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Literatur unter Bäumen
Literatur, Musik und Begegnungen am Donauufer
Open-Air vom 27. bis 30. August 2026
auf dem Schwal in Neu-Ulm (Donauinsel)
Das kleine, aber feine Open-Air-Literaturformat „Literatur unter Bäumen“ präsentiert neue entdeckenswerte Literatur abseits der Bestsellerlisten. Im Gespräch mit dem Verleger, Illustrator und Autor Florian L. Arnold stellen Verlegerinnen und Verleger ihre neuesten und interessantesten Bücher vor. Entdeckenswerte Literatur aus deutschsprachigen Verlagen.
Unser Motto in diesem Jahr: GO EAST!
Bücher aus dem Osten Europas wollen entdeckt werden. Junge Verlage bringen Stimmen aus Ost- und Südosteuropa nach Neu-Ulm und machen Lust auf literarische Reisen jenseits des Gewohnten.
Im Gespräch mit Florian L. Arnold – selbst Verleger – geht es um die Kunst des Verlegens: Wie findet man spannende Texte und Autorinnen und Autoren? Wie entsteht ein gutes Buch? Und wie kommt es schließlich zu den Leserinnen und Lesern?
Dazu gibt es unter freiem Himmel Live-Musik, eine gut sortierte Büchertheke und jede Menge Gelegenheit zum Stöbern, Entdecken und Weiterdenken.
Zum Programm: Literatur unter Bäumen 2026
Schlechtwetter-Alternative: Falls das Wetter mal nicht mitspielt, wird die jeweilige Veranstaltung nach innen in die Petruskirche verlegt – es fällt nichts aus!
Empfehlung: Es kann je nach Witterung vielleicht etwas kühl werden, wenn die Sonne untergeht. Bringen Sie sich etwas Warmes zum Überziehen mit.
Literatur unter Bäumen 2026 – das Programm:
- Do, 27. August 2026, 19 Uhr:
HINGABE: Guggolz Verlag (Berlin)
- Fr, 28. August 2026, 19 Uhr:
ODYSSEE: Dağyeli Verlag (Berlin)
- Sa, 29. August 2026, 19 Uhr:
ZUWENDUNG: Friedrich Mauke Verlag (Weimar)
- So, 30. August 2026, 11 Uhr:
Literatur-Gottesdienst mit dem Friedrich Mauke Verlag
Veranstaltungsort: Neu-Ulmer Schwal auf der Donauinsel
Eintritt: 8 Euro (5 Euro ermäßigt)
Tickets gibt es an der Abendkasse. Der Eintritt zum Gottesdienst ist frei.
Bei schlechtem Wetter werden die Veranstaltungen in die Neu-Ulmer Petruskirche verlegt.
Am Info-Telefon unter 0731/7050-2121 erfahren Sie am Veranstaltungstag ab ca. 16 Uhr, wo die Veranstaltung stattfindet.
Hingabe:
Der Guggolz Verlag aus Berlin
Donnerstag, 27. August 2026, 19 Uhr
auf dem Schwal (Insel, Neu-Ulm)
Mit Verleger Sebastian Guggolz
Musik: Blue Nose Duet
Im Fokus stehen Bücher, die zu Unrecht verschwunden sind: Der 2014 gegründete Guggolz Verlag hebt vergessene Werke aus Nord- und Osteuropa. Dort entstand oft eine Literatur, die weniger von Moden geprägt war und näher am Alltag der Menschen blieb. Zugleich fanden altüberlieferte Erzählformen ein modernes Gewand.
Neu übersetzt, kommentiert und sorgfältig ediert eröffnen Guggolz-Bücher neue Perspektiven jenseits des Mainstreams.
Das sagt Sebastian Guggolz über seinen Verlag: “Die Flut an neuen Veröffentlichungen führt dazu, dass die Halbwertszeit der Bücher immer kürzer wird. Die Neuerscheinungen, die sich nicht innerhalb weniger Monate durchsetzen, werden kurzerhand wieder aus den Regalen geräumt, sie verschwinden aus den Buchläden und werden dadurch dem Vergessen preisgegeben. Was sagt das über die Qualität dieser Bücher? Nichts. Und aus diesem Grund will sich der Guggolz Verlag genau diesen Büchern und Autoren widmen und sie angemessen präsentieren. Das Ziel ist es, diese Literatur auf dem deutschen Buchmarkt breiter und vielgestaltiger verfügbar zu machen.”
Der Verlag wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Verlagspreis und der Übersetzerbarke, und stand mehrfach auf der Hotlist sowie für weitere Preise in der engeren Auswahl.
Odyssee:
Der Dağyeli Verlag aus Berlin
Freitag, 28. August 2026, 19 Uhr
auf dem Schwal (Insel, Neu-Ulm)
Mit Verleger und Publizist Mario Pschera
Musik: Peter Pan Soundwerkstatt
Ein Verlag als Brücke: 1981 von Exilintellektuellen gegründet, öffnete Dağyeli Räume für Bücher jenseits von Grenzen. 2001 startete der Verlag in Berlin neu durch – mit Jeanine Dağyeli und Mario Pschera als Verlegerduo. Ein Neuanfang mit neuen Autorinnen und Autoren, neuen Wege, viel Lernen, schönen Umwegen, aber auch vielen Entdeckungen.
Heute umfasst das Programm Stimmen aus der Türkei, Georgien, Kasachstan, Armenien und der deutsch-türkischen Literatur. Lyrik und politische Prosa, Underground und Stimmen der Zeitgeschichte entfalten hier ihre ganze Kraft. Eine literarische Landkarte jenseits der großen Zentren – neugierig sein lohnt sich.
Zuwendung:
Der Friedrich Mauke Verlag aus Weimar
Samstag, 29. August 2026, 19 Uhr
auf dem Schwal (Insel, Neu-Ulm)
Mit Verleger André Störr
Musik: Oleksandr Klimas Trio
Ein junger Verlag, der Neuland betritt: Literatur entlang der E40 – von Calais bis tief in den Osten Europas. Der Friedrich Mauke Verlag macht Bücher aus Europas Randzonen sichtbar – Romane, Erzählungen, Poesie.
Literatur, die Europa verbindet: Hier sind Stimmen, die reisen, mahnen, erinnern – insbesondere an das, was in der Ukraine seit dem russischen Angriffskrieg passiert. Im Mittelpunkt stehen Autorinnen der gegenwärtigen ukrainische Literatur – Stimmen wie Victoria Amelina und Tamara Duda, die von Krieg, Erinnerung, Alltag und Hoffnung erzählen.
»Dein Zuhause ist dort, wo man sich an dich erinnert«, sagt Victoria Amelina in ihrem Roman "Ein Zuhause für Dom". In einer Altbauwohnung in Lwiw leben sechs Menschen und ein Hund im Jahr 1991, während die Sowjetunion zerfällt. Ein Neubeginn, der keiner ist. Zwischen den Zimmern, den Straßen der Stadt und den Narben des 20. Jahrhunderts lagern Erinnerungen an Gewalt, Krieg und Schweigen – eingeschrieben in Wände, Gegenstände und Körper. Ein Buch über eine Stadt und ein Land im Umbruch, über Geschichten, die gehört werden wollen, und die Frage, ob man bereit ist, sie wirklich zu hören.
Friedrich Mauke setzt auf Verbindungen statt Grenzen – ein engagierter Verlag, der beweist, dass Bücher machen eine Kunst ist.
Literatur-Gottesdienst: „Wo ist das Gute?“
mit dem Limbus-Verlag
Sonntag, 30. August 2026, 11 Uhr
auf dem Schwal (Insel, Neu-Ulm)
Literatur-Gottesdienst mit dem Friedrich Mauke Verlag, André Störr, Florian L. Arnold sowie Pfarrer Jean-Pierre Barraud und der evangelischen Petrusgemeine Neu-Ulm
Man blickt in die Welt und fragt sich, was da eigentlich geschieht: Hass, Zweifel, das Diktat der Tech-Milliardäre, Verarmung, Unfrieden. Wo bleibt das Gute?
Darüber sprichen wir mit Verleger André Störr, der überzeugt ist, dass Literatur ein Weg zum Frieden und zum Miteinander sein kann. Texte verbinden, ohne zu belehren. Ein Moment zum Nachdenken und Innehalten – eine literarische Form des Gottesdienstes, offen für alle, die sich auf das Gute besinnen wollen.
Bei schlechtem oder kaltem Wetter findet die Veranstaltung in der Petruskirche statt.
Fotos: Guido Gerlach; Stadt Neu-Ulm
Eine Literaturreihe der Stadt Neu-Ulm in Kooperation mit dem Literatursalon Donau e. V.
Konzept und Gestaltung: Florian L. Arnold
