Haupt Inhalt

Neu-Ulmer Stadtrat beschließt angepassten Ausbau des Donauuferwegs

Neu-Ulmer Donauuferweg mit Bäumen und Sträuchern

Der Neu-Ulmer Donauuferweg zwischen der Gänstorbrücke und der Kantstraße soll ausgebaut werden.

13. Februar 2026  –  Der Neu-Ulmer Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 11. Februar 2026, mehrheitlich beschlossen, den Donauuferweg zwischen der Gänstorbrücke und der Villa Schäfer entsprechend eines angepassten Verwaltungsvorschlags auszubauen. Grundlage ist die überarbeitete Entwurfsplanung zur gestalterischen Neuordnung des rund 450 Meter langen Abschnitts.

Bereits am 30. September 2025 hatte der Stadtrat den Baudurchführungsbeschluss für die Neugestaltung gefasst. Im Zuge der weiteren Planung und einer Absteckung der künftigen Wegeführung vor Ort zeigte sich jedoch, dass – anders als ursprünglich angenommen – prägende Böschungs- und Gehölzstrukturen entlang der Augsburger Straße bei der geplanten Wegeführung nicht erhalten werden könnten. Dies betrifft insbesondere die dortige Reihe von Kirschbäumen. 

Zudem wurde festgestellt, dass auch eine Baumreihe entlang der Donau im östlichen Abschnitt aufgrund des oberflächennah verlaufenden Wurzelwerks selbst mit technischen Maßnahmen nicht gesichert werden kann. Vor diesem Hintergrund waren die vorbereitenden Arbeiten für die Baumaßnahme, die in dieser Woche bereits beginnen sollten, zunächst gestoppt und eine erneute Beratung im Stadtrat angesetzt worden.

 

Kirschbäume bleiben erhalten 

Die nun beschlossene Anpassung sieht im östlichen Bereich bei der Villa Schäfer auf rund 50 Metern eine Verschiebung des Rad- und Gehwegs um bis zu 4 Meter in Richtung Donau vor. 

Dadurch können die prägende Böschungs- und Gehölzstruktur entlang der Augsburger Straße sowie die dortigen Kirschbäume dauerhaft erhalten bleiben. Auch auf den Bau einer Stützmauer und das Versetzen eines Beleuchtungsmasts kann verzichtet werden. 

Ein Baum, der ursprünglich hätte versetzt werden sollen, kann durch den Bau einer Wurzelbrücke erhalten bleiben.

 

Ersatzpflanzungen als Ausgleich für Fällungen

Im Gegenzug müssen im östlichen Abschnitt 6 Bäume entnommen werden. Einer davon war bereits im ursprünglichen Beschluss vorgesehen. Insgesamt entfallen damit im gesamten Bauabschnitt 7 Großbäume. 

Als Ausgleich sind 11 Ersatzpflanzungen mit höheren Baumqualitäten geplant, um die ökologische und gestalterische Funktion zeitnah wiederherzustellen.

Im westlichen Abschnitt – im Bereich des ehemaligen Casinos (ehemals Barfüßer) – bleibt die Planung weitgehend unverändert. Neben der Fällung eines bereits beschlossenen Baums werden dort unter anderem 6 Eibensträucher entfernt, um die Wegeführung zu verbessern. Der weitere dort vorhandene Baumbestand bleibt erhalten.

 

Ziele und Kosten 

Ziel des Ausbaus des Donauuferwegs ist die Schaffung einer durchgängigen und attraktiven Radwege-Verbindung zwischen Offenhausen und der Gänstorunterführung sowie die Aufwertung des Donauufers als Aufenthaltsbereich.

Die Baukosten reduzieren sich nach aktueller Berechnung um rund 100.000 Euro auf insgesamt 1,44 Millionen Euro. Der Ausbau des Donauuferwegs ist für das Jahr 2026 vorgesehen.

 

Fällung von Bäumen in der Woche vom 16. bis 20. Februar

Die vorbereitenden Maßnahmen werden in der kommenden Woche umgesetzt. In diesem Zusammenhang müssen die im Beschluss dargestellten Bäume gefällt werden. 

Für die Dauer der Arbeiten wird der Geh- und Radweg im Abschnitt von der Villa Schäfer bis zur Paulstraße gesperrt. Entsprechende Umleitungen werden entlang der Augsburger Straße eingerichtet und ausgeschildert.