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5. Feldgeschworenen-Treffen in Neu-Ulm

Feldgeschworenentreffen im großen Saal des Edwin-Scharff-Hauses: Die Gäste sitzen an Tischen und unterhalten sich.

Austausch, Ehrungen und ein abwechslungsreiches Programm machten das 5. Feldgeschworenen-Treffen in Neu-Ulm zu einer gelungenen Veranstaltung.

4. Februar 2026  –  Rund 90 geladene Gäste kamen Ende Januar zum 5. Feldgeschworenentreffen der Stadt Neu-Ulm im Edwin-Scharff-Haus zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der fachliche Austausch sowie die Würdigung des besonderen ehrenamtlichen Engagements der Feldgeschworenen, die seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle bei der Sicherung von Grundstücksgrenzen spielen.

Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger eröffnete das Treffen und dankte den Feldgeschworenen für ihren verlässlichen Einsatz im Dienst der Allgemeinheit: „Dieses traditionsreiche Ehrenamt trägt entscheidend zur Rechtssicherheit bei und stärkt das Vertrauen vor Ort.“

Ein weiteres Grußwort sprach Vermessungsdirektor Ulrich Fackler vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Günzburg, der die gute Zusammenarbeit zwischen Staat und Kommune hervorhob.

Im Anschluss stellte Dezernent Ralf Mager die für das Feldgeschworenenwesen zuständige Abteilung Geoinformation und Vermessung der Stadt Neu-Ulm vor. Abteilungsleiter Florian Rüggenmann ergänzte die Ausführungen mit einer Vorstellung der Mitarbeitenden, die sowohl im Hintergrund als auch im direkten Kontakt mit den Feldgeschworenen tätig sind und damit einen wichtigen Beitrag zum reibungslosen Ablauf leisten. Da das Treffen bewusst als Plattform für Begegnung und Austausch angelegt war, stellte er außerdem die Obmänner sowie deren Stellvertreter der einzelnen Gemarkungen vor.

Das Feldgeschworenentreffen findet in Neu-Ulm turnusgemäß alle sieben Jahre statt. Dieser Rhythmus geht auf die historische Bezeichnung der Feldgeschworenen als „Siebner“ zurück. Ursprünglich bestand dieses Gremium stets aus sieben Personen, um bei Entscheidungen eine Stimmengleichheit zu vermeiden. Diese Tradition prägt das Feldgeschworenenwesen bis heute und ist Ausdruck seiner langen Geschichte.

Aktuell sind in der Stadt Neu-Ulm 54 Feldgeschworene tätig, darunter eine Frau. Im Rahmen der Veranstaltung würdigte Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger zudem langjährige Jubilare und stellte die in den vergangenen sieben Jahren neu vereidigten Feldgeschworenen vor. Ergänzt wurde das Programm durch die Vorführung des Films „Die Hüter der Grenzen“, der das Feldgeschworenenwesen als immaterielles Kulturerbe der UNESCO eindrucksvoll darstellt.

Für eine aufgelockerte und zugleich wertschätzende Atmosphäre sorgten eine humorvolle Einlage der Frauen der Obmänner aus Gerlenhofen sowie eine Tanzeinlage der Sporttanzgruppe Prestige des SV Eggingen. Ein gemeinsames Abendessen bot schließlich Raum für persönliche Gespräche und vertiefenden Austausch.