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Neu-Ulm wird demenzfreundliche Kommune

Banner "Demenzfreundliche Kommune" mit einem Foto mit jungen und älteren Menschen

Im Rahmen des Projekts "Demenzfreundliche Kommune" organisiert die städtische Seniorenberatung unter anderem verschiedene Begegnungs- und Beratungsangebote.

3. Juli 2026  –  Die Stadt Neu-Ulm stellt die Weichen für eine demenzfreundliche Kommune. Mit Unterstützung des Freistaats Bayern aus Mitteln des Bayerischen Demenzfonds startet sie ein langfristig angelegtes Projekt, das Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen stärker in das gesellschaftliche Leben einbeziehen und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren soll.

Federführend umgesetzt wird das Vorhaben von der Seniorenberatung der Stadt Neu-Ulm, die den Aufbau des Projekts koordiniert und gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern gestaltet.

Den Auftakt bildet im Juli eine dreiteilige Veranstaltungsreihe mit Fachvorträgen sowie kulturellen Beiträgen. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Berührungsängste abzubauen und den Austausch zwischen Bürgerschaft, Fachwelt und Ehrenamt zu fördern.

„Eine demenzfreundliche Kommune entsteht dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, aufmerksam sind und Teilhabe ermöglichen. Gemeinsam möchten wir dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz selbstverständlich zu unserer Stadtgemeinschaft gehören und ihre Angehörigen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen“, sagt Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger.

 

Demenz braucht Verständnis – und ein starkes Netzwerk

Demenz betrifft zunehmend Menschen in allen Lebensbereichen. Eine demenzfreundliche Kommune schafft deshalb Rahmenbedingungen, die Betroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglichen und Angehörige entlasten. Dazu gehören Information und Aufklärung ebenso wie Begegnungs- und Beratungsangebote, eine enge Vernetzung lokaler Akteure sowie ein verständnisvoller Umgang im Alltag.

Die Seniorenberatung der Stadt Neu-Ulm übernimmt dabei eine zentrale Rolle. Sie initiiert und begleitet den Aufbau eines kommunalen Netzwerks, entwickelt gemeinsam mit Partnern neue Angebote und steht Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartnerin rund um das Thema Demenz zur Verfügung. Die kommende Woche beginnende Veranstaltungsreihe bildet den Auftakt für diesen langfristigen Entwicklungsprozess.

Sozialdezernent Ralph Seiffert betont: „Eine demenzfreundliche Kommune entsteht nicht von heute auf morgen. Sie wächst durch das Engagement vieler Menschen. Mit diesem Projekt schaffen wir nachhaltige Strukturen für Information, Begegnung und Unterstützung und setzen ein wichtiges Zeichen für mehr Teilhabe und Miteinander in unserer Stadt.“

 

Auftakt mit Information, Begegnung und Kultur

Die Veranstaltungsreihe greift das Thema Demenz aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf und richtet sich an Angehörige, Betroffene, Fachkräfte sowie alle Interessierten.

Die Veranstaltungen im Überblick:

  • Mittwoch, 8. Juli 2026, 15 Uhr:
    Vortrag „Geistig fit bleiben – mit zehn Maßnahmen Demenz vorbeugen“ mit Christine Metzger
    Ort: Petrussaal, Petrusplatz 2, Neu-Ulm

    Den Auftakt macht am 8. Juli um 15 Uhr im Petrussaal Christine Metzger vom Evangelischen Diakonieverband Ulm/Alb-Donau. In ihrem Vortrag „Geistig fit bleiben – mit zehn Maßnahmen Demenz vorbeugen“ informiert sie über Präventionsmöglichkeiten und erste Anzeichen einer Demenzerkrankung.
     
  • Donnerstag, 16. Juli 2026, 15 Uhr:
    Vortrag „Therapie der Alzheimer-Erkrankung“ mit Dr. Jill Holbrook
    Ort: Stadtbücherei, Steubenstraße 19, Neu-Ulm

    Am 16. Juli, ebenfalls um 15 Uhr, spricht Dr. Jill Holbrook in der Stadtbücherei über die Therapie der Alzheimer-Erkrankung. Sie erläutert aktuelle Behandlungsmöglichkeiten, neue Medikamente sowie Perspektiven der Forschung.
     
  • Mittwoch, 22. Juli 2026, 15.30 Uhr:
    Theateraufführung „Nein, ich hab kein Zement!“ des Jugendtheaters Luftschloss sowie Fachvortrag „Demenz verstehen – Wissen verbindet“ mit Dr. med. Frank Hettler
    Ort: Johannessaal, Johannesplatz 4, Neu-Ulm

    Am 22. Juli beginnt um 15.30 Uhr im Johannessaal ein abwechslungsreiches Programm: Den Auftakt bildet die Theateraufführung „Nein, ich hab kein Zement!“ des Jugendtheaters Luftschloss. Anschließend vermittelt Dr. med. Frank Hettler in seinem Vortrag „Demenz verstehen – Wissen verbindet“ Wissenswertes über Krankheitsbilder, Diagnostik, Therapie und einen wertschätzenden Umgang mit Betroffenen.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Anschluss an die Veranstaltungen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seniorenberatung der Stadt Neu-Ulm für Fragen und persönliche Gespräche zur Verfügung.

Im Herbst 2026 sowie im Jahr 2027 wird es weitere Veranstaltungen geben. Das genaue Programm wird rechtzeitig vorab bekannt gegeben.

 

Langfristiges Projekt für mehr Teilhabe

Mit der Veranstaltungsreihe beginnt für Neu-Ulm ein langfristiger Prozess. Ziel ist es, ein dauerhaftes Netzwerk aus Stadtverwaltung, Gesundheitswesen, sozialen Einrichtungen, Ehrenamt und Bürgerschaft aufzubauen und das Thema Demenz stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. 

So sollen Menschen mit Demenz möglichst lange selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und ihre Angehörigen die notwendige Unterstützung erhalten.

Weitere Informationen gibt es auf der städtischen Webseite:

neu-ulm.de/demenzfreundliche-kommune