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Ulm und Neu-Ulm regeln E-Scooter-Sharing neu
Dott erhält Zuschlag

Die E-Scooter- und E-Bike-Flotte von Dott wird ab der zweiten Juliwoche 2026 in Ulm und Neu-Ulm schrittweise in Betrieb genommen.
1. Juli 2026 – Die Städte Ulm und Neu-Ulm haben die Konzession für das E-Scooter- und E-Bike-Sharing vergeben. Den Zuschlag erhielt erneut Dott.
Grundlage hierfür ist die erstmalige Vergabe einer Konzession, mit der die bisherige Kooperationsvereinbarung durch einen verbindlichen Rahmen mit klar definierten Anforderungen an Sicherheit, Servicequalität und die Nutzung des öffentlichen Raums ersetzt wird.
Gleichzeitig haben die Städte im Rahmen der Ausschreibung folgende Änderungen vereinbart: Die bisherige Freischaltgebühr entfällt vollständig, der Minutenpreis sinkt von 0,38 auf 0,20 Euro und unter anderem ÖPNV-Abonnentinnen und -Abonnenten erhalten künftig 50 Prozent Rabatt auf Fahrten mit den Sharing-Fahrzeugen.
Die Fahrzeugflotte wird nach Unternehmensangaben erneuert. Ab der zweiten Juliwoche wird sie schrittweise in Betrieb genommen.
Schrittweise Einführung von Parkverbotszonen
Mit der Ausschreibung verfolgen die Städte Ulm und Neu-Ulm das Ziel, ein stadtverträgliches Sharing-Angebot langfristig zu sichern und gleichzeitig ihre Steuerungsmöglichkeiten zu verbessern.
Dazu gehört auch die schrittweise Einführung von Parkverbotszonen für E-Scooter und E-Bikes in der Ulmer und Neu-Ulmer Innenstadt. Das Abstellen der Fahrzeuge wird dort künftig ausschließlich auf ausgewiesenen Parkinseln möglich sein, während außerhalb der Innenstädte das Free-Floating-System bestehen bleibt.
Gemäß den Vorgaben der Konzession werden in Ulm künftig bis zu 600 E-Scooter und 200 Pedelecs sowie in Neu-Ulm bis zu 300 E-Scooter und 100 Pedelecs eingesetzt.
Um falsch abgestellte E-Scooter möglichst zu verhindern, setzt Dott auf ein mehrstufiges Parksystem. Das System erkennt, ob sich ein Fahrzeug innerhalb einer zulässigen Parkzone befindet. In Parkverbotszonen kann die Fahrt technisch nicht beendet werden. Zusätzlich müssen Nutzerinnen und Nutzer am Ende jeder Fahrt ein Foto des abgestellten Fahrzeugs hochladen, das in Echtzeit automatisiert auf regelkonformes Parken geprüft wird. Verstöße werden dokumentiert und sanktioniert – von Verwarnungen und Strafgebühren bis hin zur Sperrung des Benutzerkontos.
Kontakt für Anliegen und Beschwerden
Für Anliegen und Beschwerden – beispielsweise zu störend abgestellten Fahrzeugen – ist Dott rund um die Uhr telefonisch und per E-Mail erreichbar:
E-Mail: support@ridedott.com
Hotline: 030 / 46690493
Website: https://ridedott.com/de
Die Kontaktmöglichkeiten sind auch direkt auf den Fahrzeugen zu finden.
Nachhaltige Mobilität und mehr Ordnung im öffentlichen Raum
Mit dem Sharing-Angebot verfolgen die Städte Ulm und Neu-Ulm weiterhin ihre Mobilitätsziele. Insbesondere sollen Kurzstrecken, die bislang mit dem privaten Pkw zurückgelegt werden, auf nachhaltige und emissionsarme Verkehrsmittel verlagert werden.
Annika Lecheler, Planerin Nachhaltige Mobilität der Stadt Ulm, sagt: „Mit dem Konzessionsverfahren haben wir erstmals einen verbindlichen Rahmen für das Sharing-Angebot geschaffen. Gleichzeitig konnten wir für die Bürgerinnen und Bürger spürbare Verbesserungen erreichen."
Karin Hartmann, Verkehrsplanerin der Stadt Neu-Ulm, ergänzt: „Uns war wichtig, Sharing noch besser mit dem öffentlichen Nahverkehr zu verknüpfen. Der neue Rabatt für ÖPNV-Abonnentinnen und -Abonnenten ist ein konkreter Anreiz, verschiedene nachhaltige Mobilitätsangebote miteinander zu kombinieren. Gleichzeitig sorgen die neuen Regelungen für mehr Ordnung im öffentlichen Raum und ein verlässliches Angebot für unsere Bürgerschaft."
„Wir freuen uns sehr, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Städten Ulm und Neu-Ulm fortzusetzen. Mit unserer neuen Fahrzeugflotte und unserem Sicherheits- und Betriebskonzept möchten wir den Menschen vor Ort ein komfortables, sicheres und zuverlässiges Sharing-Angebot bieten und die Städte beim Erreichen ihrer Mobilitätszielen unterstützen", so Marco Zahn, Dott Country Manager für Deutschland.
