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Ehepaar Schick aus Pfuhl feiert Diamantene Hochzeit

Neu-Ulms dritte Bürgermeisterin Gerlinde Koch (rechts im Bild) gratulierte den Eheleuten Schick zum 60. Hochzeitstag.
16. April 2026 – Am Mittwoch, 15. April 2026 haben Eugen und Helga Schick aus Pfuhl ihren 60. Hochzeitstag begangen. Neu-Ulms dritte Bürgermeisterin Gerlinde Koch gratulierte dem Paar zu diesem besonderen Ehejubiläum und überbrachte neben den herzlichsten Glückwünschen der Stadt auch Blumen und Geschenke.
Über 150 Gäste waren dabei, als das Paar vor 60 Jahren am 16. April 1966 nach dem Ja-Wort in der Burlafinger Kirche in der Wirtschaft „Zum Kreuz“ feierte – Familie, Freunde, Bekannte und vor allem Sportkameraden. Denn der gebürtige Burlafinger Eugen Schick war jahrzehntelang passionierter Fußballer. Einen Tag zuvor, am 15. April, wurden Eugen und Helga Schick standesamtlich vom damaligen Burlafinger Bürgermeister getraut.
Helga Schick wurde 1949 auf der Alb in Oppingen (heute Teil der Gemeinde Nellingen) geboren. Ihre Mutter war als Vertriebene aus Oberschlesien in die Region gekommen. Doch war es einer glücklichen Fügung geschuldet, dass sich die Eheleute im November 1964 kennenlernten. Da Helga Schick nach dem Abschluss ihrer Lehre zur Friseurin keine Stelle als Gesellin fand, sattelte sie kurzerhand um. Sie ging zur Firma Reinz und arbeitete dort im Werkzeugbüro. Hier traf sie auf ihren Zukünftigen. Denn Eugen Schick war dort als Werkzeugmacher tätig. Es funkte sofort und so wurde im April 1965 Verlobung gefeiert.
Ins eigene Haus nach Pfuhl zog das Paar mit der damals zweijährigen Tochter im Jahr 1972. Den großen Garten gestaltete und pflegte mit Leidenschaft vor allem Helga Schick. Helga Schick kümmerte sich auch darum, dass der Haushalt lief und ihr Mann gut mit Essen versorgt war, insbesondere auch während seiner Weiterbildung zum Werkschutzfachmann bei der Firma Wieland, zu der er nach vielen Jahren bei Reinz gewechselt war. In den Genuss ihrer Koch- und Backkünste kommt die Familie immer noch. Insbesondere Enkelin Anna freut sich bei jedem Besuch über Oma Helgas weltbeste Spätzle und Knödel – und nimmt davon gern auch etwas mit, wenn sie wieder nach Biberach in ihre Studentenwohnung fährt.
Eugen und Helga Schick sind sehr stolz auf ihre Tochter und ihre Enkelin, das ist bei jedem Wort zu spüren. „Beide gehen ihren Weg“, so das Ehepaar. Sie bezeichnen sich als sehr glücklich, dass sie einen so engen Kontakt und starken Zusammenhalt mit ihrer Familie haben – Eugen hat allein acht Geschwister, von denen jedoch leider nicht mehr alle leben – denn „Familie ist doch das Allerwichtigste“, sind sich die Eheleute einig.
Zudem verspürt das Paar viel Dankbarkeit: für jeden gemeinsamen Tag und für all die schönen Erlebnisse und Reisen. Allein in Marokko, ihrer zweiten Heimat, wie Helga und Eugen Schick sagen, waren sie 28 Mal. Anlässlich ihrer Silberhochzeit ging es in die Dominikanische Republik und zur Goldenen Hochzeit nach Gran Canaria.
Natürlich gab es auch schwierige Zeiten, die sie aber gemeinsam durchgestanden haben. Ein Beispiel, wenn auch mit einem Augenzwinkern: der Tanzkurs, den die Eheleute Schick als junges Paar absolviert haben. „Das war jede Woche ein Ereignis“, erinnert sich Helga Schick lachend, denn sie haben darüber gestritten, ob sie ihrem Mann oder er ihr auf die Füße getreten war. Aber sie sind nie im Streit zu Bett gegangen. Neben gegenseitigem Respekt und dass man einander Fehler verzeiht, sehen die Eheleute dies als wichtigste Zutat für eine lange und glückliche Ehe an.
Mit dem Älterwerden kamen einige gesundheitliche Beschwerden, die die Arbeit im Garten oder das Reisen erschweren. Aktuell steht Eugen Schick eine größere Operation bevor. Doch das Jubelpaar ist zuversichtlich, dass sie auch das gemeinsam meistern. Und so wollen sie nun vor der OP erst noch ihr Ehejubiläum mit Familie und Freunden in der Pfuhler Seehalle feiern.
