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Digitale Verwaltung: Neu-Ulm setzt auf eigene Künstliche Intelligenz

Die Stadt Neu-Ulm treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltung mit einer eigenen, datenschutzkonformen KI-Plattform voran, die Arbeitsprozesse effizienter macht und sich in der Praxis bereits bewährt hat.
25. März 2026 – Die Stadt Neu-Ulm treibt die digitale Transformation ihrer Verwaltung mit einer eigenen, intern betriebenen Künstlichen Intelligenz (KI) voran. Diese kombiniert Effizienz mit höchster Datensicherheit.
Die KI-Plattform basiert auf Open-Source-Technologie, optimiert Arbeitsprozesse und verarbeitet Daten lokal DSGVO-konform. So behält die Stadt jederzeit die volle Kontrolle über ihre Daten. Entwickelt wurde das Tool in enger Zusammenarbeit mit dem Startup OAKMIND.
Automatisierte Abläufe, hoher Datenschutz und flexible Einsatzmöglichkeiten
In der Pilotphase testeten freiwillige Führungskräfte in den vergangenen Monaten für die Stadt maßgeschneiderte KI im Verwaltungsalltag. Das Feedback war durchweg positiv: Die Anwenderinnen und Anwender lobten die Zeitersparnis durch automatisierte Abläufe, den hohen Datenschutz und die flexible Einsetzbarkeit in unterschiedlichen Aufgabenbereichen.
„Die Pilot-Nutzerinnen und Pilot-Nutzer haben erfahren und gezeigt, dass KI ein echter Mehrwert für die Verwaltung sein kann. Und zwar immer dann, wenn sie datenschutzkonform und nutzerfreundlich eingesetzt wird“, sagt Dezernent Ralf Mager. Die Erkenntnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung ein.
Ab dem ersten Quartal 2026 wird das städtische KI-Assistenzsystem in der Betaphase auf alle Führungskräfte und deren Stellvertretungen ausgeweitet. Ziel ist es, KI-Kompetenzen zu stärken, Mitarbeitende einzubinden und mögliche Berührungsängste abzubauen.
„Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle bei der Digitalisierung. Sie sollen nicht nur das Tool nutzen, sondern auch ihre Teams sicher und kompetent begleiten“, erklärt der Abteilungsleiter für Informations- und Kommunikationstechnik, Alexander Litzinger.
Technisch wird die KI durch neue Hardware, erweiterte KI-Komponenten und ein leistungsfähigeres Sprachmodell, das Zusammenhänge besser versteht, leistungsfähiger ist und noch präzisere, kontextbezogene Antworten liefert.
Schrittweise Ausweitung auf alle Mitarbeitenden
Nach der Betaphase ist eine schrittweise Ausweitung auf alle Mitarbeitenden geplant. Hierbei steht die Nutzerakzeptanz im Mittelpunkt: Feedback wird integriert, das System nahtlos in bestehende IT-Strukturen eingebunden und die Vorteile transparent kommuniziert.
Die interne Projektkoordination liegt bei Riccardo Di Carlo aus der Abteilung für Informations- und Kommunikationstechnik. Er begleitet die Einführung und Weiterentwicklung des Systems „Wir wollten von Anfang an eine Lösung schaffen, die datenschutzrechtlich sicher, wirtschaftlich nachhaltig und für alle Mitarbeitenden gleichermaßen zugänglich ist. Da das System lokal und auf Open-Source-Technologie basiert, entstehen keine nutzungsabhängigen Kosten. Und es soll keine privilegierten Zugänge geben. Unser Ziel ist es, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter das KI-System im gleichen Umfang nutzen kann“, betont Di Carlo. Die enge Zusammenarbeit mit dem externen Partner sei entscheidend für die gute Entwicklung des Projekts gewesen.
Künstliche Intelligenz als „zentraler Baustein moderner Verwaltungen“
Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger betont die strategische Bedeutung einer stadteigenen KI: „Künstliche Intelligenz ist ein zentraler Baustein moderner Verwaltungen. Sie macht Wissen schneller verfügbar, entlastet Mitarbeitende und stärkt zugleich die digitale Souveränität unserer Stadt. Mit unserer eigenen städtischen Lösung legen wir den Grundstein für eine langfristige und verantwortungsvolle Nutzung dieser Technologie. Für effizientere Prozesse, den Abbau von Bürokratie, weniger Zeitaufwand für Routinetätigkeiten und höchste Standards bei Datenschutz und Datensicherheit.“
