einer interaktiven Erlebnissimulation am 8. Oktober erlebbar
17. September 2026 – Wie fühlt es sich an, Verantwortung für Tausende Menschen zu tragen? Und wie trifft man eine gute Entscheidung, wenn jede Option Folgen hat? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der offenen Veranstaltung „Mut & Verantwortung“ am 8. Oktober von 18 bis 20:30 Uhr im Haus der Nachhaltigkeit in der Augsburger Straße 23-25. Sie ist der zweite Teil der Reihe „Neu-Ulm – Was zählt?“ der Stadtverwaltung Neu-Ulm. Organisiert und umgesetzt wird sie von der Stabsstelle Interkulturelles Neu-Ulm.
Im Mittelpunkt steht eine interaktive Erlebnissimulation der Trainerinnen Lena Müller und Markus Schönell aus München. Die Teilnehmenden übernehmen gemeinsam Verantwortung für eine außergewöhnliche Entscheidung: Als Besatzung eines Generationenschiffs erreichen sie nach jahrzehntelanger Reise einen bewohnbaren Planeten. Die Voraussetzungen für eine neue Heimat scheinen ideal – doch die Entdeckung einer bereits existierenden Zivilisation stellt die Gruppe vor ein moralisches Dilemma. Soll die Besiedlung fortgesetzt werden? Oder muss der ursprüngliche Plan aufgegeben werden?
Unter Zeitdruck, mit unvollständigen Informationen und unterschiedlichen Interessen müssen die Teilnehmenden gemeinsam Entscheidungen treffen und deren Konsequenzen abwägen.
„Mut zeigt sich oft nicht darin, dass wir keine Angst haben“, sagt Trainerin Lena Müller. „Mut zeigt sich dann, wenn wir trotz Unsicherheit Verantwortung übernehmen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Genau diese Erfahrung möchten wir an diesem Abend ermöglichen.“
Auch die Moderatorin und Autorin Dana Hoffmann, die die Veranstaltungsreihe konzipiert hat, sieht darin den besonderen Wert des Formats: „Über Verantwortung zu sprechen ist leicht. Verantwortung zu übernehmen fühlt sich ganz anders an. Die Simulation macht genau diesen Unterschied spürbar. Sie zeigt, wie komplex Entscheidungen werden, sobald sie echte Konsequenzen haben. Und wie wichtig es ist, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.“
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zur Veranstaltungsreihe:
Die Reihe „Neu-Ulm – Was zählt?“ der Stabsstelle Interkulturelles Neu-Ulm macht gesellschaftliche Werte durch gemeinsame Erfahrungen erlebbar. Statt abstrakter Vorträge oder Diskussionen stehen interaktive Formate im Mittelpunkt, die zum Mitdenken, Mitmachen und Perspektivwechsel einladen. Werte wie Offenheit, Mut oder Respekt werden nicht erklärt, sondern in konkreten Situationen erfahrbar gemacht. Die Reihe arbeitet bewusst mit unterschiedlichen Formaten: Vom moderierten Dialog über Erlebnissimulationen bis hin zu interaktiven Laboren. Ziel ist es, möglichst viele Menschen der Stadtgesellschaft anzusprechen und Räume zu schaffen, in denen demokratische Werte gemeinsam erlebt und reflektiert werden. Den Auftakt machte ein Abend zu „Offenheit & Neugier“.
Ausblick:
Am 20. November stehen „Respekt & Toleranz“ im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden sammeln konkrete Beispiele aus dem Alltag in Neu-Ulm, in denen unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen – etwa im Straßenverkehr, in der Nachbarschaft oder bei der Nutzung öffentlicher Räume. Gemeinsam blicken wir hinter die Konflikte des Alltags und entdecken, welche Herausforderungen das Zusammenleben in einer vielfältigen Stadt prägen – und was es braucht, um respektvoll und tolerant miteinander umzugehen.

